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Nanoscribe gewinnt 1. Preis beim baden-württembergischen Landespreis für junge Unternehmen

Die Nanoscribe GmbH, eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ist Sieger beim Landespreis für junge Unternehmen, den das Land Baden-Württemberg und die L-Bank vergeben. Bei einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestern Abend das junge Unternehmen ausgezeichnet. Der 1. Preis ist mit 40 000 Euro dotiert. Insgesamt haben sich 375 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Baden-Württemberg um den Landespreis beworben.

„Die Nanoscribe GmbH ist eine der innovativsten und erfolgreichsten Ausgründungen aus dem KIT“, betont der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Die Gründer des Unternehmens haben am KIT ein revolutionäres hochpräzises 3-D-Druckverfahren entwickelt, mit dem sie in kürzester Zeit zum Weltmarktführer mit Millionenumsatz aufgestiegen sind. Dass Nanoscribe nun im Wettbewerb der baden-württembergischen Landesregierung und der L-Bank als Sieger hervorgegangen ist, ist ein weiterer Beweis für die Innovationskraft des KIT.“

Nanoscribe, Hersteller von 3-D-Druckern für die hochpräzise Mikrofabrikation, überzeugte die Jury mit unternehmerischen Erfolgen und außerordentlichen Innovationen. War das Unternehmen bei seiner Ausgründung aus dem KIT selbst Vorreiter bei der Kommerzialisierung einer neuartigen Technologie – der Zwei-Photonen-Polymerisation –, so befähigen die Hightech-Geräte des Markt- und Technologieführers heute Universitäten, Wissenschaftsinstitute und Industrieunternehmen, Pionierarbeit zu leisten. Insbesondere in den Bereichen Photonik, Mikrooptik, Medizin- und Kommunikationstechnik ist diese Technologie der Schlüssel zur Erschließung von Anwendungen, die mit anderen Methoden bisher nicht realisierbar waren.

Nanoscribe-Geschäftsführer Martin Hermatschweiler betonte gestern Abend (8. November 2018) nach der Preisverleihung: „Nach diversen Produktpreisen freuen wir uns riesig, heute den Landespreis Baden-Württemberg für unternehmerische Leistungen in den Händen zu halten. Unser Bundesland hat eine junge, florierende Gründerszene, die von vielen Seiten wertvolle Unterstützung erfährt. Wir danken daher insbesondere dem KIT und Carl ZEISS, dass sie Nanoscribe vom ersten Gründungsgedanken an so professionell und umfassend begleitet haben.“

Gegründet wurde Nanoscribe von Martin Hermatschweiler, Dr. Michael Thiel, Professor Martin Wegener und Professor Georg von Freymann. Aus einer anfänglich wissenschaftlichen Nische hervorgegangen, hat sich das 2007 aus dem KIT gegründete Spin-off mit heute über 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Weltmarkt- und Technologieführer etabliert. Seit Jahren verbucht es zweistellige Millionenumsätze, weit über 1 000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen die Hightech-Drucker an renommierten Universitäten und Forschungsinstituten weltweit. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Nach der Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Shanghai (China) im Sommer dieses Jahres, soll nun eine weitere Tochter in den USA folgen. Für Ende 2019 plant Nanoscribe zudem den Einzug in den neuen ZEISS Innovation Hub, der aktuell vor den Toren des KIT am Campus Nord gebaut wird.

Der Landespreis für junge Unternehmen wird alle zwei Jahre gemeinsam von der Landesregierung und der L-Bank ausgeschrieben. Schirmherr des Wettbewerbs ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Gesucht werden wirtschaftlich erfolgreiche Firmen aller Branchen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und die durch verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln einen vorbildlichen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten. Damit ist der Landespreis für junge Unternehmen, der 2018 bereits zum zwölften Mal vergeben wird, einer der höchstdotierten und renommiertesten Unternehmerpreise in ganz Deutschland. In diesem Jahr haben sich 375 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Baden-Württemberg um die Auszeichnung beworben.

Glossar

  • Ein Polymer ist eine aus gleichartigen Einheiten aufgebaute kettenartige oder verzweigte chemische Verbindung. Die meisten Kunststoffe sind Polymere auf Kohlenstoffbasis.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 500 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/?cID=14507