zum Inhalt springen
Powered by

Förderung von Projekten zum Thema „Hochintegrierte photonische Systeme für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen“

Art:
Förderprogramm
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
BMBF
Reichweite:
Deutschland

Der nachfolgende Text spiegelt nicht den gesamten Inhalt der Bekanntmachung wider, sondern enthält einzelne Auszüge der Richtlinie.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, das Themenfeld „Hochintegrierte photo­nische Systeme für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen“ im Rahmen seines „Forschungsprogramms Quantensysteme. Spitzentechnologie entwickeln. Zukunft gestalten“ zu fördern.
Eine wesentliche Grundlage des Innovationsstandortes Deutschland und Garantie für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist die erfolgreiche Erforschung und Entwicklung neuartiger Produkte und Produktionsverfahren. Photo­nische Systeme leisten hier als Schlüsselkomponenten einen besonderen Beitrag.

Basierend auf dem dargestellten Forschungsbedarf ergibt sich das zentrale Ziel der Bekanntmachung. Die Technologie der hochintegrierten, miniaturisieren optischen Systeme soll durch industriegeführte Verbundprojekte für ein breites Anwendungsfeld erschlossen werden. Das realistische und angemessen anspruchsvolle Ziel der Förderung ist, während der Projektlaufzeit kompakte und kosteneffiziente optische Systeme zu entwickeln, die für gezielte Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft geeignet sind. Der bereits erreichte Technologiestand und dessen Anwendungsmöglichkeiten sollen erweitert werden sowie neueste Grundlagenerkenntnisse beispielsweise auf dem Gebiet der Materialforschung in die industrielle bzw. gesellschaftliche Nutzung überführt werden. Die Zielerreichung wird durch eine anschließende Verwertung sowie durch geeignete Veröffentlichung der Ergebnisse, beispielsweise in wissenschaftlichen Zeitschriften oder mit Konferenzbeiträgen, sowie insbesondere durch Patentanmeldungen dokumentiert.

Unmittelbar diesem Ziel zugeordnet ist das Bestreben, nachhaltige Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entlang der unterschiedlichen Fragestellungen aus dem Bereich der hochintegrierten optischen Systeme und deren Anwendung zu initiieren und zu Lieferkettenbeziehungen auszubauen, um so einen wirksamen Transfer von Forschungsergebnissen in innovative Dienstleistungen und Produkte zu erreichen. Dabei sollen vor allem ein entsprechender Reifegrad (und gegebenenfalls Durchbrüche) bei der photonischen Integration, die Substitution bestehender Prozesse oder Produkte (durch wirtschaftlichere und/oder klimagünstigere Alternativen) sowie weitere Planungen der Projektteilnehmer hinsichtlich nächster innovatorischer Schritte (fortgeschriebener Verwertungsplan) angestrebt werden.

Gegenstand der Förderung

Im Mittelpunkt der geförderten Arbeiten stehen bislang ungelöste Herausforderungen zum Design, zur Herstellung und zur Einbettung hochintegrierter optischer Systeme für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Miniaturisierung und der technischen und wirtschaftlichen Skalierbarkeit der Lösungen sowie auf deren Potenzial, Energie und Ressourcen einzusparen.

Im Rahmen der geförderten Projekte sollen jüngste Entwicklungen im Bereich der Hochintegration genutzt werden, um optische Sensoren möglichst nah an die Anwendung heranzubringen, wie z. B.:

  • Miniaturisierte Systemkomponenten, wie elektro-optische Schaltkreise durch passende Arten der Integration (monolithisch, heterogen, hybrid)
  • Integrierte optische Elemente, defraktiv/refraktiv, wie Linsen (beispielsweise Wafer-Level-Optiken, WLO), Filter, Polarisatoren, Antennen, Multiplexer, Verstärker, aber auch nichtlinear, wie beispielsweise Frequenzkonverter, (gepulste) Laser etc.
  • Intelligentes Design (beispielsweise durch KI-Unterstützung) sowie (teil-)automatisierte Fertigung der oben genannten Strukturen vor allem auch unter dem Aspekt der Kosteneffizienz
  • Verbesserte Schnittstellen zur Makrooptik/-elektronik, wie beispielsweise Faserkoppler oder drahtlose Kommu­nikation (wichtig für Point-of-Care, siehe unten), sowie robuste Verbindungstechniken und Einhausungen gegen Umwelteinflüsse
  • Standardisierungskonzepte für oben genannte Verfahren
  • Silizium-Photonik und neue Materialsysteme für weitere Wellenlängenbereiche, inklusive zugehöriger Herstellungsverfahren
  • Intelligente Sensordatenauswertung, möglichst prozessnah und latenzarm, beispielsweise durch analoge, optische Datenvorverarbeitung und/oder durch intelligente Algorithmik
  • Systemübergreifende Konzepte aus dem Bereich Plasmonik und der organischen Halbleitertechnik.

Diese Aufzählung ist nur beispielhaft und nicht abschließend zu verstehen.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) beziehungsweise einer sonstigen Einrichtung, die der nichtwirtschaftlichen Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtung), in Deutschland verlangt.

Einreichfrist

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

In der ersten Verfahrensstufe sind dem beauftragten Projektträger bis spätestens 10. Januar 2023 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form über das elektronische Antragssystem „easy-Online“ vorzulegen.

In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, förmliche Förderanträge vorzulegen. Zur Beantragung der Förderung ist von jedem Verbundpartner ein separater Förderantrag zu stellen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/datenbank/foerderungen/foerderung-von-projekten-zum-thema-hochintegrierte-photonische-systeme-fuer-industrielle-und-gesellschaftliche-anwendungen