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Aktuelle Beiträge

Hier finden Sie die aktuellen Fachbeiträge des Portals.

  • Fachbeitrag - 27.08.2015

    „Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will? [...] Er schaukelt gar zu wild, bis der Stuhl nach hinten fällt.“ Schon 1845 beschrieb Heinrich Hoffmann in der Geschichte vom Zappel-Philipp Verhaltensweisen, die typisch für das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sind. Jedoch ist diese Störung als Krankheitsbild nicht klar umrissen, sondern erstmal nur eine Sammlung von Symptomen. Der Leiter der Sektion für Experimentelle Neuropsychiatrie Prof. Dr. Ludger Tebartz van Elst hat am Universitätsklinikum Freiburg mit Dr. Emanuel Bubl und Prof. Dr. Michael Bach von der Klinik für Augenheilkunde eine Methode gefunden, wie man durch einen objektiven physiologischen Marker dem psychischen Phänomen ADHS diagnostisch näher kommt. Die Forscher messen dafür die Zellaktivität der Netzhaut im Auge.

  • Fachbeitrag - 24.08.2015

    Handarbeit ist out: Bei einer schnellen, industrietauglichen Produktion von Zellen, die zu Forschungs- und Produktionszwecken mit fremder Erbinformation versehen sind, wird heute auf Automatisierung gesetzt. Die Zellen sollen automatisch kultiviert, analysiert und sortiert werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft haben mit dem Autranomics-Projekt eine Pilotanlage entwickelt, die genau dies leistet.

  • Fachbeitrag - 24.08.2015

    Gute Schlafqualität steht in engem Zusammenhang mit Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Doch immer mehr Menschen haben heute Schwierigkeiten, den Weg in die erholsame Nachtruhe zu finden. Eine Forschergruppe der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), der FHS St. Gallen, der Fachhochschule Vorarlberg und anderer Projektpartner entwickelt deshalb jetzt ein Smartphone-basiertes Gesundheitssystem, das eine personalisierte Datenanalyse für einen gesunden Schlaf realisieren soll.

  • Fachbeitrag - 17.08.2015

    Bei gesunden Menschen ist Clostridium difficile völlig harmlos. In Kombination mit Antibiotika kann es jedoch bei älteren und geschwächten Menschen schwere Durchfälle und Darmentzündungen verursachen. Aber wie entfaltet das sporenbildende Stäbchenbakterium seine Kraft? Und wie kommt es überhaupt in die Zelle? Das untersucht Privatdozent Dr. Panagiotis Papatheodorou mit seinen Kollegen am Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Freiburg bei Prof. Dr. Klaus Aktories. Dabei klärte er den Mechanismus auf, wie ein Gift des Bakteriums in Zellen der Darmschleimhaut gelangt. Er liefert so eventuell neue Ansätze zur Therapie.

  • Fachbeitrag - 14.08.2015

    Der Pharma- und Biotech-Zulieferer Sartorius Stedim Biotech hat zum 1. Juli 2015 die 2005 gegründete Cellca GmbH aus Laupheim übernommen. Walter Pytlik sprach mit Cellca-Geschäftsführer Hugo de Wit, der seit 2010 erst zusammen mit Dr. Aziz Cayli die Cellca führte und später ab 2012 als alleiniger Geschäftsführer die Cellca leitete, über die Hintergründe und Folgen des Eigentümerwechsels.

  • Fachbeitrag - 10.08.2015

    Albert Jeltsch vom Institut für Biochemie der Universität Stuttgart hat mit seinem Forscherteam eine alternative Methode vorgestellt, mit deren Hilfe Änderungen von Histonmodifikationen erkannt werden können. Hierfür werden Teile natürlicher Proteine – so genannte Lesedomänen – einsetzt. Damit sollen die Tests in Zukunft einfacher, preiswerter und die experimentellen Daten reproduzierbarer werden.

  • Fachbeitrag - 10.08.2015

    Mit Proteinen verbundene Ribonukleinsäuren eröffnen biochemische Möglichkeiten, die den einzelnen Partnern nicht offenstehen. Die Natur hat bereits eindrucksvolle Beispiele entwickelt, wie Riboproteine das zelluläre Geschehen steuern können. Das hat den Wunsch nach maßgeschneiderten, künstlich hergestellten Riboproteinen befeuert. Dr. Thorsten Stafforst erforscht mit Unterstützung durch den Europäischen Forschungsrat, wie sich in der lebenden Zelle künstliche Riboproteine erzeugen und nutzen lassen.

  • Fachbeitrag - 03.08.2015

    Die Universität Ulm stärkt ab dem Wintersemester 2015/2016 mit einem neuen englischsprachigen Masterstudiengang „Molecular and Translational Neuroscience“ ihr lebenswissenschaftliches Profil. Das Angebot versucht den Brückenschlag zwischen grundlagenorientierter Neurowissenschaft und angewandter, therapie- und produktorientierter Wissenschaft. Es berücksichtigt nicht nur die universitäre Forschung, sondern erweitert diese um eine industrienahe Sichtweise. Der Studiengang ist interdisziplinär angelegt und verzahnt Naturwissenschaften mit Medizin auch im Bereich der Lehre.

  • Fachbeitrag - 03.08.2015

    Um den Fluss von Ionen durch Ionenkanäle in der Zellmembran zu messen, kommt klassischerweise die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Patch-Clamp-Technik zum Einsatz. Sie ermöglicht Untersuchungen zu verschiedenen Erkrankungen wie Epilepsie oder Migräne. Prof. Dr. Clemens Möller von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen arbeitet daran, diese Methode weiter zu optimieren und mit anderen biophysikalischen Messtechniken zu kombinieren.

  • Fachbeitrag - 27.07.2015

    Obwohl es für die Therapie von vielen Karzinomen Medikamente gibt, die das Zellwachstum hemmen, ist die Prognose für Patienten mit soliden Tumoren in den meisten Fällen bisher eher schlecht. Grund dafür ist, dass die Krebszellen die Blockade durch die Arzneimittel nach einiger Zeit einfach umgehen und dann ungehindert weiter wachsen können. Dabei wäre der Tumor durchaus verwundbar, wenn die Onkologen robustere Arzneimittel zur Hand hätten. Mit der Entwicklung solcher Krebsmedikamente beschäftigt sich Prof. Dr. Lars Zender, Oberarzt und Leiter der Sektion für Translationale Gastrointestinale Onkologie am Universitätsklinikum Tübingen, mit seinem Team. Eine erste Substanz zur Therapie des Leberzellkarzinoms konnte in präklinischen Mausmodellen bereits bestätigt werden und steht jetzt kurz vor der klinischen Phase.

  • Fachbeitrag - 27.07.2015

    Dr. Auguste van Poelgeest ist Gruppenleiterin für „Steuerungssysteme in der Medizintechnik“ in der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizintechnik und Biotechnologie PAMB des Fraunhofer IPA. Die Ingenieurin erklärt im Interview mit Dr. Ariane Pott für die BIOPRO Baden-Württemberg, welche Rolle Automatisierungen in der Medizintechnik spielen und wie man mit dem Hardware-in-the-Loop-Verfahren die Entwicklungszeit für ein Produkt deutlich verkürzen kann.

  • Fachbeitrag - 20.07.2015

    Dass sich mehrere Zellen gemeinsam als Gruppe bewegen und miteinander kommunizieren können, spielt eine große Rolle in vielen lebenswichtigen Prozessen. Etwa bei der Wundheilung oder der normalen Entwicklung von Embryonen. Dabei gibt eine Zelle als Führungszelle die Richtung der kollektiven Bewegung der Verfolgerzellen an. Wie eine solche Zellbewegung in der Gruppe funktioniert, erforscht der Biophysiker Joachim Spatz am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Nun hat er zusammen mit seinem interdisziplinären Forscherteam herausgefunden, dass für die Kommunikation der Zellen untereinander ein Protein namens Merlin zuständig ist. Es registriert in der Zelle, ob und in welche Richtung sich die Nachbarzelle bewegt.

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