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Tolle Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Im Oktober 2011 feiert die Stuttgarter Privatschule Institut Dr. Flad ihr 60-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung 1951 bildet das Institut chemisch-technische Assistenten (CTA) aus, seit zehn Jahren auch mit der Möglichkeit einen biotechnologischen Schwerpunkt für das zweite Schuljahr zu wählen. Rund 350 Schüler pro Jahrgang lernen je zur Hälfte in Theorie und Praxis alles, was es für die künftige Arbeit in einem chemischen, pharmazeutischen oder biotechnologischen Labor zu wissen gibt.

Zwei Auszubildende bei der praktischen Arbeit © Institut Dr. Flad

Die Kernkompetenz Chemie wurde all die Jahrzehnte stets beibehalten und bildet den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen in zweiter und demnächst auch dritter Generation. Ergänzt wurde das Angebot vor dreizehn Jahren mit der Möglichkeit einer Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und vor zehn Jahren zum CTA mit Schwerpunkt Biotechnologie. Weniger nachgefragt, aber auch im Angebot enthalten, ist die Ausbildung zum Umwelttechnischen Assistenten (UTA). „Wer hier zwei Jahre Ausbildung hinter sich hat, hat Bombenchancen auf dem Arbeitsmarkt“, so Wolfgang Flad, Schulleiter und Sohn des Institutsgründers Dr. Manfred Flad. Oftmals inserieren Unternehmen nicht offiziell nach neuen Arbeitskräften, sondern fragen direkt beim Institut nach geeigneten Bewerbern an. Das Angebot an Stellen auf den Pinnwänden des Instituts überwiegt regelmäßig die Zahl an Schulabgängern.

„Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.“

Dieses Zitat des Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) erläutert kurz und knapp, warum das Institut Dr. Flad neben der reinen CTA-Ausbildung einen ganzen Strauß an weiteren Bildungsangeboten anbietet. Getreu dem Motto der Schule „Ausbildung – Bildung – Erziehung“ bietet Schulleiter Wolfgang Flad, selbst sehr an Musik und Theater interessiert, aufgrund guter privater Beziehungen zur Stuttgarter Kulturszene auch eine Theater-AG an. Dort können die Schüler des Instituts unter Anleitung von Regisseuren und Theaterpädagogen Theaterstücke einstudieren, die regelmäßig vor der Öffentlichkeit im Theaterhaus am Pragsattel aufgeführt werden. „Denn es geht nicht nur darum, zu wissen was sich hinter dem Begriff Haber-Bosch-Verfahren verbirgt, sondern auch den Bildungshorizont der Schüler in andere Bereiche zu erweitern“, so Wolfgang Flad. Weitere ergänzende Bildungsangebote sind beispielsweise ein Schülerbibelkreis, eine Sport-AG, in der die Mitgliedschaft eines Sportvereins in Stuttgart enthalten ist, die Aneignung von Lern- und Motivationstechniken und vieles mehr. Die jährlich stattfindenden Stuttgarter Chemietage bringen Schüler, Lehrer, interessierte Laien, Experten und Professoren zusammen, und es kann durchaus auch einmal vorkommen, dass ein Nobelpreisträger unter den Vortragenden zu finden ist.

Bei Erfolg Schulgeld zurück

Da die Schule gemeinnützig arbeitet, besteht für die Schüler die Möglichkeit, ihre Schulgebühr von monatlich 105 Euro am Ende der Ausbildung über einen guten Abschluss wieder zurückzubekommen. Schüler mit der Abschlussnote 1,0 bis 1,3 erhalten einen 100%igen Nachlass. Für Schüler, die sich die Schulgebühr nicht leisten können, besteht die Möglichkeit ein zinsloses Darlehen beim Institut zu beantragen nach dem Motto „Studiere gleich und zahle später“.
Wer sich nach der Ausbildung am Institut Dr. Flad so für die Chemie begeistert hat, dass er lieber weiterstudieren möchte statt zu arbeiten, bekommt häufig die Praktika fürs Vordiplom anerkannt. Rund zehn Prozent der Absolventen tun dies, und so sind in den letzten Jahrzehnten allein rund 700 promovierte Chemiker und 19 Professoren aus den Reihen des Instituts hervorgegangen. Aber auch unternehmerisch kann das Institut mit einer großen Liste an Ehemaligen aufwarten. Rund 40 eigene Labore oder Unternehmen sind von einstigen Fladianern gegründet worden. Mit seinem Alumni-Netzwerk „Fladianer“ hält das Institut Kontakt zu den Ehemaligen und hat im Laufe der Jahre ein umfangreiches Netzwerk für Absolventen des Instituts aufgebaut.

Schwerpunkt Biotechnologie

Genaues Pipettieren will gelernt sein. © Institut Dr. Flad

Die Ausbildung CTA mit Schwerpunkt Biotechnologie ist die nach der reinen CTA-Ausbildung am häufigsten nachgefragte Variante. Da viele Unternehmen, die in der Biotechnologie tätig sind, auch immer chemisch-technische Aufgaben zu bewältigen haben, bietet sich diese Kombination an.

Die Absolventen dieser Ausbildungsrichtung haben im ersten Schuljahr die gleiche Grundausbildung wie die CTAs. Danach schließt sich im zweiten Schuljahr die Vertiefung Biotechnologie mit rund 240 Schulstunden an. In einem theoretischen Teil werden zunächst die Grundlagen gelegt was die Themen Mikrobiologie, Proteinchemie und Nukleinsäuren angeht. Im praktischen Teil werden die Techniken des Mikroskopierens, der Gramfärbung und der Charakterisierung von Mikroorganismen gelernt. Die Themen Genmanipulation, Plasmide, Transformation und PCR folgen. Das hierbei übliche Laborarbeitstier ist Escherichia coli, weshalb auch ein S1-Labor vorhanden ist. Exkursionen in Forschungs- und Industrielabore runden die Ausbildung ab und zeigen den Schülern ihren späteren möglichen Arbeitsalltag in der Praxis.

Besuch vor Ort jederzeit möglich

Wer sich für eine Ausbildung am Institut Dr. Flad interessiert, hat viele Möglichkeiten, sich dort selbst ein Bild zu machen, ob die Schule für ihn geeignet ist. Spezielle Berufsinformationstage, Experimentiersamstage, Schnuppertage oder die Teilnahme am Unterricht als Gast werden über das ganze Jahr verteilt angeboten. Ein Anruf genügt, um zu erfahren, ob am nächsten Termin noch ein Platz frei ist.

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