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Aldevron generiert Antikörper für Erythropoietin-Forschungsprojekt

Aldevron gibt die Beteiligung an einem über drei Jahre mit 3,9 Millionen EUR geförderten Forschungsprojekt bekannt. Das Projekt untersucht die Langzeitrisiken von Erythropoietin (EPO) und seinen Derivaten (Epoetin) bei Krebspatienten.

EPO wird allgemein zur Behandlung von Anämien bei Krebserkrankungen und bei Herz-Kreislauf-Operationen eingesetzt. Das Projekt mit 13 Partnern aus der EU und Israel wird durch die Europäische Union gefördert und koordiniert von Dr. Drorit Neumann, Universität Tel Aviv.

Aldevron, führend in der genetischen Immunisierung, wird seine proprietäre Antikörpertechnologie (GENOVAC) einsetzen, um monoklonale Antikörper gegen den Erythropoietin Rezeptor (EpoR) für verschiedene Anwendungen herzustellen. Die Antikörper sollen insbesondere EpoR auf Tumorproben nachweisen und die Funktion des Rezeptors beeinflussen

Dr. John Thompson, Aldevron, ein Pionier der eingesetzten genetischen Immunisierungstechnologie hebt hervor, dass die GENOVAC Technologie hervorragend geeignet ist, die Antikörper für das EPO Forschungskonsortium zu liefern und für therapeutische Anwendungen für bestimmte Indikationen weiter zu entwickeln.

Das Forschungskonsortium, genannt EPOCAN, zielt mit einer umfassenden, interdisziplinären Strategie darauf ab, die Risiken in der Behandlung mit Erythropoietin und seinen Derivaten zu identifizieren und zu verringern. Dies gilt sowohl für Krebspatienten, als auch bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Jedes Jahr werden in Europa und Nordamerika schätzungsweise bis zu 1 Millionen Patienten mit Epoetin behandelt.

Über Aldevron:
Aldevron bietet die Auftragsherstellung und wissenschaftliche Dienstleistungen zur Antikörpergenerierung, Proteinherstellung und Plasmid-DNA Produktion an. Aldevron wendet die genetische Immunisierung seit mehr als 12 Jahren an; die Produkte wurden in mehr als 140 wissenschaftlichen Artikeln und Patenten publiziert bei weltweit über 500 Kunden. Zusätzliche Leistungen im Antikörperbereich sind Protein- und Peptidimmunisierungen, Antikörperproduktion, -reinigung, -prozessierung und -charakterisierung.

Glossar

  • Anämie bedeutet: Blutarmut.
  • Antikörper sind körpereigene Proteine (Immunglobuline), die im Verlauf einer Immunantwort von den B-Lymphozyten gebildet werden. Sie erkennen in den Körper eingedrungene Fremdstoffe (z. B. Bakterien) und helfen im Rahmen einer umfassenden Immunantwort, diese zu bekämpfen.
  • Desoxyribonukleinsäure (DNS / DNA) trägt die genetische Information. In den Chromosomen liegt sie als hochkondensiertes, fadenförmiges Molekül vor.
  • Erythropoietin (EPO) ist ein Wachstumsfaktor, der die Neubildung von Erythrozyten stimuliert; er wird in der Niere gebildet. Erythropoietinmangel führt zum Krankheitsbild der renalen Anämie.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Monoklonale Antikörper sind strukturell identische Antikörper, die daher auch über die exakt gleiche Bindungsstelle für ein Antigen verfügen.
  • Ein Plasmid ist ein extrachromosomales, ringförmiges DNA-Molekül, das bei Bakterien und Hefen vorkommt und sich unabhängig vom Hauptchromosom vermehren kann. Häufig tragen Plasmide Gene für Resistenzfaktoren (z. B. gegen Antibiotika), die den Trägern einen Selektionsvorteil vermitteln. Wenn die Gegenwart eines Plasmids für ein Bakterium keinen Überlebensvorteil bietet, dann verliert es dieses mit der Zeit. Plasmide mit Transfergenen können von einem Bakterium auf ein anderes übertragen werden.
  • Proteine (oder auch Eiweiße) sind hochmolekulare Verbindung aus Aminosäuren. Sie übernehmen vielfältige Funktionen in der Zelle und stellen mehr als 50 % der organischen Masse.
  • Rezeptoren sind Moleküle, die u. a. auf Zelloberflächen anzutreffen sind und die in der Lage sind, ein genau definiertes Molekül – ihren Liganden – zu binden. Das Zusammentreffen von Ligand und Rezeptor kann eine Abfolge von Reaktionen innerhalb der Zelle auslösen.
  • Ein Peptid ist eine organisch-chemische Verbindung, die aus mehreren Aminosäuren (AS) besteht, die miteinander zu einer Kette verbunden wurden. Die Aminosäuren sind über Peptidbindungen miteinander verknüpft. Als Peptide bezeichnet man relativ kurze Aminosäurenketten (20 - 100 Aminosäuren), dagegen bezeichnet man längere Aminosäurenketten (>100) als Proteine.
  • Ein Tumor ist eine Gewebsschwellung durch abnormales Zellwachstum, die gutartig oder bösartig sein kann. Gutartige (benigne) Tumore sind örtlich begrenzt, während Zellen bösartiger (maligner) Tumore abgesiedelt werden können und in andere Gewebe eindringen können, wo sie Tochtergeschwulste (Metastasen) verursachen.
  • Erythropoietin (EPO) ist ein Wachstumsfaktor, der die Neubildung von Erythrozyten stimuliert; er wird in der Niere gebildet. Erythropoietinmangel führt zum Krankheitsbild der renalen Anämie.
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