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Die Inhaltsstoffe grüner Kaffeebohnen wirken positiv auf Blutzucker

Gemäß einer US-amerikanischen Studie, könnten natürliche Substanzen, die von ungerösteten Kaffeebohnen stammen, helfen, die Schwankungen des Blutzuckerspiegels und des Körperfettlevels zu kontrollieren, welche für das Auftreten des Diabetes mellitus Typ 2 mitverantwortlich gemacht werden.

Kaffee am Strauch © Julian Nitzsche / pixelio.de
Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie, die an der Universität Scranton in Pennsylvania durchgeführt wurde, lassen vermuten, dass die Chlorogensäure, die in besonders hohen Mengen in grünen und ungerösteten Kaffeebohnen zu finden ist – und häufig als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung findet – helfen könnte den Kampf gegen das globale Gesundheitsproblem Diabetes mellitus Typ 2 zu unterstützen.

Dr. Joe Vinson, welcher die Forschungsarbeiten leitete, konnte bereits in einer vorhergehenden Studie zeigen, dass übergewichtige oder adipöse Menschen, welche ein Chlorogensäure Extrakt zu sich nahmen, innerhalb von 22 Wochen 10% ihres Körpergewichtes verloren. Das Ziel der aktuellen Studie war es deshalb die Wirkung verschiedener Dosierungen des kommerziellen grünen Kaffeeextraktes auf den Blutzuckerspiegel von 56 Männern und Frauen mit normalem Blutzuckerspiegel zu untersuchen. Laut Vinson hatten alle Dosierungen des grünen Kaffeeextrakts eine signifikante Reduktion der Blutzuckerwerte zur Folge ohne dabei sichtbare Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt hervorzurufen.

Gemäß Dr. Vinson wäre es ein großer Erfolg und Fortschritt bei der Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2, eine einfache Pille herzustellen, die in zweifacher Hinsicht helfen könnte, zum einen indem sie den Blutzucker kontrolliert und zum anderen die Gewichtsabnahme fördert.

Quelle: www.nutraincredients.com - Green coffee bean compound may help control blood sugar: Study

Steigerung der Gesundheit durch die Blätter des Apfelbaums

Gemäß einer polnischen Studie wird, durch die Hinzugabe von Blättern des Apfelbaums zu trüben Apfelsaft, der Polyphenolanteil des Saftes erhöht. Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und besitzen eine Bandbreite potentieller Vorteile für die Gesundheit. Dies haben sie ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften zu verdanken.

Die Blätter des Apfelbaums enthalten Polyphenole. © Annamartha / pixelio.de

Äpfel haben einen besonders hohen Polyphenolgehalt, jedoch geht während des Herstellungsprozesses von Apfelsaft 50%-90% des Polyphenolanteils verloren.
Der neue Vorschlag, dem Apfelsaft Blätter des Apfelbaums hinzuzugeben, könnte dem Apfelsaft seinen gesundheitlichen Mehrwert wiedergeben.
Bereits ein Anteil von 0,5% des Apfelbaumblattes kann das gesundheitliche Potential des Apfelsaftes erhöhen.

Dies würde es den Getränkeherstellern erlauben, auf zuverlässige und günstige Art und Weise, funktionelle Getränke mit krankheitsvorbeugenden Potential herzustellen.

Quelle: www.nutraingredients.com - The Apple Tree of Life? Adding leaves to juice boosts health potential: Study

Originalquelle: Effect of apple leaves addition on physicochemical properties of cloudy beverages; Kolniak-Ostek et al., Industrial Crops and Products, Volume 44, January 2013, Pages 413–420


Cholesterinreduzierendes Brot mit Vollkornhaferflocken

Seit dem Jahr 2010 gibt es einen Health Claim für die positive Wirkung von beta-Glucan aus Hafer. In einer Studie aus Finnland konnte nun ein schmackhaftes Brot mit einer ausreichenden Menge der Polysaccharide hergestellt werden.

© Rainer Sturm / pixelio.de

Im Oktober 2010 befürwortete die Europäische Food and Safety Authority (EFSA) den Health Claim für die positive Wirkung der beta-Glucane aus Hafer zur Erhaltung eines gesunden Cholesterin-Spiegels.

Eine finnische Studie, durchgeführt von Laura Flander vom VTT Technical Research Centre, zeigt nunmehr neue Methoden auf, um ein gesundes und schmackhaftes Brot aus Vollkornhaferflocken herzustellen. Dank der Methode enthält das Brot eine ausreichende Menge an beta-Glucan, so dass der Health Claim zu beta-Glucan aus Hafer genutzt werden könnte.

Quelle: Nutraingredients.com - Cholesterol lowering bread: Researcher reveals method using whole grain oats

Originalquelle:
Dissertation Laura Flander

Pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel kann den Blutzucker natürlich senken

Indische Wissenschaftler fanden in einer Studie mit Patienten die an Typ 2 Diabetes mellitus erkrankt waren, heraus, dass die orale Aufnahme von Reservatol als Nahrungsergänzung die glykämische Kontrolle verbessern kann.

© Dieter Schütz / pixelio.de

Nur drei Monate der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit Resveratrol kann bei der Kontrolle des Blutzuckers helfen und den Blutdruck von Diabetes-Patienten des Typs 2 verbessern, wie eine indische Studie nun feststellte.
Resveratrol wird vor allem in Trauben und rotem Wein gefunden. Es wird auch mit dem „Französischen Paradoxon“ in Verbindung gebracht – der Tatsache, dass relativ wenige Franzosen Herzprobleme haben oder fettleibig sind, und das trotz einer relativ fettreichen Ernährung und regelmäßigen Weinkonsums.

Quelle: Nutraincredients.com - Resveratrol shows potential for blood sugar control: Human data

Originalquelle: Resveratrol supplementation improves glycemic control in type 2 diabetes mellitus; Bhatt et al., Nutrition Research, Volume 32, Issue 7 , Pages 537-541, Juli 2012

Substanz in Apfelschalen hilft gegen Adipositas

US-Wissenschaftler fanden in einem Tierversuch an Mäusen heraus, dass die in Apfelschalen vorkommende Substanz Ursolsäure die Kalorienverbrennung im Körper erhöht und dadurch gegen Adipositas helfen kann.

Apfelschalen enthalten Ursolsäure. © Ralf Meilen / pixelio.de
Aus der Studie geht hervor, dass Ursolsäure – eine wachsartige Substanz, die in der Apfelschale vorkommt – den Muskelaufbau und die braune Fettmasse bei Mäusen erhöht. Das Forscherteam um Dr. Christopher Adams hat nachweisen können, dass Mäuse, die zusätzlich zu einer fettreichen Ernährung Ursolsäure zu sich nahmen, weniger anfällig für Übergewicht, Prädiabetes und Fettlebererkrankungen waren als Mäuse, die die Nahrungsergänzung nicht bekamen. Die Substanz Ursolsäure schützt Mäuse demnach teilweise vor Adipositas und deren Folgeerkrankungen. Bisher ist jedoch unklar, ob die Ursolsäure auch beim Menschen gleichermaßen positive Effekte aufweist.

Weitere Informationen:
Nutraingredients.com - Apple peel compound may offer obesity promise

Originalquelle:

Kunkel SD, Elmore CJ, Bongers KS, Ebert SM, Fox DK, et al. (2012) Ursolic Acid Increases Skeletal Muscle and Brown Fat and Decreases Diet-Induced Obesity, Glucose Intolerance and Fatty Liver Disease. PLoS ONE 7(6): e39332. doi:10.1371/journal.pone.0039332


Schwarzer Tee hilft dem Herzen

Nur drei Tassen Schwarztee pro Tag sind laut einer Studie in der Lage den Cholesterinspiegel, den Blutzuckerspiegel und den Triglyceridspiegel zu senken.

Drei Tassen Tee reichen © RainerSturm / pixelio.de

Eine transnationale Studie zeigt, dass nur drei Tassen (200ml) Schwarztee pro Tag ausreichen, um den Triglyceridspiegel um 36% zu senken,  den Blutzuckerspiegel um 18,4% zu verringern und eine Verbesserung des LDL/HDL Verhältnisses um 17% zu bewirken.   

Die maßgebliche Ursache für diesen Effekt des Tees sehen die Wissenschaftler im Polyphenol, das in vitro antioxidative Funktionen aufweist.

Ein hoher Anteil an Polyphenolen, Thearubigene und Theaflavine im Tee kann die Zellen und das Gewebe vor oxidativen Schäden bewahren, indem freie Sauerstoffradikale ausgespült werden.

Originalquelle:

The effect of black tea on risk factors of cardiovascular disease in a normal population, Bahoruna et al., Preventive Medicine, Ausgabe 54, Mai 2012

Pflanzenextrakte senken zu hohen Cholesterinspiegel

Aus einer französischen Studie geht hervor, dass pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel mit Auszügen aus rotem Hefe-Reis, Policosanol  aus Zuckerrohr und Extrakten aus Artischockenblättern Cholesterinwerte senken können.

Artischockenblätter sind Bestandteil pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel © China Crisis / www.wikipedia.de

Eine neue Studie hat festgestellt, dass pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel mit Auszügen aus rotem Hefe-Reis, Policosanol (ein natürlicher Extrakt pflanzlicher Wachse) aus Zuckerrohr und Extrakten aus Artischockenblättern Cholesterinwerte senken können.
In der Studie, die vom Laboratoire Lescuyer und der Universität Aix Marseille in Frankreich durchgeführt wurde, nahmen knapp 40 Probanden mit erhöhten Cholesterinwerten teil. Sie nahmen das Pflanzenextrakt täglich über einen Zeitraum von 16 Wochen ein. In der Folge fiel ihr Cholesterinspiegel um bis zu 14 %.

Originalquelle:
LDL-cholesterol-lowering effect of a dietary supplement with plant extracts in subjects with moderate hypercholesterolemia, Ogier et al., European Journal of Nutrition 2012, DOI: 10.1007/s00394-012-0357-x

Bildung von Fettzellen blockieren

Piceatannol, ein Inhaltsstoff von Rotwein und Trauben, kann gemäß einer Studie Adipositas bekämpfen. Die Substanz setzt in der frühen Phase der Bildung von Fettzellen an.

© Dieter Schütz / pixelio.de

Eine Resveratrol ähnliche Verbindung, die in Rotwein und Obst gefunden wurde, könnte das Potential haben Adipositas zu bekämpfen. Gemäß einer neuen Studie wird durch die Verbindung die Fettaufnahme blockiert.

 

 

 

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie unter:

Originalquelle:
J. Biol. Chem. 2012 287: 11566-11578, Jung Yeon Kwon et al., Piceatannol, Natural Polyphenolic Stilbene, Inhibits Adipogenesis via Modulation of Mitotic Clonal Expansion and Insulin Receptor-dependent Insulin Signaling in Early Phase of Differentiation

Pflanzenextrakte zeigen Potential zur Adipositasbekämpfung

Wissenschaftler der Universität von Granada identifizieren und testen erfolgreich vier verschiedene Pflanzenextrakte, welche bei der Bekämpfung von Adipositas einen Beitrag leisten können.

Gemüseextrakte gegen Adipositas © berlin-pics / pixelio.de

Die in der Studie an Ratten getesteten Extrakte wurden aus Gemüsen hergestellt. Sie wurden in einer fettreichen Diät auf ihr Potenzial zur Bekämpfung von Adipositas geprüft. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um die Auswirkung zu bestätigen.

 

 

 

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie unter:

Amarant zum Frühstück

Amarant-, Hirse- oder Buchweizen können die glykämische Reaktion des Körpers auf Frühstücksgetreideerzeugnisse verringern. Neuseeländische Forscher untersuchten Frühstücksflocken mit einem Gehalt von Pseudocerealien von bis zu 80%.

Nach einer neuseeländischen Studie zeigt der Körper auf Frühstücksgetreideerzeugnisse, die mit einem hohen Anteil an Pseudocerealien wie Amarant versetzt sind, einen langsameren Kohlenhydratabbau, welches in direktem Zusammenhang mit dem glykämischen Index steht.

 

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie unter:

Originalquelle: Margaret A. Brennan, Carine Menard, Gaëlle Roudaut, Charles S. Brennan (2012) Amaranth, millet and buckwheat flours affect the physical properties of extruded breakfast cereals and modulates their potential glycaemic impact, Starch - Stärke DOI:10.1002/star.201100150

Glossar

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wird durch einen Mangel an Insulin hervorgerufen. Man unterscheidet zwei Typen. Bei Typ 1 (Jugenddiabetes) handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der körpereigene Immunzellen die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren, zerstören. Typ 2 (Altersdiabetes) ist dagegen durch eine Insulinrestistenz (verminderte Insulinempfindlichkeit der Zielzellen) und eine verzögerte Insulinausschüttung gekennzeichnet.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Insulin ist ein Hormon, das in den ß-Zellen der Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und die Senkung des Blutzuckerspiegels bewirkt. Zuckerkranken (Diabetikern) fehlt dieses Hormon.
  • Rezeptoren sind Moleküle, die u. a. auf Zelloberflächen anzutreffen sind und die in der Lage sind, ein genau definiertes Molekül – ihren Liganden – zu binden. Das Zusammentreffen von Ligand und Rezeptor kann eine Abfolge von Reaktionen innerhalb der Zelle auslösen.
  • Oral bedeutet in der Medizin: Aufnahme von Stoffen durch den Mund. Anatomisch bedeutet oral: in Richtung Mund liegend.
  • Die Zelldifferenzierung bezeichnet die Spezialisierung von Zellen in Bezug auf ihre Funktion und ihre Struktur. So entstehen aus undifferenzierte Stammzellen verschiedene Zelltypen wie Herzmuskel-, Nerven- oder Leberzellen, die ganz unterschiedlich ausssehen und verschiedene Aufgaben erfüllen.
  • Glucose ist ein Monosaccharid (Einfachzucker). Sie kommt als D-Glucose in fast allen süßen Früchten vor und trägt den Trivialnamen Traubenzucker. Glucose bildet den Mittelpunkt des Kohlenhydrat-Stoffwechsels.
  • Triacylglyceride (auch Triglyceride genannt) ist die chemische Sammelbezeichnung für Fette und fette Öle. Sie sind wasserunlöslich.
  • Als Target (engl.:Ziel) werden Biomoleküle bezeichnet, an die Wirkstoffe binden können. Targets können Rezeptoren, Enzyme oder Ionenkanäle sein. Die Interaktion zwischen Wirkstoff und Target löst eine Wirkstoff-Target-spezifische Reaktion aus. Die Identifikation eines Targets ist für die biomedizinische und pharmazeutische Forschung von großer Bedeutung. Erkenntnisse über spezifische Wechselwirkungen helfen grundlegende molekularbiologische Vorgänge zu verstehen und neue Angriffpunkte für Arzneimittel zu identifizieren.
  • Adipositas beschreibt eine krankhafte Ansammlung von übermäßig viel Fettgewebe im Körper. Sie wird durch falsche Ernährung, zu wenig Bewegung sowie durch eine genetische Vorbelastung ausgelöst. Folge können z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Altersdiabetes sein. Diese Krankheit kann mit einer langjährigen ausgewogenen Diät bekämpft werden.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/de/fachbeitrag/pm/die-inhaltsstoffe-gruener-kaffeebohnen-wirken-positiv-auf-blutzucker/