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Ein Netzwerk - eine Vision

Visionen sind ein Teil von modernen Unternehmen und auch das Netzwerk Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel hat eine Vision: den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Amarant und anderer bioaktiver Lebensmittel. Die Mitglieder des Steering Committes des Netzwerks erläutern die Hintergründe und Details zu den ehrgeizigen Zielen.

Amaranth (Amaranthus spp.) oder auch Fuchsschwanz genannt hat seinen Ursprung in Mexiko. © Wildfeuer / www.wikipedia.de

Eine Vision ist eine Idee, die sich mit der längerfristigen Entwicklung eines Unternehmens befasst. Ein Blick in die Zukunft, aber ein Realistischer, der einer Organisation ein Ziel gibt, das es sich zu erreichen lohnt. Eine Vision ist auch Grundlage des Netzwerks Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel, denn der Zusammenschluss von Unternehmen, Universitäten und Hochschulen richtet seinen Blick nach Vorne, mit dem Ziel, die Gesundheit der Menschen über ihre Ernährung zu verbessern.

Erreichen möchte das Netzwerk dies mit der Herstellung von funktionellen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. „Dabei ist uns wichtig, dass es eine wissenschaftliche Basis der Zusammenhänge gibt“, erklärt Diplom Ökotrophologin Karin Wrzesinski, Leiterin des Marketings und Produktmanagements der Agilpharma GmbH. Prof. Dr. Michael Wink, Direktor der Abteilung Biologie des Instituts für Pharmazie und molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg, und Diplom-Lebensmittelingenieur Mario Jekle, Gruppenleiter der AG Getreideverfahrenstechnik am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie des Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt bilden die wissenschaftliche Basis des Steering Committes und repräsentieren die Netzwerkmitglieder aus Hochschulen und Universitäten. Gemeinsam mit den Unternehmen möchten sie erforschen, wie Ernährung und Gesundheit zusammenhängen.

Natürlicher Zusatznutzen für die Ernährung

Amarant kann wie ein Getreide in Deutschland angebaut werden. © pixelio.de /RainerSturm

Amarant, die aus Südamerika stammende Nutzpflanze, ist die Leitpflanze des Netzwerks und enthält neben essentiellen Aminosäuren auch viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, die Vitamine B und E sowie Ballaststoffe. „Die Bedeutung des Amarants für die gesunde Ernährung ist belegt“, sagt Dr. Dietrich Paper, Leiter der Entwicklungsabteilung der Anoxymer GmbH. „Besonders interessant sind dabei Nahrungsinhaltsstoffe, welche die Blutwerte verbessern“, erklärt Prof. Wink. Denn die Kohlenhydrate der Pflanze bewirken einen nur langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Amarant ist somit ein gutes Lebensmittel für Menschen die Probleme mit dem mit dem Blutzucker oder dem Gewicht haben.Weiterhin ist Amarant eine hervorragende pflanzliche Eiweißquelle. Die Pflanze bevorzugt warme Anbaugebiete und kann auch in Baden-Württemberg angebaut werden. „Wir verwenden Pflanzen, die in unseren Breiten angebaut werden können und einen natürlichen Zusatznutzen für die Ernährung bringen“, so Mario Jekle Die „Regionalität der Produkte“ spielt also eine wichtige Rolle.

Ziel ist es, dass aus dem wertvollen Nahrungsmittel ein marktfähiges Produkt wird. “Wir möchten gemeinsam eine Innovation entwickeln und diese anschließend auch vermarkten“, sagt Dr. Bernd Fiebich, Geschäftsführer der VIVA CELL Biotechnolgy GmbH. Die Bioaktivität von Lebensmitteln testen zu können, ist das Ziel des Unternehmers. „Wir fangen mit Amarant an und möchten dies später für zahlreiche Lebensmittel möglich machen, auch zum Beispiel für Milch oder Bier.“ „Bei den im Netzwerk entwickelten Produkten kann der Endverbraucher sicher sein, dass die wertvollen Nährstoffe des Amarants erhalten bleiben“, so Dr. Dietrich Paper. Die in dem Gemeinschaftsprojekt erworbenen Erkenntnisse, sollen den aufkommenden Markt der funktionellen Lebensmittel unterstützen.

Die Nahrung dient der Gesunderhaltung

Ein weiterer Fokus des Netzwerks liegt auf der präventiven Ernährung. Den Verbraucher über gesunde Ernährung aufzuklären und über die Funktion der Lebensmittel zu informieren ist Teil des Leitbildes des Zusammenschlusses. „Unserer Vorstellung nach dient die Nahrung nicht nur als Energielieferant, sondern die Ernährungsphysiologie sowie der weitere Nutzwert des Essens rückt in den Vordergrund“, erklärt Jekle. „Damit dient die Nahrung auch der Gesunderhaltung. Denn wir möchten präventiv arbeiten und den Krankheiten der Menschen vorbeugen“, so Wrzesinski. Die funktionellen Lebensmittel können somit zur Gesundheitsprävention sowie -regeneration beitragen und auch die Kosten im Gesundheitsbereich senken.

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