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febit meldet Restrukturierung des operativen Geschäfts

Wie die febit aus Heidelberg am 23. Juni 2010 bekannt gab, wird sich das Unternehmen künftig auf die Entdeckung und Validierung von microRNA (miRNA)-Biomarker-Signaturen aus Blut sowie Partnerschaften und IP-Kommerzialisierung in diesem Bereich fokussieren. Die Neuausrichtung ist das Ergebnis einer Geschäftsentwicklung 2009/2010, in der sich der Bereich miRNA-Biomarker-Signaturen durch überproportionales Wachstum auszeichnete. Sie zielt auf die Zusammenarbeit mit Partnern aus der klinischen Forschung, Diagnostik- und Pharma-Industrie, denen febits Technologie in Form hochentwickelter Services und Kollaborationen zur Verfügung steht. febits Geniom® Plattfom wird künftig ausschließlich intern für die Produktion von febits hochwertigen humanen miRNA Biochips genutzt, um die Expertise im Bereich miRNA Biomarker Profiling ausbauen zu können. Diese Technologie zeigte vielversprechende Ergebnisse in mehreren Studien für die Diagnose von Krebs-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Multipler Sklerose. Mit der Restrukturierung des operativen Geschäfts geht eine Reduktion von febits personellen Ressourcen um ca. 60 Prozent einher.

Validierung eines Biomarker-Tests im Blut durch miRNA-Expression, gemessen durch RT-PCR. © febit
„Die Restrukturierung wird es febit erlauben, sich auf ihren erfolgreichsten Geschäftsbereich zu konzentrieren, der die Nanotechnologie mit der molekularen Diagnostik der Zukunft verknüpft“, sagte Prof. Christof Hettich, Aufsichtsratsvorsitzender der febit und Geschäftsführer von febits Hauptinvestor dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG. „Für Biotechnologie-Plattformen-Unternehmen ist eine Veränderung oft schwierig und erfordert manchmal einen Wechsel in Management, Strategie und operativem Geschäft. Unsere Entscheidung basiert auf der Analyse einer Vielzahl von Faktoren, und wir glauben, dass dies die beste Vorgehensweise für das Unternehmen und im Interesse der Gesellschafter ist.“ Als Teil der Restrukturierung trat Cord F. Stähler, Präsident und CEO bei febit, aus dem Vorstand zurück und wird künftig für Siemens Healthcare tätig sein. Dr. Hartmut Voss wird als neuer Co-CEO den Vorstand verstärken und das Unternehmen gemeinsam mit Co-CEO Jochen Kohlhaas führen, der auch weiterhin seine Funktion als CFO bei febit wahrnehmen wird. „Wir sind den Mitarbeitern sehr dankbar, die geholfen haben, febits Instrumentengeschäft erfolgreich zu entwickeln und unsere Genomic Services zu implementieren“, sagte Jochen Kohlhaas. „Die neue Strategie macht es notwendig, auf manche Fachkenntnisse zu verzichten und sich auf einen neuen Markt zu konzentrieren, der uns eine solide Möglichkeit bietet, im Bereich diagnostisch relevante miRNA-Biomarker-Signaturen aus Blut eine wichtige Rolle zu spielen.“ Dr. Voss ergänzte: „Wir sind zuversichtlich, dass wir so Partnerschaften im Bereich klinische Forschung sowie mit Diagnostik- und Pharma-Unternehmen fördern können, die daran interessiert sind, das Potenzial von miRNA-Biomarker-Signaturen zur frühzeitiger Diagnose schwerwiegender Erkrankungen zu erschließen und beispielsweise für die Differentialdiagnostik und Medikations- oder Krankheitsverlaufs-Monitoring mit Hilfe von febits Technologie durchzuführen.“ Zurzeit ist Dr. Voss außerdem als Berater für die dievini Hopp BioTech holding GmbH Co. KG und als Chief Business Officer bei Life Biosystems GmbH tätig. Zuvor war er Mitgründer von Lion Bioscience, wo er als wissenschaftlicher Vizepräsident fungierte.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/de/fachbeitrag/pm/febit-meldet-restrukturierung-des-operativen-geschaefts/