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ILM - Organisationsstruktur und Kompetenzen

Analog zu seiner thematischen Entwicklung war das ILM bisher in die Bereiche (1) Medizin, (2) Messtechnik und (3) Dentaltechnologie (DTZ) gegliedert. Die Bereiche wurden jeweils von einem Leiter geführt. Entsprechend den thematischen Anforderungen haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Kernkompetenzen in den Bereichen herausgebildet: in der Medizin die Mikroskopie und die Biologie, in der Messtechnik die Photothermik, in der Dentaltechnik die Gewebeoptik und die Geräteentwicklung.

Mit dem Wechsel in der Institutsleitung wurden alle Bereichsleiterfunktionen vakant. Dies bot die Gelegenheit, die gewachsene Struktur des Instituts grundlegend zu verändern. Die neue, im Januar 2008 umgesetzte Organisationsform ist in Abbildung 1 dargestellt.

Organisationseinheit ist die von einem Gruppenleiter geführte Kompetenzgruppe. Die beiden Gruppen „Geräte- und Komponentenentwicklung“ – mit dem überwiegenden Teil der ingenieurswissenschaftlichen Kompetenz - und „Applikationsforschung“ – mit dem Schwerpunkt auf physikalische Experimente – arbeiten bei der Neuentwicklung von Geräten und Applikatoren eng zusammen und bilden den Entwicklungsbereich des Instituts; in diesen sind auch die mechanische und elektronische Werkstatt eingegliedert.

Wesentliche Teile der früheren industriellen Messtechnik, speziell die photothermische Messtechnik, wurden mit allen am ILM etablierten Temperatur- und Oberflächenmessverfahren, den Oberflächenmodifikationsverfahren sowie mit den entsprechenden Simulationsverfahren in die Gruppe „Oberflächenprüfung und -modifikation“ zusammen-geführt. Die Gruppe „Materialoptik und optische Bildgebung“ wurde unverändert aus dem DTZ überführt und bildet nun für das gesamte Institut eine der wichtigen Querschnittsfunktionen. Analoges gilt für die Gruppe „Mikroskopische Applikationen und Spektroskopie“ des früheren Medizinbereichs. Die Biologiegruppe wurde mit der Berufung eines Gruppenleiters neu formiert; sie bündelt und erweitert die Kompetenzen in der Molekular-, Zell- und Mikrobiologie.

Abb.1: Organisation des ILM. © ILM

Geschäftsfelder / Kompetenzen

Die klinischen Aktivitäten sind nach wie vor im Lasertherapiezentrum (LTZ) organisiert, hier wurden allerdings der medizinische, insbesondere dermatologische, und der zahnmedizinische Teil der Ambulanz organisatorisch vereinigt.

Durch diese Struktur werden die bestehenden Kompetenzen gebündelt und Überschneidungen minimiert. Indem sich Mitarbeiter verschiedener Gruppen je nach inhaltlichen Anforderungen an Projekten beteiligen, können nun komplexe Systemlösungen, z. B. von der Simulation und Applikationsforschung bis zur Geräteentwicklung und klinischen Prüfung, in maximaler Qualität „aus einer Hand“ angeboten werden.

Kompetenzen des ILM. © ILM

Unter den einschlägigen Forschungsinstituten besitzt das ILM mit dem Lasertherapiezentrum ein Alleinstellungsmerkmal. Das LTZ wird zum Teil in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm betrieben. Dies sichert seine akademische Anbindung. Daneben gibt es Raum für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte, Laserverfahren zu erproben. Dieser Bezug auch zum Praxisbetrieb erlaubt dem ILM ein sehr weites Spektrum an Studien, das neben dem klinischen Ergebnis auch Fragen zum Patientenkomfort oder der Akzeptanz durch den behandelnden (Zahn)Arzt mit einschließt.

Ein weiteres „Markenzeichen“ des ILM ist seine für Forschungsinstitute große Kompetenz in der gerätetechnischen Umsetzung von Ergebnissen. Diese Kombination aus Wissenschaft und Geräteentwicklung wird auch durch die zwei stellvertretenden Insti-
tutsleiter abgebildet.

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