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Sofortprogramm für MINT-Absolventen

Der Ministerrat gibt grünes Licht für das Sofortprogramm für MINT-Absolventen. Laut Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg schafft das Sofortprogramm neue Perspektiven für junge Ingenieure und Naturwissenschaftler.

© BIOPRO/Bächtle

"Mit dem MINT-Sofortprogramm schaffen wir neue Perspektiven für Hochschulabsolventinnen und -absolventen der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Bis zu 500 junge Ingenieure und Naturwissenschaftler können ab Herbst dieses Jahres ein Jahr lang an einer Landeshochschule arbeiten und sich in wissenschaftlichen Projekten weiter qualifizieren. Das Land stellt dafür bis zu 9 Millionen Euro in den Jahren 2009 und 2010 zur Verfügung. Das Programm stärkt zugleich den Technologietransfer an den Hochschulen und sichert der Wirtschaft das notwendige Potenzial an Fachkräften“. Dies sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am Dienstag (18. August 2009) in Stuttgart. Zuvor hatte der Ministerrat grünes Licht gegeben für ein Sofortprogramm zur Beschäftigung von MINT-Absolventen im Wissenschaftsbereich.

Programm reagiert auch auf Wirtschaftskrise

„Mit dem Programm reagieren wir auf die Wirtschaftskrise, die derzeit viele Unternehmen zur Zurückhaltung bei der Neueinstellung von Personal veranlasst. Zugleich tragen wir dem Umstand Rechnung, dass wir langfristig mehr Fachkräfte im Bereich der MINT-Fächer brauchen“, erklärten Oettinger und Frankenberg.

Die Landesregierung habe das Wissenschaftsministerium beauftragt, das vom Innovationsrat Baden-Württemberg in seiner Sitzung am 21. Juli 2009 angeregte Programm zu konkretisieren und umzusetzen.

Programm mit Beteiligung der Wirtschaft

Mit dem Programm unterstütze das Land Beschäftigungsverhältnisse an baden-württembergischen Universitäten und Fachhochschulen unter Beteiligung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit je bis zu 18.000 Euro jährlich, sagte Minister Frankenberg. Gefördert würden Beschäftigungsverhältnisse in einem Umfang von 50 Prozent für maximal ein Jahr. Die Wirtschaft solle sich im Rahmen von konkreten Projekten an dem Programm beteiligen, z.B. durch Einsatz von Personalmitteln zur Aufstockung der Beschäftigungsverhältnisse oder durch die Bereitstellung von Infrastruktur. Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen sei Voraussetzung für eine Förderung aus dem Programm. Über die Umsetzung des Programms solle eine Rahmenvereinbarung zwischen Landesregierung, Hochschulen und Wirtschaftsverbänden abgeschlossen werden.

Wissenschaftsminister Frankenberg: „Wir werden jetzt die Einzelheiten festlegen und das Programm zügig ausschreiben. Ich bin zuversichtlich, dass das Programm bei der Wirtschaft breiten Anklang findet und von vielen Unternehmen unterstützt wird. Im kommenden Jahr werden wir auf Basis der Arbeitsmarktlage und der Erfahrungen mit dem Programm über eine mögliche Verlängerung und Ausdehnung entscheiden“.

Die Gesamtkosten für das Programm betragen bis zu 9 Millionen Euro. In Höhe von 2,5 Millionen Euro sollen Mittel des Innovationsrates eingesetzt werden, die den Bedarf für 2009 (2,25 Millionen Euro) decken. Ab dem Jahr 2010 sollen Landesmittel eingesetzt werden, die im Staatshaushaltplan 2010/2011 etatisiert werden.

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