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"Es gehört immer ein wenig Blauäugigkeit dazu"

Das Biotechunternehmen CureVac aus Tübingen arbeitet an einer neuen Tumortherapie auf Basis von RNA-Molekülen. Dr. Ingmar Hoerr, einer der CureVac-Gründer, berichtet im Interview mit Christoph Bächtle, welche Hürden das junge Unternehmen überwinden musste und welche Entscheidungen für den Erfolg erforderlich waren. Am Anfang der Unternehmensgeschichte stand aber etwas ganz anderes – eine gehörige Portion Zufall.

Was brachte Sie auf die Idee, ausgerechnet RNA therapeutisch zu nutzen?

Das ergab sich im Lauf meiner Doktorarbeit und ich bin aus Zufall darauf gestoßen. Ich habe in einem Immunisierungsexperiment die RNA als Negativkontrolle genommen. Die RNA hätte während des Experiments abgebaut werden sollen, sodass sie nicht als Impfstoff hätte verwendet werden können. Es hat aber geklappt, ich konnte eine Immunantwort messen und das machte die Sache interessant. Ich dachte mir, dass man der Sache auf den Grund gehen müsste. Da ich aber bereits am Ende meiner Doktorarbeit stand, überlegte ich mir, wie es weitergehen konnte. Ich habe mich dann dafür entschieden, das Ganze in die Klinik zu bringen, also zu kommerzialisieren. Dafür braucht man allerdings Geld.

Das heißt, der pure Zufall hat der Gründung von CureVac auf die Sprünge geholfen?

Ingmar Hoerr: "Für uns war der Reiz, ein Biomolekül nutzbar zu machen, das von der Wissenschaft sozusagen vergessen wurde." © BIOPRO/Bächtle

Ja, eigentlich schon. Ohne jetzt vermessen zu sein, aber es ist häufig so, dass interessante Dinge durch Zufall entdeckt werden. Penicillin war ja auch so ein Fall. Ohne das gleichstellen zu wollen – man kann die Dinge nicht immer planen, sondern muss einfach ein waches Auge haben. Ich dachte zunächst, ich hätte die Kontrollen vertauscht, also beim Experiment Fehler gemacht, habe es aber nochmal gemacht und konnte die Ergebnisse bestätigen. Dann hat ein Laborkollege das Experiment wiederholt. Am Ende war es dann wirklich so, dass diese RNA, die wir hergestellt hatten, als Impfstoff taugen kann.

Von der biologischen Aufgabe der RNA, nämlich Informationen zu übertragen, hin zur Idee, sie therapeutisch einzusetzen, ist es ein weiter Weg. Was hat Sie so sicher gemacht, dass Ihre Idee prinzipiell funktionieren und auch ein Unternehmen tragen kann?

Es ist natürlich immer herausfordernd, wenn man denkt, man macht eine bahnbrechende Entdeckung bei einer Sache, die eigentlich nicht hätte funktionieren sollen. Die Natur hat eigentlich nur drei Biomoleküle parat: die Proteine, die DNA und die RNA. Die Proteine sind in aller Munde, ganz viele Krebsmedikamente basieren auf Proteinen. Fast jedes Biotechnologie-Unternehmen arbeitet in irgendeiner Weise auf Proteinbasis.

Die DNA ist das Erbmaterial und sie kommt als Therapeutikum eher nicht in Frage. Sie ist zu stabil, es ist in lebenden Systemen sehr bedenklich mit ihr umzugehen. Die ganze Gentherapie, wie wir sie in den 90er-Jahren hatten, ist heute kaum mehr existent, weil die Risiken einfach zu hoch sind.

Die RNA ist das Informationsmolekül, das von der DNA zu den Proteinen führt, also eine Art Brief, der versendet werden kann, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Für mich war irgendwie klar, dass die Natur mit der RNA noch ein Molekül zur Verfügung stellt, mit dem man arbeiten kann. Zu der Zeit war RNA noch was Exotisches. RNA stand noch nicht im Fokus von Wissenschaftlern oder Unternehmen. Das geschah erst nach der Jahrtausendwende, als die siRNA-Technologie sehr schnell aufkam, bei der man RNA verwendet, anders als bei unserer Technologie, um Gene auszuschalten und Proteinexpression zu reduzieren.

Für uns war der Reiz, ein Biomolekül nutzbar zu machen, das von der Wissenschaft sozusagen vergessen wurde.

Muss ein Gründer also, trotz aller Risiken, nur Vertrauen in seine eigene Idee und seine Vision haben?

Ich denke, es gehört immer ein wenig Blauäugigkeit dazu. Wenn man sich über alles Gedanken machen würde, das kommen könnte, dann würde man die Gründung nicht angehen. Als wir angefangen haben, waren wir alle Doktoranden mit einer halben Stelle. Wir haben uns gesagt, dass wir es versuchen, wenn wir nicht wesentlich Eigenkapital investieren müssen, was wir gar nicht konnten, weil wir schlicht keins hatten. Und wir wollten einfach schauen, wo die Sache hinläuft.

Es ist also auch ein Experiment gewesen, das muss man ganz klar sagen. Wir hatten schnell Geschmack gefunden an der Gründung und dann folgte ein Automatismus. Man ist fasziniert von der Sache, man sieht Probleme, von denen man manche lösen kann. Eine große Herausforderung ist die Finanzierungsrunde. Wenn man der Typ ist, der sich daran festbeißen kann, dann wir es mit der Zeit immer schwieriger zu sagen: ,Ich lass es jetzt‘. Dann gibt es erste kleine Erfolgserlebnisse, die einen antreiben, dann kommen die ersten Mitarbeiter und man übernimmt Verantwortung für Arbeitsplätze. Spätestens dann ist es kein Experiment mehr.

Bei uns ist die Gründung eher eine unbewusste Entscheidung gewesen. Wir sind durch die tägliche Arbeit, durch die Faszination und durch den Aufgabenkatalog reingerutscht. Auf einmal waren wir ein Unternehmen und konnten gar nicht mehr zurück.

Die Voraussetzung für Ihre Idee ist eine funktionierende Plattform für die Stabilisierung der RNA, die Produktion und die Handhabung der Moleküle. Sie hatten somit zu Beginn gleich zwei Baustellen: Die Entwicklung der Plattform und die Erforschung des therapeutischen Ansatzes. War das nicht ein bisschen viel Holz, das gleich zu Beginn gehackt werden musste?

Da gebe ich Ihnen völlig Recht und das ist einem zu Beginn gar nicht so ganz klar. Als wir 2000/2001 angefangen haben, gab es in der Biotechnologie-Szene Kapital. Ich möchte fast etwas plakativ sagen: Die Investoren sind bei vielen Gründungen Schlange gestanden. Wir wollten uns zu diesem Zeitpunkt aber erst einmal sicher sein, dass unser Ansatz überhaupt funktioniert und noch weitere Experimente machen. Nachdem wir selbst zufrieden waren, war der Markt bereits zusammengebrochen. Als wir um 2002 mit unserer Technologie an den Kapitalmarkt gehen wollten, war es auf einmal extrem schwer. Da sind wir an unsere Grenzen gestoßen und es wurde zum Krimi, weiter voranzukommen.

2000 und 2001 waren Technologie-Plattformen ganz wichtig, jeder Investor wollte eine Plattform haben, die man ausbauen konnte. Dann kam aber der Schwenk hin zu produktgetriebenen Unternehmen, die Produkte sehr schnell auf die Straße bringen und man sehr schnell Umsatzrechnungen aufstellen konnte. Wir waren aber ein Plattform-Unternehmen. Wir hatten die Vielseitigkeit, das RNA-Molekül in allen möglichen Indikationen und Variationen einsetzen zu können, zum Beispiel bei relativ vielen Krebsarten. Wir mussten diese Vielseitigkeit auf ein Produkt reduzieren und haben dann damals beschlossen, uns auf das Melanom, den schwarzen Hautkrebs zu fokussieren. Auf einmal waren wir ein produktgesteuertes Unternehmen und haben unseren Businessplan entsprechend umgeschrieben.

Gab es Herausforderungen, die typisch für CureVac waren, also vielleicht in der Technologie liegen, die Sie nutzen?

CureVac's neuartiger Krebsimpfstoff basiert auf modifizierten mRNA-Molekülen. © CureVac

Unser ganz wesentliches Problem war, dass wir ‚first in class’ waren. Es gab keinen Maßstab, keinen Gradmesser, wir waren die einzigen, die auf RNA setzten. Die typischen Totschlagargumente von vielen potenziellen Risikokapitalgebern waren: ‚Wenn eure Idee so toll ist, warum ist noch kein anderer bei euch investiert, warum seid ihr selbst und eure Professoren nicht nennenswert investiert und warum gibt es noch kein anderes Unternehmen, zum Beispiel in den USA, das diesen Ansatz verfolgt?’

Somit wollte 2002/2003 keiner auf Basis von Laborversuchen an einen Erfolg in der klinischen Testung glauben. Damals hat jeder nur Me-too-Strategien verfolgt, also in bekannte Systeme wie in den Antikörper XY zu investieren, in den bereits ein bekannter Investor eingestiegen war. Man hat sich einfach an andere Investoren drangehängt. Wenn dann aber ein exotisches RNA-Unternehmen kommt und sagt, ‚wir hätten da noch was ganz Tolles, das sonst keiner macht’, dann war das damals völlig chancenlos. Für Gründer bedeutet das: Wenn man eine Technologie hat, dann muss man diese in Beziehung zu bestehenden Technologien setzen, die die Investoren kennen.

Das heißt, dass ein Konkurrent am Markt einem nützen kann, weil dessen Erfolg letztlich die Investoren überzeugt?

Phasenweise ist das so. Um 2000 herum, wo, sagen wir es deutlich, die Gier am Markt geherrscht hat, wo jeder noch auf irgendeine innovative Technologie mit aufspringen wollte, wäre es als Unternehmen vielleicht ganz gut gewesen, auf das Einzigartige zu setzen. Damals hätte es einem vermutlich geholfen, zu sagen, dass man etwas ganz Neues hat, das noch unbesetzt ist, wo noch keiner eingestiegen ist. Danach hat jedoch die Angst vor Fehlinvestitionen Oberhand genommen und das ist vielleicht in etwas geringerer Ausprägung bis zum heutigen Tag so.

Nun ist es wichtig, dass man positive Beispiele am Markt zitiert und aufzeigt, dass man einen großartigen wirtschaftlichen Erfolg zustande bringen kann. Man muss diese Technologie analysieren, die entscheidenden Schnittstellen und Meilensteine in anderen Unternehmen herausarbeiten und mit den eigenen Plänen korrelieren. Dann entsteht eine Kausalitätskette, die es dem Investor leichter macht, die Hintergründe der Technologie und den geplanten Weg zum Erfolg zu verstehen. Das kann Kapitalgeber überzeugen.

Gibt es dafür ein Beispiel?

Ein Fall ist die siRNA-Technologie, die um die Jahre 2001, 2002 aufkam. Da gab es ein deutsches Unternehmen namens Ribopharma mit Sitz in Kulmbach. Ribopharma war damals sicher eines der innovativsten Unternehmen weltweit, hatte aber extreme Finanzierungsprobleme. Weil sich in Europa keine nennenswerte Finanzierungsrunde aufbauen ließ, musste sich Ribopharma vom US-amerikanischen Unternehmen Alnylam aufkaufen lassen. 2008 hat Alnylam mit Takeda Pharma eine Kooperation über eine Milliarde Dollar für die nichtexklusive Nutzung der RNAi-Technologieplattform, welche auf Arbeiten aus Kulmbach zurückgeht, abgeschlossen.

Das ist so ein Beispiel, das man als Benchmark für unsere Technologie nehmen könnte. Ohne nun vermessen zu sein, auch wir haben eine Technologie, die eigentlich ganz unerwartete Sachen kann, wie die RNAi-Technologie und wie sie Wege zu neuen Therapieansätzen aufzeigt. Wie unsere Technologie befindet sich auch die siRNA noch in der Entwicklung, steckt wie wir in der klinischen Phase und hat bislang noch kein Therapeutikum auf den Markt gebracht.

Man kann ableiten, welches die kritischen Punkte waren und aus welchen Gründen Alnylam oder Takeda ihre Investitionen gemacht haben. Wenn man das auf unser Unternehmen runterbricht, hat man eine Linie, die es einem Investor leichter macht zu verstehen, warum unsere Meilensteine so konstruiert sind wie wir sie haben. Es ist ein bisschen so wie bei der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus. Diejenigen, die nach Kolumbus rübersegelten, sind auf seinen Spuren gesegelt, haben versucht, den Kurs von Kolumbus einzuhalten und sind erstmal nicht weiter nördlich oder südlich gereist.

Ein Name, der häufig bei Investitionen in Biotechnologie-Firmen fällt, ist der Name Dietmar Hopp. Brauchen wir mehr Dietmar Hopps oder sind die Rahmenbedingungen bereits gut für Gründer?

Die Tübinger CureVac GmbH eröffnet mit ihrer RNActive®-Technologie neue Wege. © CureVac

Die Finanzierung ist immer das Hauptthema. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass gerade Rote Biotechnologie, also der therapeutische Ansatz, nicht von heute auf morgen aus dem Boden wachsen kann. Da braucht es einen langfristigen Finanzierungshorizont, und zwar so langfristig, dass man zumindest Daten aus der Klinik hat, die ein Pharmaunternehmen überzeugen mitzugehen.

Spätestens wenn es in die klinische Prüfung geht, muss man sich der weltweit bestehenden regulatorischen Gesetzgebung unterwerfen. Ganz egal, ob man Roche heißt, Novartis oder CureVac – es gilt für alle das Gleiche. Es gibt für Biotechnologie-Unternehmen keine andere Möglichkeit als mitzuschwimmen. Das ist jedoch sehr teuer. Anders bekommt man aber den sogenannten Proof of Concept, also den Nachweis, dass ein therapeutischer Ansatz im Menschen prinzipiell funktioniert, nicht hin. Insgesamt ist das also eine kapitalintensive Angelegenheit und darin liegt das große Problem.

Wir haben die Möglickeit, die Anschubfinanzierung zum Beispiel über den High-Tech-Gründerfonds hinzubekommen, um auf einer ersten Stufe erst mal Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Um die zweite Raketenstufe zu zünden, fehlen dann aber häufig die Mittel. Damit besteht die Gefahr, dass viele Dinge, die angestoßen worden sind und die sich auf einem guten Weg befinden, nicht weiterverfolgt werden können, weil der Investor der zweiten Runde fehlt.

Ich sehe es als ein großes Problem, dass sich vermehrt große Investoren wie 3i aus der Biotechnologie zurückziehen. Die Bereitschaft, in eine Zukuftstechnologie wie die Biotechnologie zu investieren, ist nicht so groß, wie sie sein sollte. Ich glaube, dass man zurzeit einen großen Fehler macht. Der Zug rollt gerade an und da kann man als Investor, wenn man auf eine mittel- bis langfristige Investition setzen möchte, zu besten Konditionen reinkommen. Die deutschen Unternehmen sind zum jetzigen Zeitpunkt absolut günstig und viele suchen händeringend nach Finanzierungen. Die Biotechnologie braucht Investoren, die in dieser Phase einsteigen.

CureVac hat eine recht komfortable Situation, weil Ihre Plattformtechnologie bereits geeignet ist für Dienstleistungen und somit Umsätze liefern kann. Oder stand für Sie das Pharmageschäft stets ganz oben auf der Wunschliste?

Die Frage ist, was uns als Unternehmer antreibt. Es ist ja nicht das Unternehmertum per se, das uns antreibt, obwohl es interessant und spannend ist. Wir hatten eine Zeit lang, von 2003 bis 2006, eine servicegetriebene Sichtweise. Aber uns blieb damals nichts anderes übrig, denn wir mussten uns schlicht über Wasser halten. Wir haben Service gemacht, RNA-Produkte verkauft, meistens ohne zu wissen, was damit letztlich geschieht. Parallel haben wir aber auch versucht, unsere Therapeutika-Entwicklungen auf kleiner Flamme weiterzukochen. Ich denke, keiner aus dem CureVac-Management hätte eine Mehrheit dafür gefunden, dass wir nur noch Biotechnologie-Service machen.

Was mich und auch meine Kollegen antreibt ist, dass wir aus dieser RNA-Technologie, die wir erarbeitet haben, ein Therapeutikum entwickeln wollen. Wir wollen diese Technologie den Leuten nicht länger vorenthalten, sondern wollen dafür gerade stehen, dass sie beim Patienten ankommt.

Daher kann man der Begriff ‘komfortabel’ bewerten wie man will. Hätten wir das Geld aus dem Servicegeschäft auf einem Tagesgeldkonto geparkt und mit angezogener Handbremse weitergemacht, dann hätten wir heute eine komfortable Situation, über die wir sehr langfristig finanziert wären. Das war jedoch nicht unser Ziel. Wir setzen viel Kapital ein, um den Proof of Concept für unseren Therapieansatz hinzubekommen.

Im CureVac-Vorstand gibt es auffallend viele Mitglieder, die neben einem naturwissenschaftlichen Studium auch noch ein MBA-Studium absolviert haben. Wie wichtig sind für High-Tech-Gründer solche Weiterbildungen, die weit über das eigene Fachgebiet hinausgehen?

So eine Weiterbildung hilft einem schon weiter, besonders dann, wenn man die Wissenschaftsebene verlassen will. Man möchte mehr bewirken als nur im Labor zu stehen. Man will die Schnittstelle sein zwischen Labor und Anwendung und muss eben wissen, dass bei uns alles markt- und finanzgesteuert ist. Außerdem wollte ich wissen, worüber ich eigentlich schreibe, wenn ich einen Businessplan aufstelle. Ich will nicht einfach abschreiben und das Kürzel ROI irgendwo reinschreiben, wenn ich nicht weiß, was es bedeutet. Da fiel die Entscheidung, mich in diesem Bereich zu professionaliseren.

Inhaltlich darf man so eine Weiterbildung nicht überschätzen. Ich denke, es ist egal, wo man sein Wissen herbekommt, man kann das auch über Lehrbücher erreichen. Was mir am meisten gebracht hat, war nicht das, was ich ursprünglich wollte, nämlich die harten Fakten, sondern die sogenannten Soft Skills. Beim MBA ist man kunterbunt durchmischt – Ingenieure, Naturwissenschaftler, Betriebswirtschaftler, Juristen. Mit diesen völlig unterschiedlichen Leuten zusammenzuarbeiten, in Fallstudien verschiedene Lösungsansätze zu entwickeln und zu sehen, dass Leute andere Sichtweisen und andere Ansätze haben, war sehr hilfreich.

Ebenfalls wichtig war die Arbeit im Team. Naturwissenschaftler sind wohl eher Eigenbrötler, die häufig ihre Probleme selbst lösen. Zu erkennen, dass man Fachwissen auch woanders gewinnen kann, ist ganz wichtig, und es färbt auch ab auf Aufgaben im eigenen Unternehmen. Zum Beispiel wenn es darum geht, im Unternehmen die richtigen Leute zu installieren. Das ist zurzeit eine meiner Hauptaufgaben bei CureVac, nämlich dafür zu sorgen, dass die richtigen Leute die richtigen Sachen machen. Es geht darum, Menschen nach ihren Stärken einzusetzen und nicht darum, Schwächen auszuradieren oder gar Schwächen zu Stärken auszubauen. Das waren für mich wesentliche Punkte, die ich aus diesem MBA-Studium rausgezogen habe.

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