zum Inhalt springen
Powered by

Eurofins GeneScan - Unerwünschten Zutaten auf der Spur

Ist mein Supermarkt-Reis gentechnisch verändert? Die entsprechende Kennzeichnung eines Lebens- oder Futtermittels ist in den Staaten der EU Pflicht, kommt ein Hersteller ihr nicht nach, darf er seine Ware nicht verkaufen. Wie aber stellen Produzenten sicher, dass ihre Lieferungen frei von Beimengungen aus unerwünschten genetisch veränderten Organismen sind? Die Freiburger Firma Eurofins GeneScan GmbH ist der Ansprechpartner der Wahl.

Der europäische Kunde möchte wissen, was er isst. Deshalb müssen Hersteller von Lebens- oder Futtermitteln in der EU seit dem Jahr 2000 genaue Aufklärungsarbeit leisten. Enthalten ihre Produkte mehr als 0,9% genmanipulierte Bestandteile, muss ein entsprechendes Etikett auf die Verpackung. Nicht zugelassene genetisch veränderte Organismen (GVO) dürfen sich nicht einmal in Spuren in den Cornflakes, im Sojaöl und in anderen Lebensmitteln wiederfinden. Es liegt daher im Interesse der Hersteller, ihre Produkte oder Rohstoff-Lieferungen genaustens zu analysieren. Die meisten von ihnen verfügen aber weder über das nötige Knowhow noch über die kostspielige Ausrüstung. „Und genau deshalb bedarf es eines Dienstleistungsanbieters, der spezialisiert ist auf diese besondere Analytik“, sagt Andreas Wurz, Biologe und Geschäftsführer der Freiburger Eurofins GeneScan GmbH.

Ein maßgeschneiderter Service

Die Eurofins GeneScan GmbH analysiert, ob die Produkte ihrer Kunden unerwünschte genetische Rückstände enthalten. Sie ist schon seit 15 Jahren im Geschäft und damit eines der ersten Unternehmen, das erkannte, welche Rolle DNA-Analysen im Lebens- und Futtermittelbereich spielen könnten. Seit 2004 gehört der seit 1996 als GeneScan GmbH firmierende DNA-Spezialist der Gruppe Eurofins an, einem Zusammenschluss von über 100 global operierenden Laboren, die die unterschiedlichsten Kompetenzen im Bereich der Analyse von biologischen Produkten anbieten. „Unser Freiburger Angebot ist inzwischen sehr spezialisiert“, sagt Andreas Wurz. „Wir testen hauptsächlich, ob die uns gelieferten Proben DNA von genetisch manipulierten Organismen enthalten.“ In diesem spezifischen Bereich erfüllen die Labore im BioTechPark Freiburg allerdings hohe Standards und decken ein breites Spektrum an Fragestellungen ab.
Durch DNA-Tests stellen die Experten der Eurofins GeneScan GmbH fest, ob Lebensmittel Spuren von genetisch verändertem Erbgut enthalten (Foto: Eurofins GeneScan GmbH)
Wendet sich etwa eine Maismühle, ein Saatguthersteller oder eine Großbäckerei an die Freiburger Experten, dann beraten diese den Kunden zunächst darüber, welche Analysen im Einzelfall notwendig sind. Muss zum Beispiel lediglich festgestellt werden, ob eine Lebensmittellieferung überhaupt genetisch manipuliertes Erbgut enthält, dann reicht ein so genanntes Screening aus. Hierbei wird mittels einer Polymerase-Ketten-
reaktion (PCR) die in der Probe enthaltene DNA vervielfältigt, die für GVOs typische, häufig verwendete Bereiche enthält. Enthält die Probe keine Spuren eines solchen Erbguts, dann liefert die PCR auch keinen Vervielfältigungserfolg und der Kunde kann die Verunreinigung durch die bekannten genetisch manipulierten Organismen ausschließen. Fällt die Analyse hingegen positiv aus, sind im Einzelfall spezifische Nachweise eines bestimmten oder mehrer bestimmter GVOs notwendig. Dann wenden die Analytiker andere PCR-Methoden an und suchen nach sehr spezifischen DNA-Abschnitten. Schließlich können sie im Anschluss auch eine quantitative Analyse vornehmen und feststellen, wie groß der Anteil einer Verunreinigung ist. „Wir verfügen über ein großes Portfolio an Lösungen“, sagt Andreas Wurz. „Jeder Kunde wird maßgeschneidert beraten und bedient.“

Bis zu 500 Proben täglich

Bis zu 500 Proben analysiert das Labor der Eurofins GeneScan GmbH täglich (Foto: Eurofins GeneScan GmbH)
Jede angelieferte Probe durchläuft einen genau definierten Weg durch die Freiburger Labore. Zunächst wird das Probenmaterial zerkleinert, dann die darin enthaltene DNA aufgearbeitet und schließlich auf unterschiedliche Weisen getestet. Verschiedene Sicherheitsmaßnahmen sorgen dafür, dass alles reibungslos verläuft. Die einzelnen Schritte der Analyse werden zum Beispiel von einem als Laborinformations- und Management-System (LIMS) bezeichneten Computersystem kontrolliert und zum Teil gesteuert. Dieses intelligente und jederzeit modifizierbare Programm bietet dem Analytiker für jede Probe ein spezielles Vorgehen an. „Ein solches automatisiertes und standardisiertes Vorgehen ist für uns lebensnotwendig“, erklärt Andreas Wurz. „Pro Tag durchlaufen im Durchschnitt 100 verschiedene Proben unser Labor, manchmal bis zu 500, und einige davon müssen noch am selben Tag analysiert werden. Damit die Laborprozesse sicher und effizient ablaufen können, muss das System jederzeit fehlerfrei arbeiten.“
Zur Philosophie der Eurofins GeneScan GmbH gehört es aber auch, einen hohen Qualitätsstandard zu garantieren. Damit zum Beispiel etwaige Kontaminationen der empfindlichen DNA-Proben mit zerstörerischen Enzymen vermieden werden, gilt in jedem der Labore eine für den jeweiligen Arbeitsschritt angepasste Hygienebestimmung. Die Geräte, die Methoden und die Mitarbeiter unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle. Jeder Arbeitsschritt wird überprüft und kann komplett rückverfolgt werden, so sieht es die EU-Richtlinie DIN EN ISO/IEC 17025 vor, die ein Qualitätssiegel für Analysen darstellt. „Diese kompromisslose Qualitätssicherung ist für uns das wichtigste Gut“, sagt Andreas Wurz. „Sie ist der Grund, warum wir auf diesem Markt seit 15 Jahren hervorragend bestehen.“

Zukunftsweisende Entwicklungen

Mit diesem praktischen Bausatz kann ein Lebensmittelhersteller bequem im eigenen Betrieb testen, ob sein Produkt DNA von GVOs enthält (Foto: Eurofins GeneScan GmbH)
Ein weiterer Grund sind die sogenannten Analyse-Kits, die die Eurofins GeneScan GmbH neben dem stationären Service anbietet. In kleinen portablen Päckchen finden sich alle Bestandteile für eine schnelle DNA-Analyse. Diese Bausätze erlauben dem Kunden schnelle Tests im eigenen Betrieb oder auf dem Feld. Die Eurofins GeneScan GmbH entwickelt sowohl die Kits als auch die Analyse-Methoden im Labor ständig weiter, denn immer neue GVOs gelangen in den globalen Markt. Die Erfahrungen in diesem Bereich stehen dem Kunden darüber hinaus auch in Form eines individuellen Methodenentwicklungsservice zur Verfügung: Das Unternehmen entwickelt im Kundenauftrag maßgeschneiderte DNA-basierte Analysemethoden und Kits beispielsweise für Prozesskontrollen in der Biotech-Industrie.

mn – 14.07.08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Weitere Informationen:
Andreas Wurz
Geschäftsführer
Eurofins GeneScan GmbH
Engesserstr. 4
79108 Freiburg
Tel.: ++49-(0)761/5038 114
Fax: ++49-(0)761/5038 211
E-Mail: a.wurz@genescan.com
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/eurofins-genescan-unerwuenschten-zutaten-auf-der-spur