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Fachgutachter besuchen Spitzencluster

Am 18. Juli waren die Fachgutachter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in der Region des Spitzenclusters „Medizintechnik und Gesundheit - Tuttlingen/Neckar-Alb“ zu Gast. Sie besuchten die Orte, an denen die Leitprojekte des Clusters umgesetzt werden sollen.

Nächster Schritt im Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF: Die beiden Fachgutachter Prof. Dr. Helmut Ermert vom Institut für Hochfrequenztechnik der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode vom Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik der RWTH Aachen informierten sich vor Ort über den Spitzencluster „Medizintechnik und Gesundheit - Tuttlingen/Neckar-Alb“. Begleitet wurden sie von Dr. Karin Lohmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Claudia Herok vom BMBF.

Struktur, Management, Forschung

Die Wissenschaftstour führte von Reutlingen über Tübingen und Hechingen nach Tuttlingen. Am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen präsentierte Prof. Dr. Hugo Hämmerle das Leitprojekt „Biologisierung in der Medizintechnik“. Des Weiteren informierte BIOPRO-Geschäftsführer Dr. Ralf Kindervater über das Spitzenclusterkonzept und die Organisationsstruktur. Markus Götz, ebenfalls von der BIOPRO Baden-Württemberg, stellte die Methoden des Clustermanagements vor.

In Tübingen ist auch das Leitprojekt „MedCare Tech PoinT“ (PoinT – Patienten- und personalorientierte innovative Technologien) angesiedelt. Kern des Projekts ist der Experimental-OP, der am 14. Juli 2008 eröffnet wurde. Dr. Paul-Stephan Mauz, Vorstand des „Experimental-OP & Ergonomie“ demonstrierte, welche Möglichkeiten dieses neue Simulations- und Testlabor der medizintechnischen Forschung eröffnet.

Medizintechnik-Experte gibt Einblick

In Hechingen stellte Lars Sunnanväder in seinem Vortrag „Gründungsdynamik“ einige Medizintechnikfirmen vor. Der Medizintechnikunternehmer Sunnanväder ist seit mehr als 30 Jahren aktiv und kennt das Medizintechnikumfeld bestens. Fünf seiner in Hechingen ansässigen Firmen, namentlich Translumina, CardioBridge, NovaLung, JOLINE und Jotec, zeigten in einer kleinen Ausstellung ihre innovativen Produkte.
In Hechingen stellten Experten aktuelle Medizintechnikprodukte und Anwendungen vor. (Foto: LS medcap)
In Hechingen stellten Experten aktuelle Medizintechnikprodukte und Anwendungen vor. (Foto: LS medcap)

Bürokratieabbau als Standortfaktor

In Tuttlingen, der letzten Station der Begehung, berichtete Guido Wolf, Landrat des Landkreises Tuttlingen und Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, über die Chancen der aktuellen regionalen Entwicklung im Rahmen des Spitzenclusterwettbewerbs. Michael Guse vom Landkreis Tuttlingen erörterte die „MedCareTechPolicy“, ein Projekt, mit dem Stadt und Landkreis Bürokratiehürden in der Wirtschaftsförderung abbauen wollen.

Prof. Peter Anders, Hochschule Furtwangen, präsentierte den Gutachtern den MedCareTechCampus, ein Interaktionsprojekt von Universitäten, Hochschulen, und Weiterbildungseinrichtungen. Egon Warfia von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und Pauline Remmlinger von der BIOPRO informierten über das Applikationszentrum Medizintechnik. Abschließend wurde das Projekt „Akademie für Notfall- und Katastrophenmedizin“ vorgestellt, bei dem mit computergestützen Methoden der „virtual reality“ Katastrophenszenarien simuliert werden.

Entscheidung am 2. September

„Die Gutachter zeigten sich vor allem vom hohen Engagement der Firmen und der intensiven Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern der MedCare TechArea beeindruckt“, erklärte Dr. Ralf Kindervater. Ob ihr Bericht auch die Jury überzeugt, das wird sich am 2. September zeigen. Dann fällt die Entscheidung, welche Spitzenclusterregionen den Sprung in die Förderung schaffen. Doch zuvor werden die zwölf Spitzencluster-Aspiranten noch einmal gefordert sein: Sie haben am 1. September die Möglichkeit, ihre Konzepte vor der Jury zu präsentieren.

chb - 24.07.08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/fachgutachter-besuchen-spitzencluster