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Klassifizierung von Medizinprodukten

Namhafte Krankenhausorganisationen und Medizintechnik-Unternehmen haben sich entschieden, künftig den eCl@ss-Standard für die Klassifizierung von Medizinprodukten zu verwenden.

Jetzt steht den Nutzern das Release 6.0 des Klassifizierungssystems eCl@ss zur Verfügung. Wesentliche inhaltliche Neuerungen betreffen unter anderem das Sachgebiet 34, „Medizin, Medizingeräte, Medizintechnik, Life Science“. Einige Krankenhäuser wollen schon in diesem Jahr die Produktdaten ihrer Lieferanten in der vierstufigen eCl@ss-Struktur einfordern. Auch zwölf deutsche Universitätskliniken wollen künftig eCl@ss verwenden, so der BVMed.

Auf einem Treffen Ende 2007 in Berlin hatten Vertreter von Krankenhauseinkaufsgemeinschaften und Medizinprodukte-Unternehmen aus dem BVMed empfohlen, sich für die Zukunft auf die Verwendung des eCl@ss-Standards für die Klassifizierung von Medizinprodukten einzustellen. Kurzfristig müsste erreicht werden, dass die maßgeblichen Klassifizierungssysteme zueinander referenziert werden können, so dass sich der Aufwand der Anwender für die Bedienung mehrerer Standards so weit wie möglich reduziert. Ein zukünftiger nationaler Standard sollte wiederum mit einem anerkannten globalen Standard referenzierbar sein.

Anlass des Austauschs zwischen Lieferanten und Krankenhäusern waren insbesondere die rasche Fortentwicklung des Sachgebiets 34 „Medizin“ von eCl@ss-Standard sowie die Standardisierungs-Aktivitäten der Healthcare User Groups (HUG) der GS1 auf globaler und nationaler Ebene. Mitte des Jahres 2007 hatten deshalb die Mitglieder der Arbeitsgruppe „E-Standards“ im BVMed die beiden in Deutschland maßgeblichen Standards - GPI und eCl@ss - analysiert und die Anbieter beider Systeme aufgefordert zu kooperieren, um die gegenseitige Referenzierung der Systeme zu ermöglichen.

Das Gespräch mit Vertretern der maßgeblichen Krankenhaus-Einkaufsorganisationen über die Implementierung von Medizinprodukte-Klassifizierungssystemen im Oktober 2007 zeigte, dass sowohl Hersteller als auch Krankenhaus-Vertreter mit großer Mehrheit den eCl@ss-Standard als das System der Zukunft betrachten. Einigkeit bestand aber auch darüber, dass in nächster Zeit weitere Standards, wie GPI und ATC, bedient werden müssen. Es wird auch davon ausgegangen, dass GPI weiterhin die Basis für die Statistiken der IMS Health bleiben wird.

Angesichts der globalen Aktivitäten der GS1 HUG wird es nun auch darum gehen, den nationalen Standard durch Referenzierbarkeit zu einem globalen Standard zukunftsfähig zu machen.

Quelle: BVMed - 15.05.08
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/klassifizierung-von-medizinprodukten