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Telemonitoring, eine besondere Form der Telemedizin

Chronisch Kranke wünschen sich nichts sehnlicher, als in den eigenen vier Wänden zu bleiben, von dort aus betreut zu werden und weitgehend selbstbestimmt zu leben. Durch telemedizinische Maßnahmen kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Die AnyCare GmbH in Stuttgart bietet individuelle, bedarfsorientierte Telemonitoring-Versorgungsprogramme an, die eine medizinische Fernbetreuung ermöglichen.

Telemonitoring, eine Form der Telemedizin: Der Patient bekommt seine Fragen von einem medizinischen Experten-Team beantwortet. © AnyCare GmbH

Aus der Sicht eines chronisch erkrankten Patienten ist die „häusliche Betreuung“ ein Wunsch, der ganz oben ansteht. Dank Telemedizin geht dieser Wunsch für viele Patienten in Erfüllung. Besonders strukturschwache, ländliche Regionen, die eine geringe Ärztedichte aufweisen, profitieren besonders davon. Die Telemedizin ist eine betreuende Maßnahme, bei der der Patient im Mittelpunkt steht. Um ihn herum bedient ihn ein Team aus kompetenten Fachexperten. Dazu gehören Fachärzte, Ernährungsberater und Therapeuten. Dadurch erhält der Patient bequem und schnell Zugang zu Wissen rund um sein Krankheitsbild. Gleichzeitig werden unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden, was deutlich Kosten einspart. Der Patient richtet sich telefonisch mit seinen Fragen an ein interdisziplinär aufgestelltes Experten-Team. Diese werden automatisch an den verantwortlichen Experten delegiert und fachgerecht beantwortet.

Der Patient erhält ein auf ihn zugeschnittenes Telemonitoring, um den Umgang mit seiner Erkrankung nach und nach zu erlernen. Dies beeinflusst den weiteren Krankheitsverlauf positiv, wodurch Folgeerkrankungen häufig verhindert werden können. Das spart nicht nur Kosten, sondern garantiert dem Patienten eine höhere Lebensqualität. Die AnyCare GmbH, ein Stuttgarter Dienstleistungsunternehmen, hat diese Marktlücke - mit Telemonitoring „nah am Patienten behandeln“ - für sich entdeckt und bietet für verschiedenste Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Diabetes, Gestationsdiabetes, Hypertonie und COPD individuelle, bedarfsorientierte Telemonitoring-Versorgungsprogramme an.

Wie funktioniert Telemonitoring?

Telemonitoring macht die medizinische Versorgung qualitativer und effizienter: Patient, AnyCare und Ärzte sind fortlaufend im gegenseitigen Austausch. © AnyCare GmbH
Beim Telemonitoring der AnyCare GmbH stehen der Patient, das Medizinische ServiceCenter und der behandelnde Arzt im kontinuierlichen Austausch miteinander (s. Abbildung). Der Patient erhält abhängig vom Krankheitsbild ein telemedizinisches Gerät. Ein Patient, der an einer Herzinsuffizienz leidet, muss sein Gewicht regelmäßig kontrollieren und erhält dazu eine telemedizinische Gewichtswaage. Ein Diabetes-Patient erhält ein Blutzuckermessgerät, um seine Blutzuckerwerte zu messen, während ein Patient, der unter COPD leidet, ein Peak-flow-Meter erhält, mit welchem die Geschwindigkeit bestimmt werden kann, mit welcher der Betroffene Luft aus der Lunge blasen kann. Diese Geräte nutzen die Patienten zur täglichen Bestimmung ihrer Vitalparameter zu Hause. Bei an Herzinsuffizienz erkrankten Patienten kommt es beispielsweise schnell zu kurzfristigen Wasseransammlungen im Körper, welche unter anderem einen schnellen Gewichtsanstieg begünstigen. Die telemedizinische Waage kann dies zeitnah registrieren und gewährleistet zusätzlich den automatischen Eingang der Information bei AnyCare, da der Patient neben dem Messgerät, welches in der Regel mit einem Bluetooth-Modul oder einer SIM-Karte ausgestattet ist, zusätzlich über ein Übertragungsgerät verfügt. Für die Übertragung der Werte werden außerdem ein Tablet-PC und ein Smartphone benötigt. Die bei AnyCare eingegangenen Werte werden dann von Ärzten überprüft. Wird ein Grenzwert überschritten, nimmt das Medizinische ServiceCenter schnellstmöglich Kontakt mit dem Patienten auf und bespricht mit ihm Möglichkeiten, um die Werte wieder zurück in den Normalbereich zu bringen. Neben der Überprüfung der Vitalparameter erhält der Patient schriftliche Informationsmaterialien, welche er sich in Ruhe zu Hause ansehen und verinnerlichen kann. Zudem werden alle Patienten in eine engmaschige telefonische Betreuung durch medizinisches Personal einbezogen, mit dem Ziel, den Patienten zu mehr Therapietreue zu motivieren. Das bedeutet beispielsweise, dass der Patient seine Medikamente regelmäßig einnimmt, seinem Diätplan folgt, mehr Bewegung in seinen Alltag integriert, sich regelmäßig mit seinem Arzt oder Therapeuten bespricht, und seinen Lebensstil entsprechend anpasst. Dadurch können die gewünschten Therapieerfolge eher erreicht werden. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Betroffene, die das Telemonitoring nutzen, sich im Alltag sicherer fühlen. Deshalb ist die Abbrecherquote, die AnyCare verzeichnet, außerordentlich gering.

Ein Gewinn für Patienten, Arzt und Krankenkassen

Monitoring der Vitalparameter: Der Patient misst sein Gewicht, welches automatisch an die medizinische Zentrale von AnyCare weitergeleitet wird. © AnyCare GmbH

Die AnyCare GmbH konnte mit Hilfe von Telemonitoring-Maßnahmen die Krankenhausaufenthalte von teilnehmenden Patienten um 40 Prozent reduzieren. Was macht Telemonitoring so erfolgreich?

Ein entscheidender Aspekt ist sicherlich die Nähe zum Patienten. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass der Patient durch ein individuell auf ihn zugeschnittenes Coaching begreift, dass er durch seine aktive Teilnahme den Verlauf seiner Erkrankung positiv beeinflussen kann. Sind die ersten Erfolge erreicht, wie etwa eine geringe Gewichtsreduktion, hat dies bereits einen positiven Einfluss auf die Stoffwechsellage. Dies wiederum verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Kommt es dagegen zu einer Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes, helfen telemedizinische Kriseninterventionsgespräche. In Notfällen bestellt AnyCare den Krankenwagen und organisiert den Krankentransport für den Patienten.

Telemonitoring ist dann erfolgreich und hat sein Ziel erreicht, wenn es dem Patienten gelingt, seine Krankheit alleine von zu Hause aus zu managen. Dafür muss zunächst das Bewusstsein beim Patienten geschärft werden. Dies ist ein Prozess, den jeder Patient durchlaufen muss. Gelingt ihm dies, wird er in vielerlei Hinsicht belohnt. Da beim Telemonitoring die Maßnahmen bereits präventiv ansetzen, reduzieren sich für die Krankenkassen in vielen Bereichen die Kosten. Individuelle Telemonitoring-Versorgungsprogramme der AnyCare GmbH werden von Krankenkassen aktiv gefördert und sind auch dort von interessierten Teilnehmern zu beantragen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/telemonitoring-eine-besondere-form-der-telemedizin