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Verhandlungen zum EU-Budget: Einsparungen in der Forschungförderung?

Am 22. und 23. November 2012 wollen die Regierungen der europäischen Mitgliedsstaaten bei einem Sondergipfel in Brüssel über das EU-Budget der nächsten sieben Jahre verhandeln. Dabei wird auch ein Finanzplan zur Forschung in Europa festgelegt. Nobelpreisträger befürchten nun drastische Kürzungen im Bereich der Wissenschaft und wenden sich in einem offenen Brief an die Verantwortlichen. Eine Online-Petition wurde eingerichtet.

„Wenn die Mittel für exzellente Forschung reduziert werden, geht auch die Zahl der am besten ausgebildeten Forscher zurück“, so der Apell eines offenen Briefes an die Staats- und Regierungschefs Europas, der von 42 Nobelpreisträgern und fünf Trägern der Fields-Medaille unterzeichnet wurde. „Forschungsförderung auf europäischer Ebene ist ein Katalysator für die effizientere Verwendung unserer Ressourcen und verstärkt nationale Budgets in effektiver Weise. Diese EU-Mittel sind daher besonders wertvoll. Ihr Einsatz hat bewiesen, dass damit wesentliche Vorteile für die europäische Wissenschaft erzielt werden, deren Erträge in zunehmendem Maße der Gesellschaft zugute kommen. Darüber hinaus steigern sie die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas.“

Ende November wollen die Regierungschefs Europas den EU-Haushalt für die Jahre 2014 bis 2020 beschließen. Aufgrund der Finanzkrise in Europa scheinen Budgetkürzungen unvermeidlich.

Über die Teilnahme an der bereits eröffneten Online-Petition können Wissenschaftler Europas das Anliegen der Preisträger unterstützen und sich für den weiteren Ausbau europäischer Forschung aussprechen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/verhandlungen-zum-eu-budget-einsparungen-in-der-forschungfoerderung