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24.04.2017

Weltversuchstiertag

Anlässlich des Weltversuchstiertag am 24.04.2017 informiert die BIOPRO über dieses Thema. Allein in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahren jeweils bis zu 600.000 Tiere um die Wissenschaft verdient gemacht. Damit ihr Schmerz und Leiden zukünftig so weit wie möglich ausgeschlossen werden kann, arbeiten Forscher in aller Welt an innovativen Ersatzverfahren – vom Zellkulturmodell für Arzneimittelanalysen, über ein künstliches Blutgefäßsystem für Chemikalientest bis hin zu schnellen Computersimulationen für die Diabetesforschung.


06.11.2008

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt der darauf abzielt den Schutz von Tieren zu verstärken die in Übereinstimmung mit dem Tierschutzprotokoll der EU zu wissenschaftlichen Versuchszwecken eingesetzt werden.

06.11.2008

Eine Expertenkommission der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat sich auf eine neue tierversuchsfreie Prüfmethode zur Ermittlung reizender Eigenschaften von Fremdstoffen an der Haut geeinigt.

24.05.2010

Gemeinsam mit der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health Baltimore hat die Uni Konstanz das Center for Alternatives to Animal Testing - Europe CAAT-EU in Konstanz errichtet. Die transatlantische Kooperation hat zum Ziel neue und innovative Methoden zum Tierversuch-Ersatz zu etablieren mit vereinter Expertise zur menschenrelevanten verbraucherschützenden Sicherheitsprüfung beizutragen und als Kommunikationsplattform an einer globalen Verständigung um die Vereinheitlichung von Sicherheitstests teilzunehmen.

26.05.2010

Tierversuche sind für die Forschung weder wichtig noch nützlich sagt Silke Bitz. Die Freiburger Biologin arbeitet für Menschen für Tierrechte Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. und Ärzte gegen Tierversuche e. V.. Sie beklagt die Trägheit der Politik endlich den Weg zu einer tierversuchsfreien Forschung zu ebnen denn Studien über die Unzuverlässigkeit des Tierversuchs gibt es ihrer Ansicht nach viele.

11.02.2010

Das Trägermaterial stammt vom Schwein, alle zellulären Bestandteile werden aus humanen Biopsien isoliert. Mit dieser Kombination gelang Dr. Johanna Schanz vom Fraunhofer IGB das Meisterstück ihrer Doktorarbeit: ein funktionsfähiges System von Blutgefäßen innerhalb einer biologischen Trägerstruktur. Als Lebermodell für Medikamententests kann es helfen, Tierversuche zu vermeiden und wurde 2009 gleich zweimal mit Forschungspreisen ausgezeichnet.

24.05.2010

Wenn Forscher prüfen ob sich ihre im Reagenzglas gewonnenen Ergebnisse auf den lebenden Organismus übertragen lassen tun sie dies bevorzugt an Mäusen Ratten oder Kaninchen. Viele Fragen lassen sich auch an der Chorioallantois-Membran CAM des bebrüteten Hühnereis beantworten. Dieses alternative Modell kommt ohne Tierversuch aus liefert schnelle Ergebnisse kostet gerade mal einen halben Euro.

22.10.2012

Dass eine Chemikalie in einem Parfüm oder einer Handlotion keine Kontaktallergie der Haut auslöst muss laut EU-Gesetz spätestens ab 2013 ohne Tierversuche nachgewiesen werden. Prof. Dr. Stefan Martin von der Universitäts-Hautklinik Freiburg hat mit Kooperationspartnern nach Alternativen gesucht. Die Forscher haben den spezifischsten In-vitro-Test entwickelt der denkbar ist und wurden nun sogar vom Land Baden-Württemberg geehrt.

07.08.2013

Am 22. September 2010 wurde die neue EU-Tierversuchsrichtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates beschlossen welche nun im Februar 2013 in Deutschland mit dem neuen Tierschutzgesetz umgesetzt wurde. Diese gesetzlichen Regelungen haben Auswirkungen sowohl auf die Industrie als auch auf die Forschung. Während der letzten Jahre wurden immer mehr Alternativmethoden entwickelt die anstelle von Tierversuchen eingesetzt werden können. Dr. Nina Hasiwa Geschäftsführerin von AtaX-Advice - Alternatives to animal Xperiments in Konstanz erläutert im Interview mit Anna Weiß für die BIOPRO die Auswirkungen der EU-Richtlinie.

31.03.2014

Beim Atmen können nicht nur Sauerstoff, sondern auch Schadstoffe in die Lunge aufgenommen werden. Um herauszufinden, welche Auswirkungen diese Luftschadstoffe mit sich bringen, waren bislang Tierversuche nötig. Der Askea Feinmechanik GmbH aus Amtzell ist es nun zusammen mit der Cultex Laboratories GmbH gelungen, einen Zellkulturreaktor zur Untersuchung solcher Schadstoffe ohne Tierversuche zu entwickeln. Dieses Gerät kann die Auswirkung von Luftschadstoffen direkt an menschlichen Zellen oder auch Bakterien testen. Es kann beispielsweise zur Messung der Umwelt- und Arbeitsplatzatmosphäre oder in anderen Bereichen der Toxikologie eingesetzt werden.

17.05.2016

Parkinson, Alzheimer und Epilepsie sind drei prominente Beispiele für Erkrankungen des Nervensystems, bei denen intensiv nach neuen Wirkstoffen gesucht wird. Dr. Paolo Cesare vom NMI Reutlingen hat ein innovatives 3D-Testsystem für neuronale Wirkstoffe entwickelt, das ohne Tierversuche auskommt. 2015 wurde das MEAFLUIT-System preisgekrönt und erhielt den 1. Preis im Science2Start-Ideenwettbewerb der BioRegion STERN.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/weltversuchstiertag