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Zeiss rechnet nach gutem Halbjahr mit positivem Jahresabschluss

Der Optik- und Elektronikspezialist Carl Zeiss AG (Oberkochen) blickt trotz nachlassender Investitionstätigkeit der Halbleiterindustrie optimistisch auf das Geschäftsjahr 2007/08 (30. September). Für das zweite Geschäftshalbjahr rechnet das Unternehmen mit einem verlangsamten Wachstum im stärksten Unternehmensbereich der Halbleitertechnik, dessen Umsätze nach Unternehmensangaben die des Vorjahres erreichen dürften. In den ersten sechs Monaten (bis 31. März 2008) habe dieser Umsatz noch um 16 Prozent auf 610 Mio. Euro zugelegt.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Konzernumsatz von 1,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf fast 1,5 Mrd. Euro. Besonders in Asien und Europa konnte das Unternehmen Umsatzzuwächse erzielen. Selbst auf dem derzeit schwierigen amerikanischen Markt habe Zeiss ein Umsatzplus von sieben Prozent auf 256 Mio. Euro erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 28 Prozent auf 242 Mio. Euro (Vorjahr: 189 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten investierte Zeiss 161 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Damit setzt das Unternehmen elf Prozent des Umsatzes für die Erforschung neuer Technologien und Produkte ein. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind.

Portfolio gestärkt

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In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 hat das Unternehmen sein Portfolio weiter gestärkt: Die Medizintechniksparte von Carl Zeiss hat im Oktober 2007 das Implantatgeschäft der Acri.Tec® AG (Hennigsdorf) übernommen. Das Unternehmen ist Spezialist für Implantate für die Augenchirurgie. Die Akquisition sei ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau der Position in der Augenheilkunde gewesen, die neben der Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie eine der beiden tragenden Säulen des Geschäfts des Bereichs Medizintechnik sei. 322 Mio. Euro Umsatz (plus zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) erzielte in der ersten Geschäftsjahreshälfte der Unternehmensbereich Medizintechnik, der zum größten Teil aus der börsennotierten Carl Zeiss Meditec AG besteht.

Mit der Eröffnung des Carl Zeiss Advanced Imaging Centre Singapur – gemeinsam mit dem Unternehmensbereich Mikroskopie – sowie der Einweihung des Carl Zeiss Nano Solutions Centre in Peabody, Massachusetts (USA), habe der Unternehmensbereich seine Präsenz in Asien und Amerika gestärkt und den Service vor Ort ausgebaut: Kunden können die Systeme wie beispielsweise Rasterelektronenmikroskope oder das Helium-Ionen-Mikroskop Orion in den Demozentren testen.

Gleichzeitig zehn Fluoreszenzfarben

Vorstandschef Dr. Dieter Kurz: Unsere Halbjahreszahlen zeigen, dass wir auch 2007/08 auf einem guten Weg sind. (Foto: Zeiss)
Der Unternehmensbereich Mikroskopie erreichte im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 168 Mio. Euro (Vorjahr: 161 Mio. Euro). Ins Geschäftsjahr 2007/08 startete der Bereich mit mehreren neuen Produkten. Darunter das Fluoreszenzmikroskop LSM 710, das erstmals bis zu zehn Fluoreszenzfarben gleichzeitig abbilden kann. Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten für die biomedizinische Forschung. Dank hoher Empfindlichkeit können die Veränderungen in lebenden Zellen auf molekularer Ebene erforscht werden, die beispielsweise zu Schlaganfällen oder Alzheimer führen. In der Krebsforschung können mit dem LSM 710 die Mechanismen erforscht werden, die zur Zellteilung oder zum Wachsen eines Tumors führen.

Die Mitarbeiterzahl stieg zum Stichtag 31. März im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 12.844 Beschäftigte, davon arbeiten 65 Prozent in Deutschland. In den ersten sechs Monaten schuf das Unternehmen weltweit 360 neue Arbeitsplätze - mehr als die Hälfte davon in Deutschland. Derzeit sucht der Elektronikspezialist allein in Deutschland 100 neue Mitarbeiter.

Quelle: Carl Zeiss AG, 29.05.08 (wp, 04.06.08)
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/zeiss-rechnet-nach-gutem-halbjahr-mit-positivem-jahresabschluss