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Zwei Millionen für NMI-Ausbau

Für den Bau eines neuen Innovationsforums bewilligte das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) Fördermittel in Höhe von 2,078 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium, übergab in Stuttgart den Bewilligungsbescheid an den Leiter des NMI, Professor Hugo Hämmerle. Mit der Förderung will das im Technologiepark Tübingen/Reutlingen ansässige Institut seine seit Langem geplante Erweiterung realisieren.

Das NMI, das in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Innovationen im Life-Science-Bereich bekannt wurde, möchte mit der Erweiterung nicht nur seine Raumprobleme lösen. „Das NMI wird mit dem Projekt seine Stellung als Innovationsmotor für die vielen Unternehmen der Medizintechnik und Biotechnologie in der Region stärken“, so Dr. Hans Freudenberg.
Doktor Hans Freudenberg übergibt den Bewilligungsbescheid an Professor Doktor Hugo Hämmerle
Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium (links), bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides an Prof. Dr. Hugo Hämmerle, NMI (Foto: Wirtschaftsministerium)
Hugo Hämmerle betonte, dass das NMI bei dem Projekt auch auf die Unterstützung der Stadt Reutlingen bauen könne. Es ist geplant, dass ein städtischer Bauträger den Erweiterungsbau in Grundausstattung zur Anmietung für das NMI erstellt und das Institut den Anbau für seine forschungsspezifischen Belange ausbaut. Das NMI kann so seine anwendungsbezogenen Forschungsaktivitäten insbesondere in der Biomedizintechnik forcieren.

In dem Erweiterungsbau sollen zudem neben Büro- und Laborflächen auch Räume für ein Informations- und Weiterbildungszentrum für die Branche geschaffen werden. So seien mehrere Fach- und Fortbildungsveranstaltungen pro Jahr für interessierte Unternehmen der Branche geplant, so Professor Hugo Hämmerle.

Zudem wird das NMI durch den Ausbau noch stärker als bisher in die Lage versetzt, als Anbieter von Infrastruktureinrichtungen und Dienstleistungen insbesondere für die vielen kleineren Unternehmen der Branche in der Region aufzutreten.
Insbesondere werden wieder Flächen für eine Neubelebung des NMI-spezifischen Inkubatormodells frei, womit in den vergangenen Jahren erfolgreich Aus- und Neugründungen von Unternehmen der Branche – wie beispielsweise der Tetec AG - unterstützt wurden.

„Das Projekt kann auch dem erst kürzlich prämierten regionalen Medizintechnikcluster „MedCare TechArea“ sowie der Bioregion STERN wichtige Impulse geben“, erklärte Dr. Hans Freudenberg. Es erfülle auch in hervorragender Weise die Fördervoraussetzungen des EFRE-Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“, das sich vorrangig die Sicherung und den Ausbau der innovationsbasierten Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat. Schon mit seinen bisherigen Forschungserfolgen in der hochinnovativen Life-Science-Branche sei das NMI weit über den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg hinaus von Bedeutung.

Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftsministerium - 27.11.08
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/zwei-millionen-fuer-nmi-ausbau