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1,66 Mio. Euro Grundfinanzierung für das NMI

„Mit seinem Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut ein unverzichtbarer Partner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die aufgrund des hohen Kostendrucks keine eigenen Forschungskapazitäten vorhalten können, aber dennoch ständig neuen Anforderungen gerecht werden müssen", begründete Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Förderzusage am 24. März in Stuttgart.

Das NMI in Reutlingen betreibt wirtschaftsnahe Auftragsforschung und Entwicklung © NMI

Das NMI betreibt angewandte Forschung an der Schnittstelle zwischen Bio- und Materialwissenschaften und konzentriert sich dabei auf die Entwicklung marktfähiger Produkte und Verfahren in den Bereichen Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie. Arbeitsschwerpunkte des NMI sind die Entwicklung von Protein-Biochips, minimalinvasiven Instrumenten für die Chirurgie sowie von Biomaterialien für den Organ- und Knochenersatz.
Pfister: „Die hohe Nachfrage der Industrie nach den Forschungsdienstleistungen des NMI wird durch den außergewöhnlich hohen Anteil der Industrieeinnahmen an den Gesamteinnahmen des Instituts in Höhe von rund 40 Prozent eindrucksvoll dokumentiert. Das NMI unterstützt mit seinen Innovationen aber nicht nur Unternehmen beim Erhalt von Arbeitsplätzen, es fungiert auch als Keimzelle für neue High-Tech-Arbeitsplätze." So seien allein aus beziehungsweise zusammen mit dem NMI 9 neue Unternehmen gegründet worden, die sich in der Nachbarschaft (Technologiepark) niedergelassen haben. Hieraus seien bereits über 130 neue Arbeitsplätze entstanden, hob Pfister hervor.

Damit das NMI seine Aufgabe des schnellen und effektiven Technologietransfers auch in Zukunft erfolgreich erfüllen kann, müsse es Vorlauf- und Eigenforschung betreiben, also für die Wirtschaft relevante Technologietrends rechtzeitig erkennen, neue Technologiefelder erschließen und zum Transfer aufbereiten. Nur so könne sich das Institut neues transferierbares Know-how verschaffen. Pfister: „Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei. Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen ist wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg.“

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