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17. Jahrestagung baden-württembergischer Wirtschaftsförderer

Anlässlich der 17. Jahrestagung baden-württembergischer Wirtschaftsförderer wies Wirtschaftsminister Ernst Pfister unter anderem auch auf das Zukunftsprogramm Mittelstand sowie die hohe Bedeutung der Clusterpolitik für die Entwicklung des Landes hin. Geplant sei auch die Verbindung der Clusterpolitik mit Maßnahmen der Außenwirtschaftsförderung, des Standortmarketings und des Messewesens. Als Wachstumsfelder identifizierte Pfister die Bereiche erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Umwelttechnologien, Medizin und Gesundheit sowie Kreativwirtschaft.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister © Wirtschaftsministerium BW

Der Minister betonte in seiner Rede zum Thema „Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg“, dass beim Auftragseingang, der Industrieproduktion und dem Export in Deutschland nach den dramatischen Einbrüchen im Winterhalbjahr 2009 inzwischen eine Erholung sichtbar werde. Für ein stark von der Weltwirtschaft abhängiges Land wie Baden-Württemberg sei die Erholung der globalen Wirtschaft die Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Aufschwung.

Steuerfreie Forschungsförderung

Pfister sprach sich dafür aus, die geplanten Reformen insbesondere auch im Bereich der Steuerpolitik zügig umzusetzen: „Ich begrüße es sehr, dass zum 1. Januar 2010 die Substanzbesteuerung der Unternehmen verringert wird und rückwirkend ab Januar 2009 die Korrektur des Erbschaftssteuerrechts erfolgen soll. Auch die Reform der Einkommenssteuer halte ich für dringend erforderlich.“ Gut für das Innovationsland Baden-Württemberg sei, dass ab 2011 eine steuerfreie Forschungsförderung eingeführt werde.

Der Minister wies auch auf das Zukunftsprogramm Mittelstand hin, das die Landesregierung bereits Ende 2007 auf den Weg gebracht und inzwischen fortgeschrieben hat, um die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg zu stärken. Inhaltlicher Schwerpunkt dabei sei die massive Ausweitung von Bürgschafts-, Garantie- und Kreditprogrammen, die die Kapital- und Kreditversorgung insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen stützen. Mit den Förderprogrammen der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg sei das Land gut aufgestellt, so Pfister. Der Bürgschaftsrahmen des Landes wurde von 150 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro erhöht.

Clusterpolitische Aktivitäten werden ausgebaut

Ernst Pfister wies in seiner Rede zudem auf die hohe Bedeutung der Clusterpolitik für die Entwicklung des Landes hin: „Funktionierende Cluster, in denen Unternehmen zusammen mit Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Verbänden innovations- und mehrwertorientiert zusammenarbeiten, tragen ganz wesentlich mittel- und langfristig zur Standortverfestigung bei.“ Mit einem breit aufgestellten 2007 gestarteten „Cluster-Dialog“ mit Vertretern aus den Regionen und landesweiten Innovationsplattformen baut das Wirtschaftsministerium seine clusterpolitischen Aktivitäten bedarfs- und nachfrageorientiert weiter aus.

Wachstumsfelder erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Umwelttechnologien, Medizin und Gesundheit sowie Kreativwirtschaft

„Gerade in Zeiten dieser globalen Krise ist es zudem enorm wichtig, das Potenzial des Standortes Baden-Württemberg darzustellen und zu vermarkten“, erklärte der Minister. Die Attraktivität des Standortes für ausländische Investoren zeige sich daran, dass etwa 3.300 Unternehmen mit mehr als 20 Prozent ausländischer Beteiligung ihren Firmensitz im Land hätten. Mit Großveranstaltungen wie dem Creativity World Forum und der Messe Global Connect im kommenden Jahr wolle das Wirtschaftsministerium mit seinen Partnern vor allem in den Wachstumsfeldern erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Umwelttechnologien, Medizin und Gesundheit sowie Kreativwirtschaft auf das große Potenzial der Unternehmen im Land aufmerksam machen und auf die sehr gute Vernetzung hinweisen.

Für das Jahr 2010 hat das Wirtschaftsministerium derzeit rund 44 Auslandsmaßnahmen geplant. Vorgesehen sind Baden-Württemberg-Foren in Singapur, Indien, Saudi-Arabien und der Russischen Föderation. Ferner sind Messebeteiligungen in China, Indien, der Türkei, Ungarn, Tschechien und Bulgarien sowie Frankreich geplant. „Die verstärkte Ausrichtung an weltweiten Wachstumsmärkten, die stärkere Integration des wachsenden Dienstleistungssektors in der Außenwirtschaftsförderung und die Unterstützung insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte ist unser Ziel“, so Ernst Pfister abschließend.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/17-jahrestagung-baden-wuerttembergischer-wirtschaftsfoerderer