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2. Baden-Württembergisches Cluster-Forum

Auf dem 2. Baden-Württembergischen Cluster-Forum in Stuttgart zeichnete Wirtschaftsminister Ernst Pfister zwölf Preisträger des regionalen Clusterwettbewerbs aus. Darunter waren mit MedCare TechArea, BioPharMaXX und Green City auch die Bereiche Medizintechnik, Pharmazeutische Biotechnologie und die Umweltbiotechnologie vertreten.

Die zwölf Preisträger des regionalen Clusterwettbewerbs (Foto: Scharr / BIOPRO)
Die zwölf Preisträger des regionalen Clusterwettbewerbs (Foto: Scharr / BIOPRO)
"Das Thema Cluster führt Menschen aus ganz verschiedenen Winkeln des Innovationsgeschehens zusammen, weil sie überzeugt sind, dass sie miteinander mehr erreichen können als jeder für sich“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister anlässlich des 2. Baden-Württembergischen Cluster-Forums am 3. November im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. Das Forum wurde von der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan und dem baden-württembergischen Wirtschaftsminister eröffnet.

Im Rahmen des Forums zeichnete Wirtschaftsminister Ernst Pfister die zwölf Preisträger des regionalen Clusterwettbewerbs aus, die eine unabhängige Jury aus insgesamt 36 eingereichten Anträgen auswählte.

„Die ausgezeichneten Projekte kommen aus allen Regierungsbezirken des Landes und betreffen ein breites Spektrum an Branchen wie Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Verpackungstechnik, Biotechnologie, Automobil, Oberflächentechnologie, Energie/Umwelt und Nanotechnologie“, so Ernst Pfister. Die Preisträger haben nun die Möglichkeit, einen Antrag auf Förderung aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu stellen. Dafür stehen zunächst drei Millionen Euro für drei Jahre zur Verfügung.
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Der Clusterverbund "Medizintechnik und Gesundheit Tuttlingen/Neckar-Alb" mit seiner Dachmarke "MedCare TechArea" konnte sich als einer der zwölf Gewinner über die Auszeichnung freuen. (Foto: Scharr / BIOPRO)
Über den Nutzen von Clusterinitiativen für Unternehmen diskutierten im Rahmen des Cluster-Forums Experten aus verschiedenen Bereichen. In Workshops ging es um „Erfolgsfaktoren für das Management regionaler Cluster“, „Clusterwettbewerbe – Ein Instrument zur Mobilisierung von Clusterinitiativen“ und „Cluster als Instrument im internationalen Wettbewerb. Während der Veranstaltung präsentierten sich landesweite und regionale Clusterinitiativen in einer Begleitausstellung.
Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen betonte der Minister die Bedeutung einer nachhaltigen Innovationspolitik. Durch eine gezielte Förderung regionaler Vernetzungen von Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren unterstützenden Organisationen - regionaler Cluster - könne die Entwicklung von innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen unterstützt werden. Das Wirtschaftsministerium hat deshalb eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Cluster- und Vernetzungspotenziale gezielt zu fördern - eines davon ist der regionale Cluster-Wettbewerb.

„Die Clusterpolitik des Landes geht Hand in Hand mit dem Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung, der leistungsfähige Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Weg in die internationale Spitzengruppe unterstützen will“, so Ernst Pfister. Acht von bundesweit insgesamt 38 Anträgen kamen hier aus Baden-Württemberg. Fünf dieser acht Anträge kamen in die Schlussauswahl der ersten Förderrunde des Spitzencluster-Wettbewerbs. Auch in der Endausscheidung kamen zwei von fünf ausgewählten Projekten für die erste Förderrunde aus Baden-Württemberg. Die beiden prämierten Antragsinitiativen erhalten Bundesfördermittel von jeweils bis zu 40 Millionen Euro, die in gleicher Höhe durch private Mittel kofinanziert werden müssen. „Das ist eine hohe Auszeichnung für das innovative Potenzial unseres Landes. Unser Ziel ist es, zusammen mit dem Wissenschaftsministerium dazu beizutragen, dass auch in den beiden weiteren Förderrunden des Spitzenclusterwettbewerbs möglichst viele erfolgreiche Antragsinitiativen aus Baden-Württemberg kommen“, erklärte der Minister.

Wirtschaftsminister Ernst Pfister wies auf den erst kürzlich vom Wirtschaftsministerium herausgegebenen Cluster-Atlas Baden-Württemberg hin, in dem rund 130 im Land identifizierte regionale Clusterinitiativen vorgestellt werden. „Dieser Cluster-Atlas ist ein Beleg dafür, dass das Innovationspotenzial aus Wirtschaft und Wissenschaft über das gesamte Land verteilt ist. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal, um das andere unser Bundesland zu Recht beneiden und es ist Grundlage dafür, dass Baden-Württemberg nach wie vor die Innovationsregion Nummer eins in Europa ist“, erklärte der Minister.

Aus EU-Strukturmitteln wird nach Aussage von Ernst Pfister in den kommenden Jahren auch die Errichtung weiterer landesweiter Innovationsplattformen und Technologienetzwerke gefördert werden können.

Quelle: Pressemitteilung Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg - 03.11.08
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/2-baden-wuerttembergisches-cluster-forum