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2. Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF: MicroTEC Südwest hat überzeugt

Die Gewinner der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stehen fest. Der Juryvorsitzende Prof. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim GmbH und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan haben am 26. Januar in Berlin bekannt gegeben, welche der zehn Finalisten des hochdotierten Wettbewerbs bei der Umsetzung ihrer Clusterstrategien gefördert werden. MicroTEC Südwest hat die hochkarätigen Jurymitglieder und Fachgutachter überzeugt.

Die Bekanntgabe der Gewinner der zweiten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bestätigt: MicroTEC Südwest gehört zur Spitzengruppe der deutschen Clusterlandschaft. Bei der Entscheidung zur ersten Runde im Herbst 2008 war MicroTEC Südwest ebenfalls unter den Finalisten, verfehlte aber knapp das Siegertreppchen. Mit der zweiten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb konnte der branchenübergreifende Technologiecluster wieder in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seine hohe Entwicklungsdynamik unter Beweis stellen und mit seiner nachhaltigen Strategie für Zukunftsmärkte und seiner einzigartigen Konzentration an Kompetenzen überzeugen. Mit dem Gewinn dieses Wettbewerbs und den damit verbundenen Fördermitteln beschreitet MicroTEC Südwest den Weg zur Spitze im Bereich der Mikrosystemtechnik. Das BMBF beteiligt sich zur Hälfte am Gesamtprojektvolumen von über 80 Millionen Euro. Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einem beträchtlichen Beitrag die infrastrukturellen Maßnahmen zum Ausbau des Clusters und des Clustermanagements. An den im Hauptantrag eingereichten 33 Verbundprojekten sind 116 Clusterakteure und -Partner beteiligt, davon Zweidrittel aus der Industrie.

Auf diesem Foto sieht man die Preisträger des Spitzenclusters mit der Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan.
Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan mit den Gewinnern des Spitzencluster-Wettbewerbs © BMBF

Für Deutschland eröffnet sich durch die Förderung von MicroTEC Südwest nicht nur die Chance, eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien international auszubauen, sondern auch nutzbringend in die wichtigsten Anwenderbranchen zu übertragen:
- Automobil
- Life Science / Medizintechnik
- Produktion / Maschinenbau
- Automation / Sensorik

Cluster-Leuchttürme

Der Cluster MicroTEC Südwest stellt zudem einen bedeutenden Technologielieferanten für andere Cluster dar, speziell für die, die sich ebenfalls am Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF beteiligt hatten. Mittelfristig werden insbesondere in den leitmarktorientierten Themenfeldern „Mobilität“ und "Gesundheit“ radikale Veränderungen und dadurch große Marktchancen für intelligente Mikrosystemlösungen erwartet. Entsprechend bündelt MicroTEC Südwest zunächst seine Kräfte in den beiden Leuchttürmen „Robuste und effiziente Sensorik“ mit dem Leitunternehmen Robert Bosch sowie „In-vitro-Diagnostik“ mit dem Leitunternehmen Roche Diagnostics.

Im Cluster-Leuchtturm „Robuste und effiziente Sensorik“ werden neuartige Sensoranwendungen für den Automobilbereich entwickelt. Diese Hochleistungssensoren sind die Grundvoraussetzung für die Entwicklung sauberer und ressourcenschonender Antriebstechniken sowie für die Erkennung von Lebewesen in warnenden Fahrassistenzsystemen. Sie leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs (und somit der Emissionen) - auch für kommende Hybridantriebe - sowie zur erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr (Halbierung der Todesopfer wird prognostiziert).

„In-vitro-Diagnostik“ (IVD) gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität des Patienten sowie der medizinischen Qualität und der Wirtschaftlichkeit seiner Behandlung beiträgt. Es wird geschätzt, dass eine Erhöhung der Ausgaben für In-vitro-Diagnostik um 1Prozent zu Einsparungen im Gesundheitssystem von 5 Prozent führen könnte. In Deutschland wären dies mehr als 10 Mrd. Euro/Jahr.

Erkenntnisse aus den Leuchttürmen werden in andere Anwendungen und Branchen des Clusters diffundieren. Als bedeutendster Wirtschaftszweig des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland bietet der Maschinenbau noch sehr große Potenziale für den durchgehenden Einsatz mikrosystemtechnischer Lösungen, z.B. bei In-situ-Sensorik, -Aktorik und -Prozessorik in integrierten Mikrosystemlösungen für die effizientere und ressourcenschonendere Produktion der Zukunft.

Der Gewinn von MicroTEC Südwest im Spitzenclustercluster-Wettbewerb bestätigt die exzellente Zusammenarbeit aller Clusterakteure sowie des Teams, das die Clusterstrategie ausgearbeitet und den Hauptantrag erstellt hat. Das Land Baden-Württemberg hat den Cluster MicroTEC Südwest bereits während der Antragstellung tatkräftig unterstützt.

Die nächsten Schritte

Jetzt beginnt die Antragsarbeit. Die bisher nur als Projektskizze eingereichten Anträge werden als sogenannte Vollanträge für das BMBF umgesetzt und eingereicht. Das ist noch viel Arbeit, aber Arbeit, die sich lohnt. Nach Abgabe der Anträge beginnt operativ die spannendste Phase: der Ausbau des Clusters MicroTEC Südwest zur internationalen Spitzenposition.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/2-runde-im-spitzencluster-wettbewerb-des-bmbf-microtec-suedwest-hat-ueberzeugt