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Apogenix stärkt Patentschutz seines klinischen Wirkstoffkandidaten APG101

Apogenix GmbH, ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neuartige Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Entzündungserkrankungen entwickelt, gab heute die Ausweitung des Patentschutzes für seinen am weitesten fortgeschrittenen klinischen Wirkstoffkandidaten APG101 bekannt. Zwei Patente wurden dem Unternehmen kürzlich durch das Europäische Patentamt erteilt. Das erste schützt APG101 als Substanz. Die gewährten Ansprüche des zweiten Patents umfassen die medizinische Nutzung der CD95-Ligand-Inhibitoren, wie z.B. APG101, für die Behandlung zerebraler Erkrankungen. Beide Patente haben eine Laufzeit bis 2024.

„Apogenix hat hiermit seine IP-Position für APG101 bedeutend ausgeweitet
und gestärkt“, so Dr. Thomas Höger, Geschäftsführer der Apogenix GmbH.
„Die Patente erhöhen sowohl den Wert dieses Projekts als auch dessen
Attraktivität für potenzielle Lizenzpartner.“

APG101 ist ein humanes, lösliches Fusionsprotein zwischen dem
extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil von IgG. CD95 ist
ein Rezeptor, der nach Aktivierung durch den CD95-Liganden (CD95L) eine
wesentliche Rolle bei der Einleitung von Apoptose oder dem invasiven
Wachstum von Tumorzellen spielt. APG101 bindet den Liganden, blockiert
somit die CD95L-vermittelten Signalwege und verhindert dadurch entweder
Apoptose oder invasives Zellwachstum. Demzufolge birgt APG101 ein
erhebliches therapeutisches Potenzial für Indikationen, bei denen die
Blockade von CD95L-vermittelter Apoptose bzw. Wanderung eine wichtige
Rolle beim Krankheitsgeschehen spielt.

Apogenix konnte bereits eine dosisabhängige Wirkung von APG101 in
Tiermodellen für Krankheiten nachweisen, die sich entweder durch ein
Übermaß an Apoptose (z.B. akute „Graft-versus-Host Disease“; aGvHD) oder
eine übermäßige Zellmigration (z.B. Glioblastoma multiforme; GBM)
auszeichnen. In einer Phase I-Studie mit gesunden Freiwilligen zeigte der
Wirkstoff bereits eine sehr gute Verträglichkeit. Der Beginn einer klinischen
Phase II-Studie zum Wirksamkeitsnachweis von APG101 in Glioblastom-
Patienten ist für 2010 geplant.

APG101 ist derzeit durch 7 Patentfamilien geschützt, die sowohl die
Zusammensetzung als auch dessen Anwendung in verschiedenen
Indikationen umfassen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/apogenix-staerkt-patentschutz-seines-klinischen-wirkstoffkandidaten-apg101