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Apogenix startet klinische Phase-II-Studie mit APG101

Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH gab am 25. Januar den Beginn der klinischen Phase-II-Studie mit seinem am weitesten fortgeschrittenen Produkt APG101 zur Behandlung von Glioblastomen bekannt. Der erste Patient wird seit Dezember 2009 am Universitätsklinikum in Heidelberg behandelt.

In der offenen, randomisierten und kontrollierten Studie werden Patienten mit erstem oder zweitem Rezidiv des Glioblastoma Multiforme (GBM) behandelt.
Die Studie wird bis zu 83 Patienten in circa 20 Studienzentren in Europa umfassen. Die Patienten werden entweder kombiniert mit APG101 plus Strahlentherapie oder ausschließlich mit Strahlentherapie behandelt.

Dr. Harald Fricke, Chief Medical Officer © Apogenix GmbH

Primärer Endpunkt der Studie ist das 6-monatige progressionsfreie Überleben (PFS6). Sekundäre Endpunkte umfassen das Gesamtüberleben, die Sicherheit und Verträglichkeit von APG101 sowie Parameter zur Ermittlung der Lebensqualität der Patienten.

„APG101 blockiert das invasive Wachstum des Tumors und greift damit in den entscheidenden malignen Prozess ein, der für die Prognose der Erkrankung maßgebend ist. Wir hoffen, dass wir mit APG101 die therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung des GBM grundlegend verbessern können", sagte Dr. Harald Fricke, Chief Medical Officer der  Apogenix GmbH. „Ziel der derzeitigen Phase-II-Studie ist es, im Jahr 2011 einen klinischen Wirksamkeitsnachweis für APG101 zu erbringen."

Der Leiter der klinischen Studie Prof. Wolfgang Wick (Klinische Kooperationseinheit Neuroonkologie des Deutschen Krebsforschungszentrums und Abteilung Neuroonkologie des Universitätsklinikums Heidelberg) ergänzte: „Wir sind sehr erfreut über die schnelle klinische Umsetzung dieser neuen, innovativen therapeutischen Behandlungsmöglichkeit für Glioblastom-Patienten. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Parteien (Apogenix GmbH, Deutsches Krebsforschungszentrum, DKFZ, und Nationales Tumorzentrum, NCT) ist beispielhaft für die effektive Umsetzung von wissenschaftlicher Grundlagenforschung in die klinische Anwendung."

Über die laufende Studie hinaus plant Apogenix weitere Phase-II-Studien mit APG101, z.B. zur Verhinderung der akuten „Graft-versus-Host Disease", einer bedrohlichen Immunreaktion, die nach einer Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen eines Fremdspenders auftreten kann.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/apogenix-startet-klinische-phase-ii-studie-mit-apg101