zum Inhalt springen
Powered by

Ausgaben und Drittmitteleinnahmen der Hochschulen im Land steigen

Die Ausgaben der Hochschulen in Baden-Württemberg sind laut Statistischem Landesamt 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen. Die Personalkosten stellten dabei den größten Anteil der Ausgaben dar. Aber auch die Drittmitteleinnahmen der staatlichen und privaten Universitäten gingen in die Höhe und machten bis zu zwei Drittel der gesamten Einnahmen der Hochschulen aus. Die deutsche Forschungsgesellschaft ist dabei der größte Drittmittelgeber.

Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der jährlichen Hochschulfinanzstatistik mitteilt, betrugen die Ausgaben der staatlichen und privaten Hochschulen1) in Baden-Württemberg im Jahr 2011 insgesamt rund 3,4 Milliarden (Mrd.) Euro. Damit sind die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 241 Millionen (Mill.) Euro bzw. um 7,5 Prozent gestiegen. Mit 2,4 Mrd. Euro bzw. einem Anteil von 69,5 Prozent wurde dabei der Großteil der Hochschulausgaben von den neun Universitäten des Landes getätigt. Die laufenden Ausgaben der Hochschulen beliefen sich im Jahr 2011 auf insgesamt rund 2,9 Mrd. Euro, wovon 2,1 Mrd. auf die Personalausgaben entfielen. Die Personalausgaben stellten damit auch den größten einzelnen Ausgabeposten dar und machten 62 Prozent der gesamten Hochschulausgaben aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Personalausgaben der Hochschulen um 112 Mill. Euro bzw. 5,6 Prozent. Die Investitionsausgaben betrugen im Jahr 2011 rund 515 Mill. bzw. 14,9 Prozent aller Ausgaben der Hochschulen und haben sich damit um 25 Mill. Euro (+ 5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Bei staatlichen Hochschulen machen Drittmittel den "Löwenanteil" der Einnahmen aus

Die Einnahmen2) der Hochschulen sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr um fast 103 Mill. bzw. 9,8 Prozent auf rund 1,1 Mrd. Euro angestiegen. Wie das Statistische Landesamt im Rahmen der jährlichen Hochschulfinanzstatistik feststellt, beliefen sich die Drittmitteleinnahmen der staatlichen und privaten Hochschulen3) in Baden-Württemberg im Jahr 2011 auf insgesamt rund 774 Millionen (Mill.) Euro. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von gut 79 Mill. Euro bzw. 11,4 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2000 haben sich die Drittmitteileinahmen damit mehr als verdoppelt (2000: 367 Mill. Euro). Dabei machten bei den staatlichen Hochschulen die Drittmitteleinnahmen in Höhe von 767 Mill.Euro den »Löwenanteil« von fast 72 Prozent ihrer gesamten Einnahmen aus. Dies bedeutet einen Anstieg ihrer Drittmittel zum Vorjahr von 85 Mill. Euro bzw. 12,5 Prozent. Bei den privaten Hochschulen gingen die Drittmitteleinnahmen hingegen um 6 Mill. Euro bzw. um 44 Prozent auf lediglich gut 7 Mill. Euro zurück und waren damit von untergeordneter Bedeutung. Für die privaten Hochschulen waren hingegen die Beiträge der Studierenden in Höhe von rund 45 Mill. Euro die bedeutendste Einnahmeart. Die Drittmitteileinnahmen machten im Jahr 2011 gut zwei Drittel aller Einnahmen der Hochschulen aus (ohne Einnahmen vom Träger). Auf die neun Universitäten des Landes entfielen dabei mit 698 Mill. Euro – wie in den Jahren zuvor – rund 90 Prozent der gesamten Drittmittel. Die übrigen Hochschulen des Landes konnten 2011 zusammen 69 Mill. Euro an Drittmitteln einwerben (8,9 Prozent).

Deutsche Forschungsgemeinschaft mit Abstand wichtigster Drittmittelgeber

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als größter Drittmittelgeber überwies im Jahr 2011 mit rund 305 Mill. Euro erstmals mehr als 300 Mill. Euro an die Hochschulen im Land. Das sind rund 39 Prozent der 2011 insgesamt gewährten Drittelmittel und 31 Mill. Euro (+ 11,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Zweitwichtigster Drittmittelgeber war wie in den letzten Jahren der Bund4), der seine Drittmittelzahlungen 2011 deutlich um rund 38 Mill. Euro (+ 26,1 Prozent) auf insgesamt gut 183 Mill. Euro erhöhte. Die gewerbliche Wirtschaft5) unterstützte 2011 die heimischen Hochschulen mit Drittmitteln in Höhe von 121 Mill. Euro (2010: 118 Mill. Euro).

1) Ohne Hochschulkliniken. Private Hochschulen einschließlich kirchlicher, kommunaler und sonstiger Hochschulen.
2) Im Folgenden immer ohne Einnahmen vom Träger.
3) Ohne Hochschulkliniken. Private Hochschulen einschließlich kirchlicher, kommunaler und sonstiger Hochschulen.
4) Einschließlich Bundesagentur für Arbeit.
5) Einschließlich sonstige nicht-öffentliche Bereiche.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/ausgaben-und-drittmitteleinnahmen-der-hochschulen-im-land-steigen