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Baden-Württemberg Stiftung beschließt neue Programme in Höhe von 41,8 Mio. Euro

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner Sitzung am 20. Dezember 2010 Programme in Höhe von 41,8 Mio. Euro beschlossen. Damit wird die Stiftung auch im kommenden Jahr ihre Tätigkeit in den Bereichen Forschung, Bildung und Soziale Verantwortung weiter ausbauen. Im Bereich Forschung wird unter anderem die internationale Spitzenforschung gefördert, und das mobile Genlabor „BioLab on Tour“ darf weitere zwei Jahre durchs Ländle rollen.

Ministerpräsident Stefan Mappus, der dem Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung vorsteht, betonte: „Die Baden-Württemberg Stiftung leistet Großartiges für die Menschen in unserem Land und ich bin sehr zufrieden mit ihrer Entwicklung. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind natürlich noch immer spürbar, aber die weitsichtige Anlagestrategie hat sich bewährt. Durch die langfristig ausgerichtete Geschäftspolitik der Baden-Württemberg-Stiftung können bereits 2011 wieder unterschiedlichste Projekte im Land mit über 40 Millionen Euro gefördert werden.“  

Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird für die Baden-Württemberg Stiftung zukünftig eine übergeordnete Rolle spielen. „Die Nachhaltigkeit prägt in allen Bereichen unsere Stiftungstätigkeit. Wir werden die neuen Projekte noch stärker unter dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung angehen. Damit übernehmen wir Verantwortung für kommende Generationen und leisten einen wichtigen Beitrag, in dem wir die Bürgerinnen und Bürger des Landes für das Thema sensibilisieren“, sagte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.  

"Mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 2,2 Mrd. Euro zählt die Baden-Württemberg Stiftung zu den größten Stiftungen in Deutschland. Dank der ausgewogenen und weitsichtigen Strategie im Bereich der Vermögensverwaltung können auch in Zukunft alle beschlossenen Projekte sicher finanziert werden", sagte der für den Vermögensbereich der Stiftung zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Die vom Aufsichtsrat beschlossene Ausschüttung verteilt sich auf die drei Schwerpunktfelder Forschung, Bildung und Soziale Verantwortung.

Forschung: Nanotechnologie, internationale Spitzenforschung, COACHING4FUTURE, mikromakro und BioLab on Tour

Im Bereich Forschung wird sich die Baden-Württemberg Stiftung 2011 weiter auf die Grundlagenforschung mit Anwendungsperspektive sowie die Nachwuchssicherung fokussieren. Auf Basis der Studie „Strategische Forschung“ stehen dabei Themen auf der Agenda, die aus wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive von besonderer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Landes sind. Dazu gehört das Thema „Nanotechnologie“, das im Programm „Kompetenznetz Funktionelle Nanostrukturen“ Berücksichtigung findet. Dafür wurden 6 Mio. Euro bewilligt. Für zwei weitere zukunftsweisende Programme zur Robotik und zur Internationalen Spitzenforschung in Baden-Württemberg stellte der Aufsichtsrat insgesamt 5,5 Mio. zur Verfügung.  
Die von der Baden-Württemberg Stiftung zur Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) initiierten Programme „COACHING4FUTURE“ sowie „mikromakro“ werden aufgrund der großen Nachfrage 2011 fortgeführt. Dafür wurden insgesamt 2,65 Mio. Euro bewilligt. Das Bildungsnetzwerk „COACHING4FUTURE“ bietet Schülerinnen und Schülern zielgerichtet Informationen zu MINT-Studiengängen und MINT-Ausbildungsberufen in Baden-Württemberg. Darüber hinaus ermöglicht die zugehörige Internetplattform Kontakte zu Unternehmen und Hochschulen im Land. Im Erfinderprogramm „mikromakro“ sind bereits 160 Erfindergruppen aktiv, rund 100 zusätzliche Gruppen sollen 2011 hinzukommen. Das mobile Genlabor „BioLab on Tour“ informiert landesweit an Schulen und im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen über moderne Lebenswissenschaften und Biotechnologie. Es wird für zwei weitere Jahre in Baden-Württemberg unterwegs sein und Experimente unter wissenschaftlicher Anleitung ermöglichen. Für die Fortführung wurden 2 Mio. Euro bereit gestellt.

Bildung: Baden-Württemberg-STIPENDIUM, Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM gehört zu den größten Austauschprogrammen in Deutschland. Es dient der Stärkung des internationalen Austausches von Studierenden, Berufstätigen und Schülern auf vielen Ebenen. Um das Programm in seinen sechs Linien zu festigen und die interkulturellen Kompetenzen weiter zu fördern, hat der Aufsichtsrat Mittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro beschlossen. Die neue Bildungs- und Informationskampagne „Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg“ hat zum Ziel, die Bevölkerung im Hinblick auf nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren. Die europaweit einmalige mobile und interaktive Initiative soll auch im kommenden Jahr an über 100 Standorten Halt machen und über 100.000 Bürgerinnen und Bürger erreichen. Hierfür wurden 1,5 Mio. Euro beschlossen. Für den Aufbau des Programms „Außerschulisch individuell lernen“ stellte der Aufsichtsrat 1,8 Mio. Euro bereit.

Soziale Verantwortung  

Kinder und Jugendliche spielerisch für gesunde Ernährung und Bewegung zu begeistern, ist Ziel des Programms „Komm mit in das gesunde Boot“. Es besteht aus einem Ernährungs- und einem Bewegungsmodul, für das sich Kindergärten im Land bewerben können. Der Aufsichtsrat bewilligte für die Fortführung des Programms 1,5 Mio. Euro. Als Ergänzung zur bestehenden Initiative „Expedition N“ startet die Baden-Württemberg Stiftung das Programm „Nachhaltigkeit im Kindergarten“. Die kindgerecht aufgearbeiteten Themen reichen von Energie und Klima über Naturerleben bis hin zu Biodiversität. Hierfür wurden Projektmittel in Höhe von 1 Mio. Euro beschlossen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/baden-wuerttemberg-stiftung-beschliesst-neue-programme-in-hoehe-von-41-8-mio-euro