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Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim geht an den Start

Er ist mit 1,65 Millionen Euro ausgestattet und unterstützt zukünftig junge Mannheimer Unternehmen der Kreativwirtschaft oder mit Technologieorientierung bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee durch eine Seed-Phase-Finanzierung: Der Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim.

Bürgermeister Michael Grötsch (3.v.l.), Christiane Ram (Leiterin der Mannheimer Wirtschaftsförderung) (links) und Verena Eisenlohr (Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH/Rittershaus Management und Beteiligungs GmbH) freuen sich über die erste Beteiligung: OPASCA Systems GmbH. Steffen Liebscher (2. v. l.) stellt das Unternehmen bei einem Pressegespräch vor. © Stadt Mannheim, Fachbereich Presse und Kommunikation

„Es ist uns gelungen, den ersten kommunalen Beteiligungsfonds in Baden-Württemberg zu etablieren. Dies ist für mich ein Zeichen dafür, dass wir nicht nur innovative Gründungen als Zielgruppe ausgewiesen haben, sondern selbst innovative Unterstützungsangebote entwickeln und dabei neue Wege gehen“, erklärt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch.

Für junge Unternehmen ist es häufig schwierig, eine ausreichende Finanzierung für ihr Start-up und erste Wachstumsphase zu erhalten. Genau an diesem Punkt knüpft der Beteiligungsfonds an: Er übernimmt die fehlende Eigenkapitalausstattung, kann Beteiligungen zwischen 50.000 und 200.000 Euro eingehen und so eine mögliche Finanzierungslücke schließen. Verwaltet wird der Beteiligungsfonds durch eine eigene Tochtergesellschaft der Stadt Mannheim, der Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH.

Das Management des Beteiligungsfonds vergab die Stadt Mannheim nach einer europaweiten Ausschreibung an die Rittershaus Management und Beteiligungs GmbH. Deren Geschäftsführer Rechtsanwältin Verena Eisenlohr, LL.M. und Rechtsanwalt Prof. Dr. Christof Hettich sind auch Geschäftsführer der Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH. Beide sind ebenfalls Partner der Wirtschaftskanzlei Rittershaus Rechtsanwälte in Mannheim.

Junge Unternehmen profitieren nicht nur von der finanziellen Unterstützung

Das Fondsmanagement prüft die sich um die Finanzierung bewerbenden Unternehmen und verhandelt auf der Grundlage der Entscheidung des Beteiligungsausschusses mit den Unternehmen den Beteiligungsvertrag. Der Beteiligungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, darunter Bürgermeister Michael Grötsch und Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung sowie Experten im Bereich Kreativwirtschaft und der Technologieentwicklung. „Für die jungen Unternehmen ist eine Beteiligung durch den Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim nicht nur wegen der finanzieller Unterstützung von Vorteil; sie profitieren auch von unserer langjährigen Erfahrung in der Betreuung und Weiterentwicklung von jungen Unternehmen“, erklärt Rechtsanwältin Verena Eisenlohr. „Mit der OPASCA Systems GmbH als erste Beteiligung haben wir ein besonders interessantes Unternehmen aus dem Bereich Medizintechnik ausgewählt, dem mit seinem neuartigen Produkt der erste Markteintritt schon gelungen ist.“ OPASCA Systems GmbH erhielt bereits den Existenzgründungspreis 2013 der Stadt Mannheim.

„Für OPASCA bedeutet die Beteiligung der Stadt Mannheim am bisher vollständig eigenfinanzierten Unternehmen einen Schritt zur gezielten Intensivierung der bisher äußerst konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung und dem jungen Unternehmen“, erläutert Dr. Alexej Swerdlow, Geschäftsführer und einer der drei Gründer von OPASCA, die Entscheidung für den Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim.

Das junge Unternehmen OPASCA Systems GmbH hat seinen Sitz im Mafinex-Technologiezentrum. OPASCA entwickelt und vertreibt neuartige Produkte zur sensorbasierten Erfassung und zur maschinellen Analyse von komplexen Umgebungen, die zum Beispiel im Personenschutz in der Strahlentherapie und anderen Gefahrenbereichen zum Einsatz kommen.

Existenzgründungsförderung in Mannheim

Die Einrichtung eines Beteiligungsfonds in Mannheim als erste Kommune in Baden-Württemberg war möglich, da hier bereits seit vielen Jahren ein ganzheitlicher Förderansatz verfolgt wird, der ebenso verschiedene Infrastrukturmaßnahmen beinhaltet: Seit den 1990er Jahren ist die Existenzgründungsförderung ein ausgewiesener Schwerpunkt der kommunalen Wirtschaftsförderung. Mit der Aufnahme im Jahr 2000 in Programme des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), über den auch der Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim gefördert wird, konnte ein zielgruppenorientierter Ausbau der Unterstützungsangebote betrieben werden, der ein Alleinstellungsmerkmal im Gründungsgeschehen in Süddeutschland darstellt. So entstand das Existenzgründerinnenzentrum gig7, der Musikpark Mannheim, die Popakademie Baden-Württemberg, das Deutsch-Türkische Wirtschaftszentrum, das Mafinex-Technologiezentrum (MTZ) und das stadtteilorientierte Kreativwirtschaftszentrum „Altes Volksbad“. Demnächst kommen das Kreativwirtschaftszentrum im Jungbusch und das Kompetenzzentrum für die Textilwirtschaft - MATex hinzu.

„Mit den Förderprogrammen Kreatech und dem ‚Business Angel Netzwerk Rhein-Neckar‘ bildet der Beteiligungsfonds ein attraktives Gesamtpaket mit ineinandergreifenden Zielen und Maßnahmen für Existenzgründungen“, so Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung.

Informationen und Bewerbung für junge Unternehmen der Kreativwirtschaft und Technologieorientierung:

Sonja Wilkens
Stadt Mannheim
Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung
Tel.: 0621/ 293-3665
E-Mail: sonja.wilkens(at)mannheim.de

Verena Eisenlohr
Geschäftsführerin Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH
Tel.: 0621/ 4256-227
E-Mail: verena.eisenlohr(at)rittershaus.net

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/beteiligungsfonds-wirtschaftsfoerderung-mannheim-geht-an-den-start