zum Inhalt springen
Powered by

BioLAGO-Netzwerk begrüßt 50. Mitglied

Mit der ’MYKOTOWN GREENTECH AG’ hat der bodenseeumspannende Unternehmer- und Wissenschaftsverbund für Life Sciences und Biotechnologie BioLAGO e.V. sein 50. Mitglied aufgenommen. Das Unternehmen aus Konstanz bietet mit biotechnologisch entwickelten Düngerpilzen eine Weltneuheit, die Pflanzen vor Krankheiten und Bakterien intensiver schützt und zudem ihr Wachstum beschleunigt. In Kürze sollen die Produkte auf und an der Reichenau sowie im Kanton Thurgau hergestellt werden.

Neu im BioLAGO-Netzwerk: Verwaltungsrat der Mykotown AG Oliver Hubold mit Mitarbeiterin Corinna Schmidt. (Foto: Mykotown)
„Die Mitgliedschaft von ‘MYKOTOWN‘ ist sowohl für unser Netzwerk als auch für die Attraktivität des Bodenseeraums ein erfreuliches Signal, denn das Unternehmen verlagert seine Aktivitäten komplett in die Seeregion und schafft dadurch zusätzliche Arbeitsplätze“, sagt BioLAGO-Geschäftsführer Andreas Baur. Das 2002 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz im Schweizerischen Zug und seit Oktober dieses Jahres mit Zweigstelle in Konstanz-Stromeyersdorf (bei BioLAGO-Mitglied ’bizzcenter24/Business Center Konstanz’) produziert so genannte Mykorrhizapräparate (griech. mykes = Pilz, rhiza = Wurzel), welche als nutzbringende Wechselbeziehung zwischen Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln für eine üppigere Blütenpracht, kräftigeren Wuchs und reichhaltigere Fruchternte sorgen und sowohl im Garten- und Landschaftsbau als auch bei der Aufzucht jeglicher Art von Pflanzen eingesetzt werden können.

Unbegrenzte Produktionskapazitäten führen an den Bodensee

Hergestellt werden sollen die gänzlich chemiefreien Mittel, die in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Köthener ’Institut für innovative Technologien’ in Dessau/Sachsen-Anhalt entwickelt wurden, in Zukunft auf und an der Insel Reichenau sowie in der Region Thurgau. Konkrete Produktionsflächen in modernen Gewächshäusern, die in 2009 genutzt werden können, hat MYKOTOWN bereits ins Auge gefasst.

„Die Bodenseeregion bietet uns neben optimalen klimatischen Bedingungen auch eine hervorragende Infrastruktur sowie unbegrenzte Möglichkeiten hinsichtlich Produktionskapazitäten von Kooperationspartnern“, begründet der Verwaltungsrat von MYKOTOWN, Oliver Hubold, die Ansiedlung seines Unternehmens am See. In Konstanz ist nun ebenfalls MYKOTOWNs Tochterfirma „Prof. Myko´s Düngerpilze GmbH“ beheimatet, die die innovativen und unbelasteten Endverbraucherprodukte vertreibt. Wie Oliver Hubold betont, seien für die Niederlassung unter anderem die durch BioLAGO ermöglichten Kontakte zur Universität Konstanz, zu Anwendern und Händlern sowie den Wirtschaftsförderungen rund um den internationalen Bodensee ausschlaggebend gewesen. Die Mykotown beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter in Produktion und Vertrieb. Im Zuge der Standortverlagerung werden drei Mitarbeiter ihren Wohnsitz in die Bodenseeregion verlegen.

BioLAGO-Land mit dynamischem Wachstum

Was die Zukunft betrifft, möchte MYKOTOWN die Erforschung neuer Einsatzgebiete für die Mykorrhizaprodukte vorantreiben und die Vertriebsstruktur am Bodensee ausbauen. „Nach Einschätzung von Experten der ‚grünen’ Branche in Deutschland wird sich unser Produkt in zwei bis drei Jahren beim Verbraucher langfristig durchsetzen“, sagt Oliver Hubold. Momentan führt MYKOTOWN Gespräche mit COOP und Greenconcept zur Markteinführung in der Schweiz und strebt eine Zusammenarbeit mit „Reichenauer Gemüse“ sowie verschiedenen Obst- und Weinanbauern der Region an.

Mit 32 Gründungsmitgliedern als Vereinigung im November 2007 gestartet, hat BioLAGO durch die Aufnahme von Partnern wie ’MYKOTOWN’ seine Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres um über 50 Prozent ausbauen können. Die Vereinigung fördert und gestaltet Forschung, Wirtschaft und Entwicklung im Bereich der Lebenswissenschaften ("Life Sciences") in der internationalen Bodenseeregion, wie beispielsweise der Biotechnologie, Medizintechnik, Umwelttechnologie und Pharmazeutik.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/biolago-netzwerk-begruesst-50-mitglied