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BioRegionUlm siegt bei Cluster-Wettbewerb des Landes

Die BioRegionUlm ist beim baden-württembergischen Cluster-Wettbewerb als einer der Sieger hervorgegangen. Die Urkunde überreichte am 3. November in Stuttgart Wirtschaftsminister Ernst Pfister dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Otto Sälzle in Anwesenheit von Bundesministerin Dr. Annette Schavan. Gewonnen hat das von der Koordinierungsstelle der BioRegionUlm eingereichte Konzept zur Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen in der Biopharmazie in Baden-Württemberg.

Freude beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Nikolaus Rentschler. (Foto: BRU)
Der Vorstandsvorsitzende der BioRegionUlm, der Laupheimer Unternehmer Dr. Nikolaus Rentschler stellte die Stuttgarter Entscheidung in einen größeren Zusammenhang: „Die Biopharmazie und –technologie unserer Region bieten enorme Chancen für die Diagnose und Therapie schwerer Erkrankungen. Durch die Bündelung aller vorhandenen Kräfte und Ressourcen in diesem regionalen Cluster erhöhen sich die Chancen.“

Zur Stärkung des Clusters sollen über drei Jahre insgesamt 600.000 Euro fließen. Zwei Drittel kommen aus Mitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg, ein Drittel stellt die BioRegionUlm. Partner in der Region sollen weiter vernetzt, ihre Zusammenarbeit gefördert und Synergien erkannt und genutzt werden. Damit soll die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen über Disziplinen und Branchen hinweg forciert und das nationale und internationale Standortmarketing verstärkt werden.

Der Biopharmazie-Cluster mit Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, Rentschler, Vetter und Merckle Biotec will drei konkrete Ziele angehen: Erstens sollen neue biotechnische Herstellungsverfahren entwickelt und bestehende verbessert werden, damit die Produktion von Arzneimittelwirkstoffen kostengünstiger und effizienter wird. Zweitens sollen Diagnostik- und Therapie-Lösungen auf Grundlage der Biotechnologie für die „personalisierte Medizin“ von Anfang an gemeinsam entwickelt, angewandt und umgesetzt werden. Schließlich will man neue Schlüsseltechnologien wie Stammzellforschung, Nanomedizin und Nanobiotechnologie für die Gesundheitsindustrie erkennen und nutzbar machen.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Cluster in der Region Ulm/Oberschwaben dynamisch entwickelt und ist heute Europas führender Standort für die Produktion biotechnologischer Arzneimittel. Um im wachsenden Gesundheitsmarkt auch in Zukunft erfolgreich zu sein, werden nach Meinung von Fachleuten Biotechnologie, Pharma, Diagnostik und Medizintechnik ihre Zusammenarbeit verstärken müssen. Diese Arbeit wird die BioRegionUlm mit den jetzt eingeworbenen Mitteln verstärkt angehen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/bioregionulm-siegt-bei-cluster-wettbewerb-des-landes