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Das Graduiertenkolleg Demenz am Netzwerk AlternsfoRschung Heidelberg

Mit der interdisziplinären Erforschung der Demenz-Erkrankung, die über biologisch-medizinische Aspekte hinaus auch pflegerische, palliative, soziologische, ökonomische und gesellschaftspolitische Fragestellungen umfasst, befasst sich ein neues Graduiertenkolleg. Es hat jetzt seine Arbeit an der Universität Heidelberg aufgenommen. Zum März dieses Jahres wurde es am Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Ruperto Carola eingerichtet. Die Robert Bosch Stiftung fördert das Kolleg über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 850.000 Euro. Das Graduiertenkolleg Demenz - eine Einrichtung zur Förderung des wissenschaftlich qualifizierten Nachwuchses für Forschung, Lehre und Praxis - wurde am Donnerstag, 18. März 2010, mit einem Kongress offiziell eröffnet.

Demenz ist eine Erkrankung, die nicht nur das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen in nahezu allen Bereichen verändert, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf gesellschaftliche Institutionen und die Volkswirtschaft hat. Trotzdem mangelt es weiterhin an wissenschaftlichen Erkenntnissen, aus denen sich konkrete präventive und rehabilitative Maßnahmen ableiten lassen. Mit dem neuen Graduiertenkolleg will die Ruperto Carola junge Wissenschaftler verschiedener Disziplinen dafür qualifizieren, das bestehende Defizit in der Erforschung und Vermittlung demenzbezogener Inhalte zu schließen. Die Forschungsergebnisse ihrer Doktorarbeiten sollen neben einem Schwerpunkt in der Theorieentwicklung auch praxisrelevant ausgerichtet sein und zu einer Verbesserung der Versorgungsstrukturen und der Versorgungsqualität beitragen.

Wissenschaftliche Leiter des Graduiertenkollegs Demenz sind Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie, und Prof. Dr. Konrad Beyreuther, Direktor des NAR. Die Fördermittel der Robert Bosch Stiftung stehen für zehn Stipendiaten zur Verfügung. Zwei weitere Stipendien finanziert das NAR. Ein Kollegium, dem Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Halle, Heidelberg, Kaiserslautern, Mannheim, Nürnberg und Osnabrück angehören, wird die Doktorandinnen und Doktoranden während ihrer dreieinhalbjährigen Arbeiten am Kolleg betreuen. Sie kommen unter anderem aus der Psychologie, der Pädagogik, der Pflege- und Palliativforschung, den Neurowissenschaften sowie der Ernährungs- und Sportwissenschaft.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/das-graduiertenkolleg-demenz-am-netzwerk-alternsforschung-heidelberg