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Deutsche Krebshilfe unterstützt Ulmer Leukämie-Forscher

Der Ulmer Arzt und Krebsforscher Florian Kuchenbauer (36) wird für seine Leukämieforschung von der Deutschen Krebshilfe für die nächsten vier Jahre mit 543.000 Euro unterstützt. Die Mittel fließen aus dem Max-Eder-Nachwuchsgruppen-Programm, teilt das Ulmer Universitätsklinikum mit.

Kuchenbauer beschäftigt sich mit Molekülen, die bei der Eiweißsynthese eine wichtige Rolle spielen. Sein besonderes Interesse gilt einer neuen Klasse von Botenstoffen, den Mikro-RNA. Diese winzigen Stücke Ribonukleinsäure haben bei der Entstehung von Blutzellen verschiedene regulatorische Aufgaben, die noch nicht gänzlich erforscht sind.

Leukämieforscher Dr. Florian Kuchenbauer. © UK Ulm

Kuchenbauer untersucht Lokalisation und Funktion dieser RNA-Winzlinge bei der normalen Blutbildung. Weiterhin will er untersuchen, „ob eine gestörte Funktion der Mikro-RNA zu einer gestörten Blutbildung beiträgt, wie sie bei der Akuten Myeloischen Leukämie auftritt." In einem dritten Schritt will er herausfinden, ob sich mit funktionstüchtiger Mikro-RNA die gestörten Blutzellen bei einer Leukämie heilen lassen.

Kuchenbauers Ansätze bewegen sich im Spannungsfeld von Grundlagen- und patientennaher Forschung und erfüllen den Förderzweck des Nachwuchsprogramms, das auch die Rückkehr junger Forscher wie Kuchenbauer nach Deutschland unterstützt.

Florian Kuchenbauer führte ein DFG-Stipendium nach Studium und Promotion in München 2005 an das Terry Fox Laboratory in Vancouver (Kanada). An der University of British Columbia erwarb er gleichzeitig einen PhD-Titel in experimenteller Medizin. Im Mai 2009 kehrte er nach Deutschland zurück und ist seit August 2009 als Assistenzarzt an der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin III tätig. Für seine wissenschaftliche Tätigkeit wurde er vom Ärztlichen Direktor Hartmut Döhner nach seiner Rückkehr einige Monate freigestellt.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/deutsche-krebshilfe-unterstuetzt-ulmer-leukaemie-forscher