zum Inhalt springen
Powered by

Deutsche Medizintechnik in Russland gefragt

Der wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Austausch standen ganz oben auf der Agenda der größten politischen Auslandsaktivität des Landes Baden-Württemberg im Jahr 2009. Mehr als 200 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik reisten im Rahmen der Baden-Württemberg Tage in Moskau vom 25. bis 28. Mai zusammen mit Ministerpräsident Günther Oettinger in die russische Metropole. Neben anderen Themen waren Medizintechnik und Gesundheit dabei Schwerpunkte des Wirtschaftsforums.

Die Veranstaltungen begannen im Haus der Moskauer Stadtregierung mit einem Wirtschaftsforum zu den Themenschwerpunkten „Innovative Produktionstechniken“, „Medizintechnik und Gesundheit“, „Infrastruktur und Metropolregionen“ sowie „Internationale Automobilindustrie“. Parallel dazu konnten die mitgereisten Unternehmer bei einer Kontakt- und Kooperationsbörse potentielle Geschäftspartner kennen lernen.
Im Anschluss folgten ein Wissenschaftsforum zum Thema „Nanotechnologie“, sowie Ausstellungen zur „Innovationsregion Baden-Württemberg“ und zum „Tourismus- und Genießerland Baden-Württemberg“.
 
Russland stellt sich der Herausforderung, sein Gesundheitswesen zu verbessern. Insbesondere die Modernisierung von Krankenhäusern und Kliniken ist mit hohen Investitionen verbunden. Das Interesse an innovativen Lösungen aus Baden-Württemberg – als einem der führenden Standorte im Bereich der Medizintechnik - ist daher sehr groß. Diesem Interesse kam das Wirtschaftsforum der Baden-Württemberg Tage nach, auf dem die Konzeption von Kliniken und die Miniaturisierung von Instrumenten einen breiten Raum einnahmen.

Dr. Theophil Rieger, Kompetenzzentrum Medizintechnik (MITT) © Rieger

„Minimalinvasive Chirurgie - Kooperation zwischen Industrie und Medizin in Baden Württemberg“ war dann auch der Titel eines Vortrages von Dr. Theophil Rieger, dem Leiter der Tuttlinger Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums Minimalinvasive Medizin und Technik Tübingen/Tuttlingen (MITT). Die Netzwerk- und Kooperationsstrukturen der Medizintechnik in Baden-Württemberg standen dabei im Vordergrund. Als Mitglied der German Medical Technology Alliance (GMTA) partizipiert das MITT an umfangreichem Medizintechnik-Wissen zu Fragen der Zulassungs- und Förderkriterien sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Europa und den USA.
In weiteren Vorträgen sprachen Dr. Ulrich Matern, Geschäftsführer von World Wide Hospital-Conception, über „High-Tech Kliniken - Innovative Hospital“ und Gerhard Kessler, Prokurist der Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, über „Planung und Bau schlüsselfertiger Gesundheitseinrichtungen“. Zudem beleuchtete Dr. Marcel Gmünder, Leiter Zentral- und Osteuropa der Roche Diagnostics GmbH, das Thema „Moderne Diagnostika“.

Das neu eröffnete "German Centre" in Moskau © Landesbank Baden-Württemberg

Interessant für Unternehmen, die den russischen Markt erschließen möchten, wird das "German Centre" sein, das während der Baden-Württemberg Tage eingeweiht wurde. Nach Delhi, Jarkarta, Mexiko-Stadt, Peking, Shanghai, Dubai und Singapur wird ab Frühjahr 2010 nun auch ein Bürokomplex für rund 120 deutsche Firmen in der russischen Hauptstadt zur Verfügung stehen. Die Landesbank Baden-Württemberg unterstützt mit dieser Initiative mittelständige Unternehmen bei ihren Aktivitäten in Auslandsmärkten.

Der Themenkomplex Gesundheitswirtschaft wird bei den Auslandsaktivitäten der baden-württembergischen Landesregierung sicherlich auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Beteiligung an Kontakt- und Kooperationsbörsen, die von Baden-Württemberg International organisiert werden, bietet gerade kleineren und mittelständischen Unternehmen eine ideale Plattform, neue Märkte kennen zu lernen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/deutsche-medizintechnik-in-russland-gefragt