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DFG fördert Netzwerk deutscher Mikroskopiezentren

Wie lässt sich das Nutzungsangebot und das Management von Mikroskopiezentren an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland professionalisieren? Für die Beantwortung dieser und sich darum gruppierender Infrastruktur-Fragen hat die Universität Konstanz zusammen mit der Universität Freiburg einen Zuschlag der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten.

Das gemeinsame Projekt „German BioImaging“, das in den kommenden drei Jahren ein deutschlandweites Netzwerk für biologische Bildgebung aufbauen wird, wofür die DFG 450.000 Euro zur Verfügung stellt, wird von Konstanz aus von Prof. Dr. Elisa May, der Leiterin des Bioimaging Center (BIC), koordiniert.

Eine Zielsetzung des Projekts - eines von elf bewilligten bei 57 Anträgen - besteht darin, Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Bildgebungs-Infrastruktur in Deutschland zu definieren. Zunächst soll eine Online-Plattform die Mitglieder des künftigen Netzwerkes auflisten. Elisa May geht aktuell von über 50 Mikroskopiezentren an wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, Max-Planck-Instituten, Leibniz-Instituten oder Helmholtz-Zentren aus. Diese Plattform soll Auskunft beispielsweise darüber geben, welches Gerät an welcher Einrichtung steht, wie das Netzwerk überhaupt der Kommunikation und dem Informationsaustausch in jeglicher Art dienen soll. Ziel ist auch ein gemeinsames Auftreten gegenüber Drittmittelgebern wie beispielsweise der DFG, die sich die Harmonisierung des Betriebs solcher Mikroskopieeinrichtungen nach einem Best-Practice-Modell wünscht. Wie sollen solche Labore eingerichtet sein, welche Mindeststandards müssen sie erfüllen, wie muss die Qualifikation der leitenden Person aussehen – die Vereinheitlichung derartiger Kriterien soll schließlich eine Zertifizierung und damit eine verbindliche Qualitätsempfehlung ermöglichen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt im Wissen, dass deutschlandweit eine hervorragende Geräteinfrastruktur existiert, deren gemeinsame Nutzung oft an Strukturproblemen scheitert. Ziel der Ausschreibung „Gerätezentren – Core Facilities“ sind „modellhafte Maßnahmen zur Professionalisierung des Nutzungsangebotes und des Managements geeigneter Gerätezentren“, die in vielen Wissenschaftsbereichen eine wichtige Rolle spielen und von denen die Mikroskopielabore nur eine Variante darstellen.

Elisa May ist neben diesem bewilligten Förderprojekt der DFG mit dem Konstanzer Bioimaging Center außerdem an der Testphase des EU-Projekts „Euro-Bioimaging“ beteiligt. Das Projekt hat das Ziel, europaweit Mikroskopiezentren zu einer Forschungsinfrastruktur für biologische und medizinische Bildgebung zu vernetzen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/dfg-foerdert-netzwerk-deutscher-mikroskopiezentren