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DKFZ und "Genetic Immunity" entwickeln therapeutischen HPV-Impfstoff

Infektionen mit humanen Papilloma-Viren (HPV) können zu unterschiedlichen Tumor-Erkrankungen führen. Da die bisherigen Impfstoffe (Cervarix, Gardasil) keinen therapeutischen Effekt auf HPV-verursachte Krebserkrankungen haben, soll nun ein DNA-basierender therapeutischer Impfstoff entwickelt werden. Dazu haben das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das ungarische Unternehmen "Genetic Immunity" eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Für seine Entdeckung des HPV-induzierten Gebärmutterhalskrebs wurde Harald zur Hausen, früherer wissenschaftlicher Leiter des DKFZ, mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Es war seine Forschung, die es ermöglichte einen Impfstoff gegen eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen zu entwickeln. Nun soll über ein präklinisches Forschungsprogramm die therapeutische Wirksamkeit dieser HPV-spezifischen DNA-Plasmide mit den Technologien von "Genetic Immunity" beurteilt werden.

„Unser Ziel ist es, einen Schutz vor Krebs für Patienten zu etablieren, die bereits sexuell aktiv sind und mit HPV in Kontakt kamen“, so Dr. Julianna Lisziewicz, Geschäftsführerin von "Genetic Immunity". Mit Hilfe der nanomedizinischen Technologien wird die Plasmid-DNA direkt in den Zellkern der Langerhans-Zellen eingebracht. Anschließend soll untersucht werden, ob sich HPV-spezifische T-Gedächtniszellen auf diese Weise aktivieren lassen und auch nach erfolgter HPV-Infektion vor Krebs schützen. „Wir glauben, dies könnte ein Durchbruch für die Krebs-Immuntherapie sein“, sagte Professor Dr. Lutz Gissmann, Leiter der Abteilung für Genomveränderungen und Karzinogenese am DKFZ.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/dkfz-und-genetic-immunity-entwickeln-therapeutischen-hpv-impfstoff