zum Inhalt springen
Powered by

Drei neue Sonderforschungsbereiche mit Partnern aus Baden-Württemberg

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zusammen mit Partnern aus Heidelberg und Karlsruhe mit rund 28 Mio. Euro Wissenschaftler in drei neuen Sonderforschungsbereichen (SFBs) und Transregios (hochschulübergreifende SFBs). Gefördert werden Vorhaben ab dem 1. Juli 2010 in den Bereichen Stammzellforschung, Medizin und Informatik.

Minister Prof. Dr. Peter Frankenberg © Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg sagte: „Mein Glückwunsch gilt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ihre hervorragende Arbeit hat die Gutachtergruppe überzeugt. Mit den neuen Sonderforschungsbereichen erhält die Forschung im Land einen neuen Schub. Dadurch können wir die Erkenntnisse in wichtigen Zukunftsfeldern wie der Stammzellforschung erweitern und vertiefen.“

Die Universität Heidelberg übernimmt eine Sprecherfunktion im Sonderforschungsbereich „Maintenance and Differentiation of Stem Cells in Development and Disease“. Sie erhält dafür von der DFG gut 9,3 Mio. Euro. Gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum soll der Frage nachgegangen werden, wie sich adulte Stammzellen, die zum Beispiel in Knochen oder der Haut von Erwachsenen vorkommen, selbst erneuern und weiterentwickeln.

Die beiden weiteren neuen SFB-Transregios unter Beteiligung der Universität Heidelberg und des KIT erhalten zusammen gut 18,6 Mio. Euro, wovon ein substantieller Anteil auf die baden-württembergischen Partner entfällt.

Gemeinsam mit der Sprecheruniversität Gießen und anderen Partnern arbeiten die Universität Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum im Sonderforschungsbereich „Werkstoffe für die Geweberegeneration in systemisch erkrankten Knochen.“ Ziel der Wissenschaftler ist es, Implantate zu entwickeln, die Knochen für lange Zeit ersetzen. Dies ist besonders bei der Volkskrankheit Osteoporose relevant.

Das Karlsruher Institut für Technologie wird gemeinsam mit der Sprecherhochschule Erlangen-Nürnberg erforschen, wie Computer zwei parallel laufende Aufgaben schneller bearbeiten. Im Sonderforschungsbereich „Invasives Rechnen“ sollen Programme dazu in die Lage versetzt werden, verfügbare Rechenleistung aktiv zu nutzen und danach wieder frei zu geben.

Zusätzlich wird die Förderung von drei weiteren Sonderforschungsbereichen und Transregios mit Beteiligten in Heidelberg, Stuttgart und Tübingen für vier Jahre verlängert. Die Universität Stuttgart erhält für ihren Sonderforschungsbereich „Inkrementelle Spezifikation im Kontext“ in der nächsten Förderperiode gut 8 Mio. Euro. Die beiden anderen SFB-Transregios unter Beteiligung der Universitäten Heidelberg und Tübingen erhalten zusammen knapp 19,5 Mio. Euro.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/drei-neue-sonderforschungsbereiche-mit-partnern-aus-baden-wuerttemberg