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Einweihung des neuen Hochleistungsfaserzentrums in Denkendorf

Das neue Hochleistungsfaserzentrum (HPFC) am Institut für Textilchemie und Chemiefasern (ITCF) bei den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf wurde am 15. Mai 2014 eingeweiht. Am neuen Forschungszentrum soll eine neue Generation von Hochleistungsfasern auf Carbon- und Keramikbasis erforscht werden. Das Land hat das Projekt mit 3,6 Millionen Euro gefördert, davon 2,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die Gesamtkosten für Bau und Geräteausstattung betragen 5,2 Millionen Euro.

Nils Schmid, Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg © Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Bei der Einweihung übergab der Minister zudem den Förderbescheid für das Jahr 2014. Die DITF werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg in diesem Jahr mit rund 2,919 Millionen Euro gefördert. „Wir wollen auch mit unserer jährlichen institutionellen Förderung dazu beitragen, die DITF als deutschlandweites Kompetenzzentrum für Hochleistungsfasern zu stärken. Mit ihrem Forschungs- und Dienstleistungsangebot sind die DITF ein unverzichtbarer Partner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund des hohen Kostendrucks keine eigenen Forschungskapazitäten vorhalten können“, sagte Schmid.

Zusammen mit dem Schwesterinstitut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) werden in Denkendorf alle notwendigen Prozessschritte von der Herstellung der Faser am ITCF bis hin zu deren Weiterverarbeitung zu faserbasierten Werkstoffen am ITV beherrscht. Da bei der Herstellung und Verarbeitung dieser Fasern in hohem Maße textiles Know-how gefragt ist, bieten die DTIF mit ihren breiten Kernkompetenzen unter dem Motto: „Vom Molekül bis zum Produkt“ ideale Voraussetzungen für die Umsetzung dieses hochinnovativen Prozesses. Hochleistungsfasern finden Anwendung in allen Bereichen, in denen Gewichtseinsparung bei gleichzeitig höchster Belastung eine Rolle spielt, beispielsweise beim Fahrzeug- aber auch Brückenbau.

Zielgruppen der DITF sind schon lange nicht mehr nur Unternehmen der klassischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit innovativen textilen Produkten wie neuartigen Biomaterialien für die Wundversorgung erschließen die DITF für die Textilbranche neue Absatzmärkte im Gesundheitswesen. Aber auch im Bereich der Umwelt- und der Oberflächentechnik ermöglichen die Entwicklungen der DITF den Ersatz konventioneller Materialien durch textile Produkte.

Innovationsallianz Baden-Württemberg

Die DITF sind Teil der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW), eines Verbundes von zwölf unabhängigen wirtschaftsnahen Forschungsinstituten in Baden-Württemberg. Die Institute mit einem jährlichen Gesamtumsatz von rund 110 Millionen Euro und insgesamt rund 1.200 Beschäftigten setzen derzeit jährlich etwa. 2.200 Industrieaufträge und etwa 500 öffentlich geförderte Forschungsprojekte um.

Die Institute decken inhaltlich ein breites fachliches Spektrum ab. Neben den wichtigen Querschnittstechnologien wie beispielsweise Mikrosystemtechnik, Photonik oder Biotechnologie orientiert sich die Forschungsarbeit insbesondere an den vier Wachstumsfeldern „Nachhaltige Mobilität“, „Umwelttechnologien, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, „Gesundheit und Pflege“ sowie „Informations- und Kommunikationstechnologie“.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/einweihung-des-neuen-hochleistungsfaserzentrums-in-denkendorf