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Entwicklung eines Lab-on-a-Chip Systems zur Diagnose von Entzündungsreaktionen

Die automatisierte, mikrofluidische Plattform soll den simultanen Nachweis von Biomarken und Bakterien ermöglichen und somit die schnelle Diagnose von bakteriell ausgelösten Entzündungsreaktionen bei Neugeborenen ermöglichen. Durch die Möglichkeit einer vor-Ort Analyse lässt sie eine bessere Prognose bei mitunter tödlich verlaufenden Infektionen zu. Die Plattform wird vom Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft e.V. (HSG-IMIT) in Kooperation mit Hochschulen und Industrie, im Rahmen des 7. EU Forschungsrahmenprogramms entwickelt.

Aktuell angewandte Verfahren benötigen Tage bis ein Ergebnis vorliegt. Die neue integrierte Plattform, basierend auf zentrifugal-mikrofluidischer Flüssigkeitssteuerung, soll es Ärzten ermöglichen, eine Diagnose bereits nach einigen Stunden stellen zu können und somit, durch die Anwendung korrekter, erregerspezifischer Antibiotika, die Infektionskrankheit besser zu therapieren.

Langfristig gesehen hat die Plattform das Potential, den ungezielten Einsatz von Antibiotika zu reduzieren und damit die Gefahr der Entwicklung resistenter Stämme deutlich zu vermindern. Einweg-Testträger aus Folie, sollen dabei ab 2014 den kompletten Test automatisieren.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/entwicklung-eines-lab-on-a-chip-systems-zur-diagnose-von-entzuendungsreaktionen