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ESE GmbH erhält Landes-Innovationspreis 2008

"Klein und einfallsreich" - Die ESE GmbH aus Stockach ist für Ihr innovatives Messgerät zum Aufspüren chemischer Stoffe mit dem diesjährigen Dr.-Rudolf-Eberle-Preis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.

Klaus Haberstroh präsentiert das mobile Analysegerät, das mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. © H. Thissen
Klaus Haberstroh mag es am liebsten leger. Mit Polohemd, Freizeit-Jeans und einem gepflegten Drei-Tage-Bart leitet er für gewöhnlich die Geschäfte des Stockacher Messgeräteherstellers ESE. Entsprechend ungezwungen ist die Atmosphäre in den Labors und Fluren des 30-köpfigen Unternehmens. Am Ende eines Flurs sitzen Entwickler in einer lockeren Besprechung, im Labor diskutieren zwei Mitarbeiter Messergebnisse und frotzeln den hereinkommenden Chef. „Mensch Klaus, du hast dich ja rasiert.“ Wenn sich Klaus Haberstroh von seinem Drei-Tage-Bart trennt, muss ein besonderer Anlass anstehen.

Klein und schnell

Am 19. November war so ein Tag. In Stuttgart nahm der ESE-Chef den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg entgegen, den Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2008. Viel Gepäck musste Haberstroh nicht mitnehmen, um seine Innovationen zu präsentieren. Denn das mobile Messgerät, das Wirtschaftsminister Ernst Pfister auszeichnete, ist nicht größer als ein Bürotelefon, aber ein echtes Zeitwunder. In weniger als zehn Minuten spürt der kleine unscheinbare Kasten chemische Stoffe auf, auch in geringster Konzentration. Herkömmliche Geräte brauchen für diese Analyse zwei bis drei Stunden.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind unbegrenzt: Krankenhäuser können Patienten jetzt vor Ort auf Antibiotika-Resistenz oder Krankheiten testen. Lebensmittelkontrolleure fahnden mit dem mobilen Gerät nach verbotenen Zutaten.

Mehrere Disziplinen profitieren

Die ESE GmbH schwimmt zur Zeit auf einer Erfolgswelle. Nach der Akquise von vier Großaufträgen platzt die 30-köpfige Firma jetzt aus allen Nähten. „Bis März verdoppeln wir die Produktionsfläche und schaffen weitere Arbeitsplätze“, skizziert ESE-Chef Klaus Haberstroh die weitere Entwicklung des Stockacher Messgeräteunternehmens, das den Umsatz im Jahr 2007 bereits um satte 50 Prozent hochgeschraubt hatte. ESE kann auf die eigene Innovationskraft bauen.

Wirtschaftsminister Pfister sieht das Land in der Pflicht, Innovationen weiter zu fördern. „Wir müssen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen motivieren und unterstützen, auch in dieser schwierigen konjunkturellen Lage weiter an neuen Produkten und Verfahren zu arbeiten“, sagte Pfister bei der Verleihung des Landes-Innovationspreises.

Weitere Innovationen aus dem Süden

Haberstroh ist nicht der einzige einfallsreiche Kopf, den Pfister für technische Neuerungen auszeichnete. Auch ein intelligentes Schweißgerät für Autowerkstätten bekam den begehrten Innovationspreis. Vertrieben wird es von der MV Marketing und Vertriebs-GmbH & Co. KG in Villingen-Schwenningen. „Dieses Gerät ist eigentlich ein Computer, der auch schweißen kann“, lacht Norbert Lay, der die Schweißmaschine mitentwickelt hat. Das Besondere: Der Apparat erkennt per Metallkontakt die Stahlsorte und stellt dem Mechaniker automatisch den richtigen Stromdurchfluss, die Schweißdauer und den Druck ein.

Weitere Preisträger sind die Calwer Firma Robert Seuffer mit ihrem 3D-Magnetfeldsensor und die Transporeon GmbH (Ulm), die mit einer Logistikplattform Industrie und Speditionen vernetzen.

Um den nach dem früheren Wirtschaftsminister Dr. Rudolf Eberle benannten Preis hatten sich 67 Unternehmen beworben, um auf ihre Leistungen bei der Entwicklung und Anwendung neuer Produkte, Verfahren und technologischer Dienstleistungen aufmerksam zu machen.

Quelle: SÜDKURIER (Holger Thissen), 20.11.08 - mst 28.11.08

Weitere Informationen zum Beitrag:
ESE GmbH
Ludwigshafener Straße 29
D-78333 Stockach
Tel.: +49 (0)7771 91 66 0
Fax: +49 (0)7771 91 66 18
E-Mail: info@ese-gmbh.de

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/ese-gmbh-erhaelt-landes-innovationspreis-2008