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EU-Kommission stellt neue ehrgeizige Gesundheits- und Verbraucherprogramme vor

Die Europäische Kommission hat am 9. November 2011 zwei Vorschläge für die neuen Gesundheits- und Verbraucherprogramme angenommen. Die beiden Programme haben eine Laufzeit von 2014 bis 2020; für das Gesundheitsprogramm werden 446 Millionen EUR und für das Verbraucherprogramm 197 Millionen EUR bereitgestellt.

Das Programm „Gesundheit für Wachstum“ zielt darauf ab, die Arbeit der Mitgliedstaaten zu unterstützen und zu ergänzen, damit folgende vier Ziele erreicht werden:

  • Entwicklung innovativer und nachhaltiger Gesundheitssysteme,
  • mehr Zugang zu besserer und sichererer Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger,
  • Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten,
  • Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen.

Das Verbraucherprogramm wird die EU-Verbraucherpolitik in den kommenden Jahren unterstützen. Es zielt darauf ab, den Verbraucher in den Mittelpunkt des Binnenmarkts zu stellen und zu befähigen, sich aktiv daran zu beteiligen und ihn zu nutzen.

Bei der Ankündigung der neuen Gesundheits- und Verbraucherprogramme erklärte EU-Kommissar Dalli: „Im Mittelpunkt dieser beiden Programme stehen die Menschen sowie die Förderung der Voraussetzungen, damit die Menschen ihr volles Potenzial ausschöpfen und eine Schlüsselrolle in der Gesellschaft und der Wirtschaft spielen können. Wenn die Menschen länger gesund und aktiv bleiben, ist das gut für den Arbeitsmarkt und das Wachstum. Zuversichtliche, mündige Verbraucher sorgen für florierende Märkte. Ich bin davon überzeugt, dass die beiden Programme einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass wir die Ziele der Strategie Europa 2020 erreichen, d. h. bis zum Ende dieses Jahrzehnts intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum schaffen können.“

Das Gesundheitsprogramm - was soll erreicht werden?

Dieses Programm baut auf den früheren Gesundheitsprogrammen auf und soll Maßnahmen unterstützen und durchführen, die zur Übernahme von Innovationen im Gesundheitswesen anregen, eine bessere und sicherere Gesundheitsversorgung gewährleisten, die Gesundheit fördern, Krankheiten vorbeugen und die Bürgerinnen und Bürger vor grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen schützen.

Beispiele, auf denen weitere Maßnahmen aufbauen sollen:

  • Zusammenarbeit im Bereich der Technologiefolgenabschätzung im Gesundheitswesen (Health Technology Assessment, HTA), einem EU‑weiten freiwilligen Netz von HTA-Einrichtungen in den Mitgliedstaaten für den Informationsaustausch über die Wirksamkeit von Gesundheitstechnologien, wie Arzneimitteln, Medizinprodukten und Präventionsmaßnahmen, zur Unterstützung einzelstaatlicher Entscheidungen über den Technologieeinsatz;
  • Zusammenarbeit bei der Bekämpfung seltener Krankheiten auf europäischer Ebene zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Behandlung für Patienten in der ganzen EU, die an seltenen Krankheiten leiden; dazu gehört auch das EU-Portal für seltene Krankheiten (www.orpha.net), das weltweit eine Bezugsdatenbank für seltene Krankheiten anbietet;
  • Krebsprävention und -bekämpfung durch EU-weite Vorsorgeleitlinien zur Verbesserung der Früherkennung, damit die Erkrankungen in einem frühen Stadium erkannt und somit Leben gerettet werden können, sowie durch Know‑how-Transfer und den Austausch bewährter Verfahren zur Krebsprävention, ‑forschung und -behandlung.
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/eu-kommission-stellt-neue-ehrgeizige-gesundheits-und-verbraucherprogramme-vor