zum Inhalt springen
Powered by

Europäischer Forschungsrat fördert junge Heidelberger Forscher

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) unterstützt zwei herausragende junge Forscher der Universität Heidelberg, den Chemiker Oliver Trapp und die Physikerin Stephanie Hansmann-Menzemer, mit ERC Starting Grants in Millionenhöhe.

Der Chemiker Prof. Dr. Oliver Trapp erhält für seine Forschungen auf dem Gebiet der chemischen Katalyse vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) rund 1,45 Millionen Euro für fünf Jahre. Oliver Trapp (Jahrgang 1973) studierte Chemie an der Universität Tübingen, an der er 2001 promoviert wurde. Nach einem Forschungsaufenthalt als Postdoktorand an der Stanford University in Kalifornien (USA) übernahm er 2004 mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Leitung einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. 2008 wurde er auf eine Professur an das Organisch-Chemische Institut der Universität Heidelberg berufen. Seine Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum konnte der Wissenschaftler, der unter anderem mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG ausgezeichnet wurde, im Jahr 2009 abschließen.

In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich der Chemiker mit der Entwicklung innovativer Methoden zum effizienten Screening von Katalysatoren und der mechanistischen Aufklärung auf molekularer Ebene. Dafür hat Professor Trapp ein neues Verfahren realisiert, das die traditionelle chemische Analyse mit moderner Informationstechnologie verbindet. Die sogenannte Multiplexing-Gaschromatographie ist dabei über die Katalyseforschung hinaus auch für die Analytik komplexer Stoffgemische von besonderer Bedeutung. Im Mittelpunkt seiner aktuellen Arbeiten zum Thema „Self-Amplifying Stereodynamic Catalysts in Enantioselective Catalysis AMPCAT“, die jetzt aus Mitteln des ERC Starting Grant gefördert werden, stehen das Design und die Untersuchung neuartiger dynamisch schaltbarer Katalysatoren, die sich gezielt an die gewünschten Zielmoleküle anpassen und dabei deren Bildung mit hoher Selektivität katalysieren.

Auch die Physikerin Prof. Stephanie Hansmann-Menzemer vom Physikalischen Institut der Universität Heidelberg, die auch an den Forschungsarbeiten des Large Hadron Colliders (LHC), dem Teilchenbeschleuniger des Europäischen Forschungszentrums CERN, beteiligt ist, wird durch einen ERC Starting Grant in Höhe von rund 1,052 Millionen Euro für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Teilchenphysik unterstützt.

Mit den ERC Starting Grants erhalten junge talentierte Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit, sich als innovative eigenständige Wissenschaftler zu profilieren. Ziel ist es, eine Struktur für den Übergang zu einem herausragenden unabhängigen Forschungsteam aufzubauen. Kriterien für die Vergabe der Förderung sind die wissenschaftliche Exzellenz der Nachwuchsforscher und das innovative Potenzial ihrer Forschungsideen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/europaeischer-forschungsrat-foerdert-junge-heidelberger-forscher