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Europäischer Forschungsrat fördert sechs Wissenschaftler im Südwesten

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert sechs Wissenschaftler aus Baden-Württemberg mit Zuschüssen aus dem Förderprogramm Advanced Grants. In den drei Ausschreibungsrunden der Advanced Grants war von den Universitäten bislang Heidelberg am erfolgreichsten, gefolgt von Stuttgart, Freiburg und Tübingen (jeweils zwei) sowie Konstanz und dem KIT mit je einem Grant.

Frankenberg: „Die Entscheidung des Europäischen Forschungsrats ist eine hohe Auszeichnung und ein großer persönlicher Erfolg für die Wissenschaftler. Sie zeigt zugleich, wie gut Baden-Württemberg insgesamt in der Grundlagenforschung aufgestellt ist. Durch die sechs neu bewilligten Advanced Grants in der dritten Ausschreibungsrunde werden bis zu 15 Millionen Euro an EU-Mitteln ins Land fließen. Dies wird die Spitzenforschung im Land weiter voran bringen“, so der Minister. In den ersten beiden Ausschreibungsrunden der Advanced Grants hätten Forscherinnen und Forscher an Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem Land bereits mehr als 22 Millionen Euro vom ERC akquiriert.

Die Preisträger

in den Lebenswissenschaften:


Professor Dr. Bruce Edgar von der Universität Heidelberg,

Professor Dr. Holger Puchta vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und

ein Forscher des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL)

in den Natur- und Ingenieurwissenschaften:

Professor Dr. Wolfram Burgard von der Universität Freiburg,

Professor Dr. Tilman Pfau von der Universität Stuttgart  und

Professor Dr. Jörg Wrachtrup, ebenfalls von der Universität Stuttgart

ERC-Grants
Mit den ERC-Grants wurde ein europaweiter Wettbewerb in der Grundlagenforschung in Gang gesetzt, der mittlerweile Standards für Forschungsexzellenz in Europa setzt. Die Ausschreibung soll dazu beitragen, internationale Spitzenforscher aus der ganzen Welt nach Europa zu holen. Der ERC wurde durch die Europäische Union im Jahr 2007 geschaffen. Bei der Auswahl der Projekte ist das einzige Kriterium die wissenschaftliche Exzellenz des Forschers und das innovative Potenzial der Forschungsidee. Die Nationalität, das Alter des Forschers oder das Forschungsfeld spielen bei der Auswahl keine Rolle.

Der ERC vergibt jährlich signifikante Fördermittel an Nachwuchswissenschaftler ("ERC Starting Grants") and an bereits als in ihrem Feld führend etablierte Wissenschaftler ("ERC Advanced Grants").

Wissenschaftler bewerben sich dazu ausschließlich auf Ausschreibungen des ERC und müssen das geplante Forschungsprojekt bei einer Universität, einem Wissenschaftszentrum oder privatem Labor durchführen, die sich entweder in einem der 27 EU-Mitgliedstaaten befinden oder in einem Land, das mit dem 7. Forschungsrahmenprogramm assoziiert ist.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/europaeischer-forschungsrat-foerdert-sechs-wissenschaftler-im-suedwesten