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„EuroPro+MeD“: Europäisches Medizintechnik-Netzwerk gegründet

Unter dem Arbeitstitel „EuroPro+MeD“ (für European Prosthesis + Medical Devices) haben die „BioRegio STERN“, der „Pôle Technologique de Haute-Champagne“, (PTHC), Frankreich und das „medical cluster“, Schweiz ein strategisches Partnerschaftsabkommen unterschrieben, um die grenzübergreifenden Kooperationen ihrer jeweiligen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Medizintechnik gemeinsam zu fördern. Anlässlich der internationalen Konferenz „PROSTHESIA“ in Nogent, Frankreich wurde diese Partnerschaft am 24. September 2009 offiziell geschlossen.

„In so spezifischen Gebieten wie der Medizintechnik und angrenzenden Bereichen haben heute kleine und mittelständische Firmen wie auch entsprechende Forschungsinstitutionen nur Erfolg, wenn sie über ihren nationalen „Tellerrand“ hinweg transnational denken und handeln“, erklärt Dr. Régis Flot, Präsident des PTHC. Damit ist nach der deutsch-französischen Kooperationsvereinbarung zwischen der BioRegio STERN und dem PTHC von Mitte diesen Jahres nun ein dritter Partner hinzugestoßen, das „medical cluster“ mit Sitz in Bern, Schweiz. In diesem neuen Netzwerk können nun nahezu 500 Firmen und Forschungseinrichtungen der Medizintechnik mit mehr als 25.000 Mitarbeiter unkompliziert und effizient miteinander in Kontakt treten sowie spezifische Kooperationsvereinbarungen abschließen.

Die Vertreter der Partnerregionen von li. nach re.: Dr. Manfred Kauer BioRegio STERN, Regis Flot Präsident des PTHC, Patrick Roth Medical Cluster CH9 auf der Bühne
Die Vertreter der Partnerregionen von li. nach re.: Dr. Manfred Kauer BioRegio STERN, Regis Flot Präsident des PTHC, Patrick Roth Medical Cluster CH9 © EuroPro+MeD

„Ziel dieses europäischen Medizintechnik-Netzwerkes ist es,“ fügt ergänzend Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer von BioRegio STERN, hinzu, „aufbauend auf den bereits regional bzw. national erzielten Ergebnissen nun potenzielle Synergien zwischen den drei neuen Partnern grenzübergreifend herauszuarbeiten. Nur so können die Innovationskräfte sowie die Marktchancen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen der drei Länder gestärkt werden.“

Es wurden bereits mehrere Themen für eine enge Zusammenarbeit zwischen den Clustern definiert: So sollen unter anderem unter dem Oberbegriff der Oberflächenbehandlung von Metallen sowie anderen Materialien in der Medizintechnik die Komplementaritäten zwischen den Clustern gefördert werden, damit darauf aufbauend neue Wege in der gemeinsamen Forschung, Entwicklung sowie Produktion begangen werden können. Das steigert die Konkurrenzfähigkeit aller Unternehmen der drei Netzwerke. Darüber hinaus sollen Themen wie die Erhöhung der Nutzungsdauer von Prothesen und die Rückverfolgung des Einsatzes medizintechnischer Instrumente mittels RFID-Chips zur Verringerung von Risiken im OP über die gesamte Produktlebensdauer erforscht und zur Produktionsreife entwickelt werden.

„Wir streben eine aktive und konstruktive Zusammenarbeit an, in der wir uns durch Business-Roundtables zunächst besser kennen lernen und dann gemeinsam forschen und entwickeln wollen. Außerdem planen wir, uns mit entsprechenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den drei Ländern an europäischen Forschungsprojekten zu beteiligen. Durch das Schaffen von Synergien sowie den Transfer von Wissen wird die Vernetzung des „EuroPro+MeD“-Clusters leben und einen erheblichen Mehrwert für die europäischen Medizintechnikmärkte darstellen“, erklärt Peter Biedermann, Geschäftsführer des medical cluster Schweiz.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/europro-med-europaeisches-medizintechnik-netzwerk-gegruendet