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Evaluationsbericht wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen

Die außeruniversitären, wirtschaftsnahen Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg leisten unverzichtbare Beiträge zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen. Sie erfüllen damit Aufgaben, die weder von Universitätsinstituten noch von den Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft in dieser Form geleistet werden.

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hügel überreicht Wirtschaftsminister Ernst Pfister den Evaluationsbericht. (Foto: BaWü)
Die Gutachter hatten im Auftrag des Wirtschaftsministeriums unter dem Vorsitz von Professor Doktor-Ingenieur Helmut Hügel sowie der Assistenz des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) alle Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg, die eine jährliche institutionelle Förderung des Landes erhalten, einer Fachevaluation unterzogen. Die Gutachter aus Wirtschaft und Wissenschaft hatten die Aufgabe, die Position und die zukünftigen Aufgaben von zehn Forschungseinrichtungen eindeutig zu identifizieren und zu überprüfen sowie den spezifischen Nutzen der Institute für Unternehmen und Wirtschaft darzustellen.

Zu den Kernaussagen der Evaluation gehören:
* Alle Institutsstrategien basieren auf klar definierten Zielen.
* Alle evaluierten Institute sind gut bis hervorragend auf ihren spezifischen Märkten positioniert.
* Die Wissenschaftsbindung der Institute ist überwiegend gut bis exzellent gelungen.
* Die Transferkompetenz der Institute wird als sehr gut bewertet.

Höchste Anerkennung für das NMI

Kommissionen geraten selten ins Schwärmen. Zu fast schon überschwänglichem Lob kommt die Evaluierungskommission des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums in der Beurteilung des NMI Reutlingen: National und international hervorragend positioniert, nutze das NMI die Synergien zwischen Elektronik, Mikrosystemtechnik, Materialwissenschaften und Biologie in hocheffizienter Weise. Stark beeindruckt zeigt sich die Kommission von der klaren strategischen Ausrichtung des Instituts. Sie sei Ergebnis professioneller Markt- und Wettbewerbsanalysen und gründe auf einer realistischen Einschätzung eigener Kompetenzen.

„Wir können uns in unserer Arbeit mehr als bestätigt sehen“, freut sich Institutsleiter Hugo Hämmerle. „Und natürlich ist uns eine solche Beurteilung Ansporn, noch besser zu werden.“ In Zeiten schwindenden Vertrauens ist ihm besonders wichtig, dass die Kommission auch die Verlässlichkeit des Instituts bewertet hat. „Das NMI“, zitiert Hämmerle den Bericht, „wird als redlicher Partner wahrgenommen, der nach den Regeln guter wissenschaftlicher und technischer Praxis und unter Einhaltung international anerkannter ethischer Maximen agiert.“
Nach Feststellung der Gutachter schlägt sich die Kundenorientierung des Instituts in nachhaltigen Beziehungen nieder, die nicht auf den nur kurzfristigen Vorteil ausgerichtet seien.
Die am NMI gelebte unternehmerische Kultur zeige sich nicht zuletzt in der Ausgründung mehrerer Firmen. „Davon sind einige zu Weltruf gelangt“, merkt Hämmerle an.
In diesem Zusammenhang betont der Bericht, dass das Institut wichtige Impulse auf das Innovationsgeschehen innerhalb der Region setze.

Schon vor zwei Jahren hatte das US-amerikanische World Technology Institute in einer groß angelegten weltweiten Untersuchung das NMI Reutlingen als höchst innovativ ausgewiesen. „Wenn jetzt ein unabhängiges und hochkarätig besetztes Gremium zu denselben Schlussfolgerungen kommt, dann beweist das, dass wir unser hohes Qualitätsniveau dauerhaft über die Jahre halten können. Das ist das beste Zeugnis, das uns ausgestellt werden kann“, meint Hämmerle, dem um die Zukunft des Instituts daher nicht bange ist.

In der nächsten Zeit werde der Bereich Biomedizintechnik zu einem Schwerpunkt des NMI ausgebaut, - der richtige Weg, wie die Kommission urteilt. Deshalb spricht sie am Ende ihres Berichts die Empfehlung aus, die Grundfinanzierung des Instituts von Seiten des Landes zu erhöhen. Denn als Teil der Innovationsallianz Baden-Württemberg leiste das NMI einen unverzichtbaren Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen und die Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze. Das NMI sei eine Investition in die Zukunft des Landes Baden-Württemberg, eine lohnende Investition.

Quelle: NMI - 26.11.08
Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/evaluationsbericht-wirtschaftsnahe-forschungseinrichtungen