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Fakultät Biotechnologie der Hochschule Biberach tritt BioLAGO bei

Mit der Hochschule Biberach hat der BioLAGO e.V. eine weitere Forschungseinrichtung als Mitglied gewonnen. Die dortige Fakultät Biotechnologie forscht und lehrt im Bereich der Roten und Weißen Biotechnologie. Durch den Beitritt wollen die Hochschule und der Verein die Region Biberach und die Bodenseeregion miteinander verbinden. Mögliche Kooperationen werden sowohl im akademischen Bereich als auch in der Industrie gesehen.

Prof. Dr. Jürgen Hannemann freut sich über die Zusammenarbeit mit dem BioLAGO e.V. © Hochschule Biberach

Auf dem Feld der Roten Biotechnologie bietet die Hochschule Biberach seit 2006 einen Bachelor- und seit 2010 einen Master-Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie (PBT)“ in Kooperation mit der Universität Ulm an. Der Fokus in diesen beiden Studiengängen liegt auf der Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika, Technische Mikrobiologie, Biochemie, Zellkulturtechnik, Prozessoptimierung (Fermentation und Down Streaming Prozessing), Qualitätskontrolle und Bioprozessentwicklung. Zusätzlich zu der Ausbildung mit pharmazeutischem Schwerpunkt hat die Hochschule Biberach vor drei Jahren den biotechnologischen Studiengang „Industrielle Biotechnologie“ eingeführt. Der behandelt vordergründig die energie- und ressourcenschonende Herstellung hochwertiger Rohstoffe, wie z.B. regenerativer Energieträger. Zudem werden Prinzipien der Abwasserreinigung und relevante Themen aus der Umwelttechnologie gelehrt.

Am eigenen Institut für Angewandte Biotechnologie (IAB) an der Hochschule Biberach wird zu Herstellungsprozessen für Biopharmazeutika und nachhaltige Produkte aus der Weißen Biotechnologie geforscht. Die Fokussierung auf den biotechnologischen Herstellungsprozess und die Zusammenarbeit der einzelnen Labore ermöglicht die Forschung und Entwicklung einzelner Teilaspekte, aber auch die Weiterentwicklung und Durchführung des gesamten Prozesses von der Klonierung eines Gens bis zur Aufreinigung und Analytik des Produkts. Das IAB bietet die Möglichkeit der biotechnologischen Forschung im Rahmen von öffentlich geförderten Projekten und Auftragsforschungsprojekten.

Prof. Dr. Jürgen Hannemann, der als Dekan der Fakultät fungiert, ist durch den BioLAGO-Vorstand Prof. Klaus Schäfer auf das Netzwerk aufmerksam geworden. Durch den Beitritt wollen die Hochschule und der Verein die Region Biberach und die Bodenseeregion miteinander verbinden. „Mögliche Kooperationen sehen wir sowohl im akademischen Bereich als auch in der Industrie“, so Hannemann. Eine gute Zusammenarbeit, in der die Fähigkeiten der Fakultät sinnvoll eingebracht werden, kann laut Jürgen Hannemann „über Fortbildungen oder gemeinsame wissenschaftliche Projekte“ realisiert werden.

Gute Berufschancen für Absolventen durch Praxisbezug

Ein Alleinstellungsmerkmal der Hochschule Biberach ist der Bachelor-Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“. „Soweit mir bekannt ist, ist er noch immer der einzige Studiengang in Deutschland, der sich mit der biotechnologischen Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen beschäftigt“, erläutert Professor Hannemann die Bedeutung des Angebots an der Hochschule Biberach. Dieses zeichnet sich, so Hannemann, unter anderem auch durch ihre hochmodern ausgestatteten Labore und die Einbindung vieler Laborpraktika in die Studiengänge aus.

Aufgrund der hohen Dichte pharmazeutischer Unternehmen in der Region genießen die Absolventen des Studiengangs laut Prof. Dr. Jürgen Hannemann gute berufliche Chancen und sind darüber hinaus auch überregional sehr gefragt. „Bis zu 40 % der Absolventen schaffen einen sehr erfolgreichen Wechsel in das vorwiegend industrielle Berufsleben“, so der Hochschulprofessor.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/fakultaet-biotechnologie-der-hochschule-biberach-tritt-biolago-bei