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Forschern des Exzellenzclusters BIOSS gelingt großer Wurf

Eine Publikation von Dr. Simona Infantino, Dr. Beate Heizmann und Prof. Dr. Michael Reth von der Universität Freiburg und dem Max-Planck-Institut für Immunbiologie & Epigenetik im Wissenschaftsmagazin PNAS wurde von ‚Science Signaling‘, einem renommierten Science-Journal, zu den ‚Signaling Breakthroughs‘ des Jahres 2010 gewählt.

Die Chefredaktion des Journals nominiert für diese Auszeichnung wissenschaftliche Erkenntnisse, die durch umfangreiche Systemanalysen und Untersuchungen zu Proteinstrukturen erlangt werden, außerdem neue Entdeckungen im Stoffwechsel und der Genetik. Darüber hinaus werden Forschungen, die zu neuen Ansätzen in der Therapie von Krebs, Diabetes und Alzheimer führen können, als „Durchbruch“ ausgewählt.

Den wichtigen Signalgeber Syk als eine dualspezifische Kinase zu definieren, die selbsttätig den Signalausstoß des B-Zell-Antigenrezeptors (BCR) reguliert, markiert ein Novum in der Signalfoschung. © BIOSS

Die Freiburger Forscher kamen der Doppelrolle des Enzyms Syk (spleen tyrosine kinase) auf die Spur und konnten damit einen Teil des Rätsels, das Syk der Forschung aufgibt, lösen. Sie entdeckten die duale Aktivität dieser Kinase, mit der möglicherweise ihre unterschiedlichen Funktionsweisen in Tumoren zusammenhängt. Das Gen für Syk ist eines der am häufigsten mutierten Gene in menschlichen Tumorzellen. Syk als eine dualspezifische Kinase zu definieren, die selbsttätig das Signal des B-Zell-Antigenrezeptors (BCR) reguliert, markiert ein Novum in der Signalforschung.

Um das Problem anzugehen, verwendeten Heizmann et al. einen Ansatz der Synthetischen Biologie. Sie setzten für ihre Suche eine von BIOSS entwickelte Methode ein: den Wiederaufbau des BCR eines Säugers und seiner signalgebenden Elemente in einer Zelle der Fruchtfliege Drosophila. Der neue Wissensstand könnte erhebliche Auswirkungen auf das Verständnis und die Behandlung menschlicher Tumorerkrankungen haben.

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