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Genetik-Tag bei GATC: Schüler erleben Biotechnologie

40 Schüler haben am 9. Juli am "Genetik-Tag" des Konstanzer DNA-Sequenzierdienstleisters GATC Biotech teilgenommen. Die naturwissenschaftlich interessierten Jugendlichen des Otto-Hahn-Gymnasiums aus Tuttlingen und des Konstanzer Humboldt-Gymnasiums erhielten einen spannenden Einblick in den Laboralltag des Unternehmens und durften im mobilen Forschungslabor "BioLab-Truck" eigenständig Experimente durchführen.

„Überrascht hat mich, dass GATC mit nur relativ wenigen Sequenziergeräten unglaublich viele Aufträge schafft“, sagt die 18-jährige Melanie Hildebrandt. „Nach den vielen nützlichen Infos zu den verschiedenen Berufsbildern könnte ich mir eine Zukunft als Bioinformatiker nun durchaus vorstellen“, berichtet der 16-jährige Konstantin Rehe - die Begeisterung der Schüler auf dem GATC-Firmengelände war sichtlich groß. Anlässlich der Auszeichnung als einer von „365 Orten im Land der Ideen 2008“ beim bundesweiten Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ hatte das Biotech-Unternehmen für zwei Schulgruppen ein eintägiges Programm rund um die Genetik vorbereitet.

Schon bei der Ankunft war die Vorfreude und riesige Wissensneugier bei den 21 Schülern des Tuttlinger Otto-Hahn-Gymnasiums deutlich spürbar. Aufgrund ihrer Aktivität in der Biotechnologie-AG hatten sie bereits einige Vorkenntnisse mitgebracht. „Neben einem Bogy-Praktikum an der Tumorbiologie in Freiburg mache ich schon drei Jahre in der Biotechnologie-AG an unserer Schule mit, wo wir uns auch mit Genetik und Mikrobiologie beschäftigen“, so die Zwölftklässlerin Melanie Hildebrandt.

Zu Beginn des GATC-Schnuppertages wurden die Jugendlichen bei einer einstündigen digitalen Präsentation in die Welt der Desoxyribonukleinsäure eingeführt, bekamen Antworten auf Fragen wie: Was ist Genetik? Welche Bestandteile hat Erbmaterial und wie verläuft eine DNA-Sequenzierung? Daneben konnten sie sich ein Bild von der Tätigkeit und Funktionsweise des Konstanzer Biotech-Unternehmens verschaffen, lernten Methoden wie das Shotgun-Sequencing-Verfahren kennen und wurden über die kommerzielle Nutzung der Gentechnologie aufgeklärt.
Aufmerksam verfolgten die Schüler den Vortrag rund um die Genetik.
Aufmerksam verfolgten die Schüler den Vortrag rund um die Genetik. (Foto: Michael Statnik) © Michael Statnik

Genetik aus akademischer, kommerzieller und künstlerischer Sicht

Mit großem Interesse verfolgten die Schüler den Vortrag über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in einem Biotech-Unternehmen, vom Molekularbiologen bis hin zum Biophysiker. Durch die GATC-Diplomandin Anke Jessen hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Informationen zum Bioinformatik-Studium aus erster Hand zu erhalten. Mit dem theoretischen Hintergrund ausgestattet konnten sie bei der anschließenden Firmenführung durch verschiedene Abteilungen der GATC mehreren wissenschaftlichen Mitarbeitern über die Schulter schauen.

Im Large-Scale-Labor erfuhren die Schüler, wie eine Genomanalyse mithilfe der traditionellen Sanger-Sequenzierung oder des Next-Generation-Sequencing abläuft. Dabei konnten sie einige DNA-Proben selbst in die Hand nehmen oder hochspezialisierte Geräte bewundern, mit denen Moleküle ausgelesen und ausgewertet werden. Beim Gang durch die „Einzelproben“-Abteilung unterrichtete GATC-Mitarbeiter Jochen Schäfer die Jugendlichen darüber, wie Erbinformationen menschlicher, tierischer und pflanzlicher Organismen mithilfe des NightXpress-Verfahrens in Windeseile entschlüsselt werden.
Im "BioLab" führten die Jugendlichen spannende DNA-Experimente durch. (Foto: GATC Biotech)
Für staunende Blicke sorgte Daniel Becker von Visual DNA, der den Schülern und Lehrern veranschaulichte, auf welche Art und Weise sich der "Bauplan des Lebens" in Form von individuellen Farben und unverwechselbaren Mustern darstellen lassen kann. Hierbei hatten die Gymnasiasten die Möglichkeit, Erbgut eines Hausesels oder arabischen Kaffees mit einem Scanner einzulesen und direkt zu betrachten.

Nach dem theoretischen Einblick in die Gentechnologie durften die Jungen und Mädchen im rollenden Labor „BioLab“ der Landesstiftung Baden-Württemberg auf dem Firmengelände den weißen Kittel überstreifen und selbst die Pipette schwingen. In dem mobilen Forschungslabor isolierten die Nachwuchsforscher unter Anleitung von Wissenschaftlern und Experten selbst DNA. Das ermöglichte ihnen, einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen.

Karriere in der Biotechnologie? Nicht ausgeschlossen!

Nach ihrem eintägigen Einblick in die Tätigkeit eines forschenden Biotechnologie-Unternehmens zeigten sich die Schüler und Lehrer zufrieden und darüber erfreut, neue Erkenntnisse gewonnen zu haben. „Im Rahmen unserer Biotechnologie-AG hatte meine Arbeitsgruppe selbst schon einmal DNA-Proben zum Sequenzieren zu GATC geschickt. Interessant fand ich es, zu sehen, was eigentlich bei einer Sequenzierung genau abläuft“, sagte Jasmin Pape, Schülerin des Tuttlinger Otto-Hahn-Gymnasiums.

Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen darüber, wie in den letzten Jahren die Zerlegung von DNA-Abschnitten mittels verbesserter Arbeitsgeräte und innovativer Technologien beschleunigt werden konnte. „Die heutigen Möglichkeiten der Sequenzierung übersteigen die von vor zehn Jahren um Längen. Diese Übernacht-Expressaufträge hätte ich nicht für möglich gehalten, da ich mir eine Sequenzierung als langwierigen Prozess vorgestellt habe“, erzählte Melanie Hildebrandt. Für die Schülerin ist schon jetzt klar, dass ihre berufliche Zukunft in der Forschung liegen wird, vielleicht sogar in der Biotechnologie: „Derzeit schwebt mir die Richtung Medikamentenforschung vor Augen, weil ich Menschen mit Hilfe der Wissenschaft gerne helfen möchte und es heutzutage immer noch sehr viele unheilbare Krankheiten gibt“, so die 18-jährige. Faszinierend an der Biotechnologie findet die Zwölftklässlerin, dass „man oft mit unsichtbaren Substanzen operiert und diese erst über Umwege nachweist“.

Enorm wichtig empfand Hubert Rösch, Biologielehrer am Tuttlinger Otto-Hahn-Gymnasium, dass seine Schüler auch zu Biotechnologie-Berufen informiert wurden: „Solch ein Schnuppertag ermöglicht den Jugendlichen, bei der Berufs- oder Studienwahl die richtige Entscheidung zu treffen und gleichzeitig den Alltag eines Wissenschaftlers richtig kennenzulernen.“ Thomas Armbruster, der am Konstanzer Humboldt-Gymnasium Biologie unterrichtet, resümierte, dass „das Interesse der Schüler für die Biotechnologie durch den Genetik-Tag verstärkt“ wurde und so manchen gar dazu bewogen habe, Biologie als Neigungsfach zu wählen.

mst – 14.07.08
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH



























































































































































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