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GMP-Zentrum in Tübingen eröffnet

Das „Good Manufacturing Practice Zentrum“ (GMP-Zentrum) des Universitätsklinikums Tübingen wurde am 16. Juli eröffnet. Im GMP-Zentrum sollen erstmals patientenindividuelle Impfstoffe und Antikörper gegen Krebserkrankungen entsprechend den Richtlinien für die ordnungsgemäße Herstellung von Pharmazeutika entstehen.

Ministerialdirektor Klaus Tappeser

"Tübingen wird als erste Universität Deutschlands neu entdeckte Wirkstoffe in Apotheken-Reinheit herstellen“, sagte Ministerialdirektor Klaus Tappeser, Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Bisher konnten Patienten die Wirkstoffe nicht bekommen, da sie womöglich noch Rückstände von anderen Stoffen enthielten.

„Das neue GMP-Zentrum ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in Behandlungen umzusetzen; zum Wohl der Patienten. Diese translationale Forschung ist eine besondere Stärke des Universitätsklinikums Tübingen. Davon können wir uns einen entscheidenden Durchbruch bei der Heilung von Krebserkrankungen erhoffen“, sagte Tappeser. Das Land habe den Bau des Zentrums mit 3,6 Millionen Euro unterstützt. Das Gesamtvolumen für Bau und Erstausstattung betrage 5,2 Millionen Euro.

Die Universität Tübingen ist nach den Worten des Ministerialdirektors besonders geeignet, den translationalen Prozess von der präklinischen Entwicklung über die Produktion bis hin zu ersten klinischen Studien schnell und effektiv zu entwickeln. Im neuen Zentrum sollten für jeden Patienten individuell Antikörper, Impfstoffe und Stammzellen produziert werden, die Krebserkrankungen bekämpfen.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/gmp-zentrum-in-tuebingen-eroeffnet