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Grünes Licht aus Stuttgart - Erleichterung in Biberach

„Das jahrelange Ringen hat ein Ende": Mit diesen Worten der Erleichterung kommentierte Thomas Vogel, Rektor der Hochschule Biberach, die aktuelle Nachricht des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) über die zeitlich unbefristete Finanzierung von Professoren- und Mitarbeiterstellen im Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie, die noch bis Ende 2015 aus der Zukunftsoffensive III des Landes Baden Württemberg finanziert sind.

Damit stehe das MWK zu dem Kabinettsbeschluss vom 1. Juli 2003, in dem der als Projekt angelegte Studiengang Pharmazeutische Biotechnologie mit einer Laufzeit von zehn Jahren nach erfolgreicher Erprobungsphase in eine Dauereinrichtung übergeführt werden sollte. Erste Studierende nahmen im Wintersemester 2006/2007 ihr Studium im neu gebautem Labor- und Lehrgebäude am Hochschulstandort Aspach auf.

Finanztechnisch verzwicktes Konstrukt

Biotechnologie-Campus der Hochschule Biberach © HBC/Stefan Sättele

Das Projekt Pharmazeutische Biotechnologie war von Anfang an nicht nur inhaltlich, sondern vor allem in finanztechnischer Hinsicht kompliziert. Dem Studiengang liegt die Form einer Projektfinanzierung zugrunde; die Hochschule sah sich dadurch mit Fragen konfrontiert, die sie bis dato nicht kannte.

So waren durch den Kanzler der Hochschule, Wolfram Burster, als erstes Eigentumsverhältnisse mit externen Partnern zu klären und Verträge über die Verwendung von Drittmitteln für Gebäude, Laborausstattung und Personalkosten zu erstellen. Ein großer Erfolg gelang Kanzler Burster 2007, als mit Unterstützung durch eine renommierte Steuerberatungskanzlei beim Finanzministerium des Landes eine Regelung der sich widersprechenden  Vorgaben von Auftragsforschung in Verbindung mit der von der Hochschule einzuhaltenden Bestimmungen der steuerunschädlichen Verwendung der sogenannten ZO-III-Mittel aus der Baden-Württemberg-Stiftung erreicht werden konnte. Die 2007 gefundene Lösung wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten des Landes, Günther Oettinger, ausdrücklich unterstützt.
 
Stets im Blick des Kanzlers war das Auslaufen der Projektfinanzierung für den Studiengang zum Ende des Jahres 2015. So wendete sich die Hochschule bereits 2008 an den damaligen Wissenschaftsminister Peter Frankenberg, um eine Anschlussfinanzierung zu erreichen. Zwischen diesem ersten Ersuchen und der jetzigen Mitteilung gab es eine Reihe personeller Wechsel bei den Ansprechpartnern bis hin zur Änderung der politisch Verantwortlichen.
 
Mitgerungen um den Erfolg der Entfristung haben auch die Partnerunternehmen aus der Anfangsphase des Projektes, Boehringer-Ingelheim und Rentschler Biotechnologie, sowie Hochschulrat und Wissenschaftlicher Beirat.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/gruenes-licht-aus-stuttgart-erleichterung-in-biberach