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Hartmann wächst 2008 schneller als der Markt

Die Heidenheimer Hartmann Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück. Die auf der Bilanzpressekonferenz vorgelegten Zahlen weisen einen um 7,5 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro gewachsenen Umsatz aus – eine Rate, die nach Unternehmensangaben über derjenigen des Marktes liegt.

Im medizinischen Kerngeschäft betrug das Umsatzplus 8,2 Prozent. Am stärksten legte das OP-Management zu. Auch der Gewinn wuchs nach Bereinigung von Sondereffekten um 8,1 Prozent auf 42 Mio. Euro. Die Aktionäre können auf der Hauptversammlung im Mai mit einer erhöhten Dividende rechnen.

Medizinisches Kerngeschäft weiter ausgebaut

Der Umsatzanteil des Kerngeschäfts Wund-, Inkontinenz- und OP-Management kletterte im Vorjahr auf fast 83 Prozent (1,138 Mrd. Euro).
Im Geschäftsfeld Wundmanagement wuchs Hartmann 2008 um acht Prozent auf 410,5 Mio. Euro, wobei auch der heimische Markt ein „stabiles Umsatzplus“ erreicht habe. Der Umsatz im Inkontinenzmanagement wuchs im Vorjahr auch dank des demografischen Wandels um sechs Prozent auf 513,7 Mio. Euro und ist damit das bedeutendste Geschäftsfeld (rund 37 Prozent am Gesamtumsatz). Am kräftigsten wuchs im OP-Management der Umsatz: um 14,3 Prozent auf 214 Mio. Euro. Langsamer, um 4,1 Prozent auf 238,8 Mio. Euro, wuchs der Umsatz bei den sogenannten weiteren Konzernaktivitäten, wozu endverbrauchernahe Produkte und Dienstleistungen sowie Handelsaktivitäten zählen.

Wachstum im In- und Ausland

Zwei Drittel seines Umsatzes (66,1 Prozent) erzielte das Unternehmen im Ausland. Im Geschäftsjahr 2008 wuchsen die Umsatzerlöse auf dem heimischen Markt um fünfeinhalb Prozent auf 467,5 Mio. Euro, im Ausland um 8,5 Prozent auf 909,5 Mio. Euro. In Europa ohne Deutschland kletterten die Umsatzerlöse um 9,8 Prozent auf 795,5 Mio. Euro. Außerhalb Europas belasteten ungünstige Währungseffekte das Geschäft. Die Umsätze nahmen leicht um 0,4 Prozent auf 114 Mio. Euro zu.

Mehr Beschäftigte

Zum Jahresende 2008 beschäftigte die Firmengruppe 9.582 Mitarbeiter und lag auch durch Firmenzukäufe bedingt um 647 über der Vorjahreszahl. Davon arbeiteten 3.665 in Deutschland, 5.917 waren an Standorten im Ausland tätig.

Optimismus in der Krise

Auch 2009 peilt die Hartmann Gruppe ein profitables Wachstum an. Mit der Übernahme von Bode Chemie zum Jahreswechsel 2008/2009 erhofft sich das Unternehmen günstige Auswirkungen auf das Geschäft Infektionsprophylaxe und Hygiene im stationären und ambulanten Bereich. Trotz Weltwirtschaftskrise streben die Heidenheimer in ihrem medizinischen Kerngeschäft „ein weiteres organisches Wachstum über dem Markt“ an.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/hartmann-waechst-2008-schneller-als-der-markt